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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Montag, 16. März 2015

Jahreshauptversammlung Bergwacht Bergen

Hohe Motivation und guter Ausbildungsstand bei der Bergwacht Bergen

Eine hohe Motivation und einen guten Ausbildungsstand attestierte der Bereitschaftsleiter der Bergwachtbereitschaft Bergen, Dr. K. K. seiner Mannschaft bei der Jahreshauptversammlung 2015 im Bergwachthaus auf dem Parkplatz der Hochfelln-Seilbahn, zu der er neben der fast vollständig versammelten Mannschaft auch die Patres Gabriel und Vasile und Vertreter der Gemeinde begrüßen konnte. Er machte die Motivation und den Ausbildungsstand fest am Ablauf der 24 klassischen Bergrettungseinsätzen des vergangenen Jahres, an der regen Teilnahme an den Ausbildungen und Übungen und an dem Engagement, sich im Rahmen der Bergwacht auch weit über den eigentlichen Rettungseinsatz hinaus zu engagieren.

 

Nach dem Gedenken an die im Jahr 2014 verstorbenen Mitglieder und Förderer gab er seiner Freude Ausdruck, dass die Bergwacht Bergen durch neuen Nachwuchs auf 50 aktive Mitglieder angewachsen ist und sich derzeit noch 5 Anwärter in der Ausbildung befinden. Auch die Anzahl der inaktiven Fördermitglieder konnte im vergangenen Jahr nochmals auf 180 erhöht werden.

 

Dann ging Dr. K. nochmals auf die 24 Einsätze des vergangenen Jahres – 3 davon mit Hubschrauber-Unterstützung - ein, die nach seiner Bewertung alle souverän, sicher und zur Zufriedenheit der Patienten abgewickelt worden sind. Darüber hinaus brachte der Einsatz von 18 Mitgliedern der Bergwachtbereitschaft Bergen beim Riesending Höhlenunglück auch Herausforderungen mit sich, die sonst für die aktiven Frauen und Männer der Bergwacht Bergen eher unüblich sind.

Umso mehr freute sich der Bereitschaftsleiter der Bergwachtbereitschaft Bergen, Dr. K. K., dass alle Einsätze im Jahr 2014, an denen 31 Bergener Bergwachtler beteiligt waren, in der gewohnt professionellen Art und ohne Schaden für die Retter abgelaufen sind.

 

Auch bei der Unterstützung der Naturschutzprüfung, bei der Schwendaktion in Bründling, beim Fellnerfest, dem Hochfelln-Berglauf und beim Arbeitseinsatz an der Hütte in Bründling waren im vergangenen Jahr wieder viel Einsatzkräfte gebunden.

 

Sein Dank galt besonders denjenigen Bergwachtmitgliedern, die sich zusätzlich als Einsatzleiter im Einsatzleitbereich Achental, bei der Skiwacht am Hochfelln, im Kriseninterventionsdienst Berg (KID), in der Diensthundestaffel, als Ausbilder oder in Führungspositionen innerhalb der Bergwacht Bayern weit über den Bereich Bergen hinaus engagieren.

 

Mit ihren handwerklichen Fähigkeiten waren der Mitglieder der Bergwacht aber auch beim Bau einer zusätzlichen Garage gefordert, die wegen des neuen, größeren Rettungsfahrzeuges notwendig geworden war. Da fast alle anfallenden Arbeiten von Mitgliedern der Bergwachtbereitschaft durchgeführt wurden, konnten die Kosten gering gehalten und weitgehend im eigenen Bereich erwirtschaftet werden.

 

In Anbetracht dieser Tatsache und der Förderbeiträge und Spenden der nicht aktiven Mitglieder konnte der Bereitschaftsleiter stolz berichten, dass im Jahr 2014 ca. ¾ der Einnahmen selbst erwirtschaftet wurden und nur ca. ¼ vom Land, der Region und der Gemeinde als Zuschuss notwendig gewesen sind.

Neben dem Neubau der Garage wurden mit diesen Geldern die Fahrzeuge unterhalten, und Einsatzkleidung, Ausrüstung und medizinischer Sachbedarf ergänzt.

 

Aber auch für die für eine ehrenamtlich arbeitende Gemeinschaft wichtige Geselligkeit war im vergangenen Jahr Zeit und Raum geblieben.

Dr. K.K. erinnerte nochmals an die Ausrichtung des Bergwachtkranzls, des Lawinenkurses, an die Einweihung der neuen Garage mit Fahrzeugweihe, die Beteiligung beim Ferienprogramm der Gemeinde, den Ausflug zu den Geisler-Spitzen, das traditionelle Pattenbergfest im August, die 50. Jubiläums-Bergmesse, das Bergwacht-Schafkopfrennen, das Fest auf der Bergwachthütte anlässlich deren 60-jährigen Bestehens und an das Jahresabschlussessen.

 

Da der Finanzverantwortliche T.O. beruflich verhindert war, musste der Bereitschaftsleiter auch den Kassenbericht vortragen. Trotz der enormen Ausgaben von 48.200 konnten die Bergwacht Bergen wegen der guten Veranstaltungen wie Gartenfest am Patenberg und der Kranzspenden bei zwei Beerdigungen 7.266 als Rücklagen verbuchen. Die Kassenprüfung durch W.K. und F.A. ergab keine nennenswerten Abweichungen, so dass Vorstand und Finanzverantwortlicher einstimmig entlastet wurden.

 

Durch den Vortrag von A.Z. aus dem Bereich der Ausbilder wurde deutlich, dass die Sanitätsausbildung und die Einsatzkoordinierung mit anderen Hilfsorganisationen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Als Bestätigung ihrer Arbeit wertete er und die anderen Ausbilder die sehr gute Beteiligung bei den Ausbildungsabenden und Übungen und die erfolgreiche Teilnahme der Anwärter an den verschiedenen Prüfungs-Modulen.

 

G.H., der in der Bereitschaft die Sanitätsausbildung koordiniert, unterstrich die besonderen Anforderungen, die mit der rasanten Entwicklung und den Veränderungen im Bereich der medizinischen Versorgung verbunden sind und zeigte sich sehr erfreut darüber, mit 2 Ärzten und einigen sanitätsdienstlich ausgebildeten Fachkräften einen Stamm professioneller Ausbilder im eigenen Bereich zu haben. Auch er hatte im vergangen Jahr den Schwerpunkt auf die Praktische Ausbildung im Gelände gelegt und mit einer Großübung unter Einbindung von 7 Organisationen wertvolle Erfahrung gesammelt.

 

M.S., der sich in der Bereitschaft unter anderem als Naturschutzwart engagiert, sprach nochmals die Naturschutzstreifen an, die von den Aktiven der Bergwacht im Sommer-Halbjahr als Vorsorgedienst an den Wochenenden durchgeführt worden sind und berichtete über die im Jahr 2014 erfolgreich im Bereich Hochfelln durchgeführte Naturschutzprüfung für 18 Teilnehmer aus der gesamten Region.

 

S.S., berichtete über einen befriedigenden Hunde- Personal- und Ausbildungsstand im Bereich der Suchhundestaffel Chiemgau. Gerade in diesem Winter wurde die Anzahl an einsatzfähigen Hunden wieder angehoben, nachdem im Bereich des Landkreises Traunstein letztes Jahr nur noch 3 Hunde für Sucheinsätze qualifiziert waren.

 

M.P. vertrat T.K. und berichtete von den besonderen Herausforderungen bei bereitschaftsübergreifenden Einsätzen, an denen er und seine Kameraden /-innen in ihrer Funktion als Mitglied des Kriseninterventionsdienstes Berg (KID) teilgenommen hatten.

 

S.S. konnte als stellvertretender Vorsitzender der Bergwacht Bayern von den besonderen Herausforderungen im laufenden Jahr berichten, die die Unterstützung des G7-Gipfels in Ellmau und die Umrüstung auf Digitalfunk ab diesem Jahr mit sich bringen. Durch die Wiederinbetriebnahme der erweiterten Hubschrauber-Simulationsanlage in Bad Tölz, den Einsatz zusätzlicher hauptamtlicher Kräfte und einen soliden finanziellen Unterbau sieht er die Bergwacht Bayern ebenfalls gut auf zukünftige Herausforderungen eingestellt.

 

Da er sich selber wegen seiner langjährigen Mitgliedschaft bei der Bergwacht als "befangen in der Bewertung dieser Organisation“ sah, übergab er die Bitte um ein Grußwort der Gemeinde Bergen an seinen Stellvertreter Herbert Berger. Dieser dankte in seiner Funktion als 2. Bürgermeister der Bergwacht Bergen für das Engagement, die stete Einsatzbereitschaft und die immer reibungslose und gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der Bahn. Besonders hervor hob er auch die gute Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen und die Bemühungen um eine weitgehend autarke Finanzierung der Bereitschaft.

 

Abschließend ergriff nochmals Dr. K.K. das Wort. Er bedankte sich bei all den vielen Helfern und Unterstützern, die wieder zu einem guten und erfolgreichen Jahr beigetragen hatten und bei deren Angehörigen, die dem ehrenamtlichen Engagement ihrer Partner viel Verständnis entgegen bringen.

 

Darüber hinaus bedankte er sich bei der Gemeinde, bei Pfarrer Apel und den Patres, der Hochfelln-Seilbahn, dem Forstamt, den Pattenbergern und bei allen direkten und indirekten Förderern, die die erfolgreiche Arbeit der Bergwachtbereitschaft Bergen erst möglich machen.

 

Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung durfte er noch im Namen des Vorsitzenden der Bergwacht Bayern H.K. und H.N. das goldene Ehrenzeichen für 40-jährige Mitarbeit im Rettungsdienst und C.N. das silberne Ehrenzeichen für 25-jährige Mitarbeit im Rettungsdienst verleihen.

 

C.N.

 

Autor: Bergwacht Bergen

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