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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Sonntag, 16. November 2014

60 Jahre Bergwachthütte am Hochfelln / Bründling

Am 19. Oktober diesen Jahres war es fast auf den Tag genau 60 Jahre her, dass mit einem ersten Spatenstich der Bau der Hütte auf der Bründling - Alm für die Bergwachtbereitschaft Bergen begonnen worden ist.

Dieses besondere Jubiläum nahm die Bergwachtbereitschaft Bergen zum Anlass, um dankbar zurück zu blicken und bei bestem Wetter in gemütlicher Runde zu feiern.

 

Von Dr. Kristian K., dem Bereitschaftsleiter der Bergwacht Bergen war einiges zur Entstehung dieses nach wie vor wichtigen Stützpunktes zu erfahren.

 

Die ursprüngliche Notwendigkeit zum Bau der Hütte war mit den steigenden Unfallzahlen am Hochfelln und dem durch zunehmenden Tourismus notwendiger werdenden Naturschutz begründet. Man brauchte einen Stützpunkt vor Ort, um Rettungsgerät zu lagern und die Reaktionszeiten bei der Hilfe und Bergung – damals noch ohne Handy und Hubschrauber – zu verkürzen.

 

Mit 750 DM Startkapital - davon 500 DM vom Bayrischen Roten Kreuz, 200 DM vom Bereitschaftskonto und einem Zuschuss der Gemeinde von 50 DM, sowie einem Pachtvertrag mit dem Forstamt Marquartstein über 100 qm zu 10 DM pro Jahr wurde im Jahre 1954 der erste Spatenstich gemacht. Die mit dem Pachtvertrag verbundenen Auflagen vom Forst waren u. a. ein Verbot der Nutzung der Hütte durch „Holz- Jagd- und Wildfrevler“ sowie die Bereitstellung der Hütte für Forstangehörige unter der Woche.

 

35 Festmeter Holz, gefällt im Gebiet der Baiereralm, wurden mit Pferdefuhrwerken und einem Kettenkrad zur Oberauer Säge in der Maxhütte gebracht und von dort mühsam - man bedenke den damaligen Zustand der Wege - zur Baustelle auf die Bründling - Alm befördert. Dank der Unterstützung von ortansässigen Bauern wie dem Pletschauer-, Besten-, Hafner- und Binderbauer, die ihre Gespanne zur Verfügung stellten und Dank der enormen Eigenleistung der Bergwachtler und vieler freiwilliger Helfer war die Hütte nur zwei Jahre später, 1956 bezugsbereit.

 

Großzügige Spenden von Bergener Geschäftsleuten, Vereinen und von zahlreichen Einzelpersonen ermöglichten im Laufe der Jahre eine Erweiterung, denn der ursprüngliche Bau erwies sich mit weiter zunehmendem Tourismus und mit der Eröffnung der Hochfelln - Seilbahn im Jahr 1971 bald als zu klein.

So wurde nach einem Plan von Peter S., dem späteren stellvertretenden Bereitschaftsleiter, 1970 die Erweiterung um einen Schlaf- und Geräteraum mit Windfang begonnen. 1972 kamen Telefonanschluß und Stromversorgung dazu, 1977 die Installation für fließendes Wasser. 1993 wurde eine Sanierung mit neuer Außenschalung und Kupferdach nötig.

 

Auch heute noch bedarf es immer wieder freiwilliger Helfer, um die Hütte in gutem Zustand zu halten und notwendige Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen durchzuführen.

 

Dank der zahlreichen Förderer und allen, die sich am Bau beteiligt haben und über die vielen Jahre zum Erhalt der Hütte beigetragen haben, besitzt die Bergwacht-Bereitschaft Bergen damit in Mitten ihres Dienstgebietes einen idealen Stützpunkt, um ihren Vorsorgedienst durchzuführen und Rettungseinsätze im Bereich des Hochfelln zu optimieren.

 

C.N.

Autor: Bergwacht Bergen

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