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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Dienstag, 3. Januar 2017

„Schön ist es geworden!“

Ein „Heim“ für die Memminger Bergwacht an den Eschacher Liften

Memmingen/Eschach. Seit letztem Jahr ist die Bergwacht Memmingen für die Eschacher Lifte als Rettungsdienst zuständig. Jetzt konnte die Memminger Bergwacht an ihrem neuen Einsatzort eine neue Unterkunft offiziell eröffnen. Die Memminger Bergwachtler versehen dort an den Wochenenden und, wenn möglich, an den stark frequentierten Ferientagen in ehrenamtlicher Leistung Dienst. Die seit 1974 gepflegte Dienstgemeinschaft mit Oberstaufen wurde durch eine Neustrukturierung der Gebiete aufgelöst. Dadurch bedingt übernahmen die Memminger anstelle der bisherigen Einsatzgebiete Steibis, Hündle und Hochgrat die Eschacher Lifte. Unterstützt werden sie hier durch die  Kollegen der Bergwachtbereitschaft Landsberg. Dass die Zusammenarbeit der beiden Bergwachten gut klappt, das hatte sich schon bei einer gemeinsamen Übung, die im Vorfeld der offiziellen Eröffnung stattgefunden hatte, bestätigt.


Die Präsenz der Bergwacht an den Schwärzenbergliften ist wichtig. Immerhin tummeln sich am Wochenende bei schönem Wetter rd. 3.000 Skifahrer dort auf den Pisten, berichtet stellvertretender Bereitschaftsleiter Alfred Szilagyi. Das Skigebiet Schwärzenlifte in Eschach bietet mit insgesamt vier Schleppliften, vier Seilliften, Zauberteppichen, einem Kombiteppich Ski und Rodel, sowie einem Rotondo durch Beschneiung schließlich beste Pistenverhältnisse. Und sehr vielen Kemptenern und Memmingern ist wohl noch in guter Erinnerung, wie sie dort das Skifahren erlernten.


Der Start im letzten Winter begann für die Memminger Bergwachtler mit nur einem Bauwagen als Unterkunft. Dass das kein Dauerzustand sein kann, war allen klar. So entstand der Grundplan für eine „Hütte“. Große Hilfe war die Firma Bau Fritz, deren Lehrlingsabteilung dann die weitere Konstruktion und den Bau übernahm, das Ganze zum Selbstkostenpreis. Auch die Mitglieder der Memminger Bergwacht, insbesondere die noch sehr aktiven Senioren, leisteten viele freiwillige Arbeitsstunden, um möglichst Kosten zu sparen, lobte Szilagyi. Bereitschaftsleiter Endres Peter habe das Ganze mit viel Engagement und persönlichem Einsatz organisiert, und die Heizung z. B. sei von Mitglied und Ausbildungsleiter Michael Drexl eingebaut worden.


Alle Teilnehmer an der offiziellen Eröffnung, auch die zahlreichen Gäste der Landsberger Bergwacht, waren begeistert von dem Ergebnis. Die neue Bergwacht-Unterkunft fügt sich äußerst harmonisch in die Landschaft und die bereits bestehenden Gebäude ein. Auch der „Hausherr“ des Skigebiets Schwärzenlifte, Rupert Schön, zeigte sich hochzufrieden. Seine Vorgabe „schön muss es werden“ sei voll erfüllt.

Das kollegiale Beisammensein nahm Bereitschaftsleiter Peter Endres dann gleich auch zum Anlass, drei Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft zu ehren. Auf 65 Jahre kann Karl Schott zurückblicken, der viele Jahre der Memminger Bergwacht auch als stellvertretender Bereitschaftsleiter diente. Karl-Heinz Maier ist seit 50 Jahre Mitglied, und 40 Jahre gehört Dr. Gottfried Hermann der Bergwacht an. Er kümmerte sich rd. 20 Jahre um die medizinische Ausbildung.
So erfreulich dieser Anlass war, so muss die Bergwacht Memmingen leider auch mit dem Problem „Nachwuchsmangel“ kämpfen. „Wir brauchen dringend Nachwuchs. Wir suchen Männlein oder Weiblein bis ca. 35 Jahre, die gerne in die Berge gehen, Skifahren können und Menschen gerne helfen. Wir bieten eine Top-Ausbildung im medizinischen und alpinen Metier“, wirbt Szilagyi“ um Nachwuchs.

Man sollte nicht vergessen, wie froh man selbst ist, wenn einem in einer Notlage die Bergwacht zu Hilfe kommt. Immer, wenn Menschen in den Bergen in Not sind, sei es, weil sie in alpinem Gelände abgestürzt oder unter eine Lawine geraten sind, dann sind die Frauen und Männer der Bergwacht zu Stelle, unter oft schwierigsten Bedingungen eilen sie zu Hilfe, riskieren sogar oft ihr eigenes Leben, um andere Menschen zu retten. Immer wieder erfährt man in den Medien von solch´ dramatischen Rettungseinsätzen. Dabei sollte man keinesfalls die Bergwachtler vergessen, die regelmäßig Dienst „schieben“ und damit viel Freizeit opfern, z. B. an Skipisten, wie an den Eschacher Liften, um Hilfe leisten zu können, wenn ein Skifahrer verunglückt.

 

Autor: prb Lilo Brückner

Ehrung für verdiente langjährige Mitglieder der Bergwacht Memmingen, Karl Schott (2.v.r.) und Dr. Gottfried Hermann (2.v.l) durch Bereitschaftsleiter Peter Endres (links) und stellvertretenden Bereitschaftsleiter Alfred Szilagyi (rechts). Nicht auf dem Foto: Karl-Heinz Maier. Fotos: prb

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