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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Donnerstag, 2. Juli 2015

Gleitschirmabsturz am Mittagberg - oder doch nicht?

Gleitschirmpilot löst große Suchaktion der Bergwacht Immenstadt aus

Am Samstag, den 27.06.15, alarmierte die Leitstelle Allgäu gegen 17:30 Uhr den Einsatzleiter der Bergwacht Immenstadt. Meldung: Ein Gleitschirmabsturz am Mittagberg.

Da die genaue Örtlichkeit nicht klar war und der Melder nicht mehr greifbar war, stieg der Einsatzleiter beim Rettungshubschrauber Christoph 17 zu, um den verunglückten Gleitschirmpilot aus der Luft ausfindig zu machen. Währenddessen machte sich die Mannschaft mit dem Rettungsfahrzeug und der Baumberge-Ausrüstung auf den Weg zur vermuteten Unfallstelle.

Allerdings wurde dem Team vom Christoph 17 und dem Einsatzleiter schnell klar, dass sich eine Bergung nicht so einfach gestalten würde. Weil der Gleitschirm nicht zu entdecken war. Nach ca 30 Minuten musste der Rettungshubschrauber zu einem Folgeeinsatz und der Einsatzleiter forderte vorausschauend einen Hubschrauber der Polizei an, um den Suchflug fortzusetzen. Doch auch nach etlichen Flügen, in denen das Gebiet detailliert abgesucht wurde, konnte kein Gleitschirmpilot entdeckt werden.

Mittlerweile konnten die Bergretter eine der Absturz-Meldungen, die mehrfach eingegangen waren, zurückverfolgen und mit der Melderin Kontakt aufnehmen. Die Melderin, optimalerweise selbst Gleitschirmlehrerin, bestätigte, dass es sich nicht um ein Flugkunststück handelte, sondern der Pilot in ernstzunehmenden Schwierigkeiten war. Durch diese Zusatzinformation schien deutlich zu sein, dass es sich nicht um einen Fehleinsatz handeln könne. Der Einsatzleiter alarmierte daraufhin gegen 21:30 Uhr die Mannschaft und das Technikfahrzeug der Bergwacht Allgäu, welches die Suche mit Wärmebildkameras unterstützen kann.

Kurz vor 22:00 Uhr rückten ca. 25 Immenstädter Bergretter und 5 Polizisten der Alpinen Einsatzgruppe aus, um den Gleitschirmpiloten bei völliger Dunkelheit im Wald zu suchen. Das gestaltete sich allerdings auf Grund der teils extrem steilen Hänge und des Bewuchses als schwierig, so dass die Suche zwei Stunden später erfolglos unterbrochen wurde.

Am Morgen darauf wurde erneut mit ca. 20 Bergrettern, 5 Alpinpolizisten und dem Team des Technikbusses gesucht. Allerdings verlief die Suche trotz optimalem Wetter, engmaschiger Suchkette und dem Einsatz von kleinen fliegenden Systemen zur Suche aus der Luft wieder erfolglos. Erneut kam ein Hubschrauber der Polizei zur Unterstützung, doch auch dieser konnte, wie bereits am Vortag, nichts finden. Gegen Mittag wurde die Suche abgebrochen, da bis zu diesem Zeitpunkt keine Vermisstenmeldung bei der Polizei vorlag, das primäre Suchgebiet abgesucht worden war und keine neuen Erkenntnisse vorlagen.

Bei dem leider erfolglosen Einsatz konnte der Neubau der Bergrettungswache Immenstadt unter Beweis stellen, dass sich die Situation für die Einsatzkräfte durch den Bau deutlich verbessert hat. Mehr Infos auf unserer Home- oder Facebook-Seite.

Hinweise zum Verbleib des Gleitschirmpiloten nimmt die Polizeidienststelle Immenstadt entgegen.

 

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