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Dienstag, 3. Juni 2008

Löscharbeiten im Bergsteigerseil

Feuerwehren und Bergwacht Arnbruck übten gemeinsam

Bodenmais: "Waldbrand am Glanderfelsen" - unter diesem Einsatzstichwort wurden vergangenen Freitag die Zellertalfeuerwehren von Niederndorf bis Bodenmais zu einer ungewöhnlichen Übung oberhalb des Rißloches gerufen. Zur Unterstützung wurde zusätzlich die Bergwachtbereitschaft Arnbruck hinzugezogen, weil es sich bei den Waldungen am Glanderfelsen um ein sehr steiles Gelände handelt und das Arbeiten ohne Seilsicherung in den steilen Abhängen für die Feuerwehrkräfte lebensgefährlich wäre. Kreisbrandmeister Josef Bauer hatte dieses Übungszenario ausgearbeitet, weil die Feuerwehren seines Dienstbereiches in den letzten Wochen schwerpunktmäßig zusammen mit der Bergwacht die Ausbildung mit den Fallstops und den Absturzsicherungen durchgeführt hatten. Diese Übung sollte der Abschluss dieser Ausbildung sein und gleichzeitig die Feuerwehren fit machen für die "Waldbrandsaison" . So konnte der Bodenmaiser Kommandant Alfred Weikl, der die Einsatzleitung inne hatte, 4 Trupps zur Brandbekämpfung in das steile Gelände schicken. Diese Trupps wurden von den Bergwachtmännern von der Glanderstaße aus mit Seilen gesichert und konnten sich so gefahrlos im Steilhang bewegen und mit den mitgeführten C-Schläuchen die Brandkämpfung durchführen. Das Löschwasser dafür fuhren die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren Bodenmais und Arnbruck sowie der Bodenmaiser Landwirt Michael Saller mit einem 8.000 Liter Güllefass im Pendelverkehr von Bodenmais aus zum Glanderfelsen. Dort wurde das Löschwasser in einen mobilen 5000 Liter fassenden Faltbehälter gefüllt und dann über eine 300 Meter lange B-Leitung zum Glanderfelsen gepumpt. Die Feuerwehr Oberried und das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Drachselsried  fuhr den Glanderfelsen von der Arberseite her über den Buchhüttenschachten an. Von der Engstelle der Forststraße am Glanderfelsen aus wurde eine weitere Förderleitung her aufgebaut und der Löschangriff in diesem Bereich mit der Druckluftschaumanlage (CAFS) der Feuerwehr Oberried durchgeführt. Vorteil dieser Methode ist, dass wegen der Luftbeimischung im Löschschaum der Schlauch sehr leicht ist und er dadurch im steilen Gelände leichter gezogen werden kann. Bei der Abschlussbesprechung waren KBM Josef Bauer und KBM Robert König aus Regen, der als Übungsbeobachter dabei war, sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen und der Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Bergwacht. Auch die vorhandenen Löschgeräte sowie die in den letzten Jahren angeschafften Absturzsicherungen haben ihre Zweckmäßigkeit bewiesen. Kreisbrandmeister Bauer bedankte sich besonders bei Bergwacht-Einsatzleiter Josef Hutter aus Arnbruck, der federführend die Einweisung der Feuerwehrleute in die Absturzsicherung bei den sieben Zellertalwehren durchführte und auch bei der Übung die umfangreichen Sicherungsarbeiten koordinierte. Alle beteiligten Einsatzkräfte waren sich einig, dass diese ungewöhliche Übung eine besondere Herausforderung war, gleichzeitig hofft man aber, dass es in einem solch schwierigen Gelände zu keinem Waldbrand kommt.  

Photos:

Von der Glanderstraße aus wurden die in den Seilen arbeitenden Feuerwehrkräfte während der Löscharbeiten von der Bergwacht gesichert. Unterhalb der Straße liegt das Rißloch und der Rißbach.     

 

 

Bergwachtarbeit mal anders: Mit ihrem Geländewagen zog die Bergwacht Arnbruck den Schlauchanhänger der Drachselsrieder Feuerwehr zum Glanderfelsen. Mit schweren Löschfahrzeuge war die Engstelle am Glanderfelsen nicht passierbar

Autor: BW Arnbruck

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