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Einsätze

Montag, 15. Juni 2015

Evakuierung von Wanderern bei Unwetter in Oberstdorf

Großalarm für die Bergwacht Oberstdorf nach Abgang von Schlammlawine

Die integrierte Leitstelle Allgäu alarmierte am Sonntag um 17:20 Uhr die Bergwacht Oberstdorf. Im Bereich Faltenbachtobel (Nebelhorn, Seealpe) war es nach heftigem Starkregen zu mehreren Abgängen von Geröll, Schlamm und vereinzelten Bäumen gekommen. Anfangs war völlig unklar, ob und wie viele Personen sich in diesem Bereich aufhielten. Bei der Rettungswache der Bergwacht Oberstdorf gingen direkt Anrufe von hilfesuchenden Menschen ein, die wegen der unpassierbaren Rinnen auf Wanderwegen blockiert waren.  Die Einsatzleitung der Bergwacht Oberstdorf forderte in Absprache mit dem örtlichen organisatorischen Einsatzleiter, der Rettungsleitstelle und der Leitung der Feuerwehr mehrere Rettungshubschrauber zur Unterstützung an, da angenommen wurde, dass sich noch zahlreiche weitere Personen in Not befinden.

Mit dem Rettungshubschrauber Christoph 17 erkundete der Einsatzleiter der Bergwacht die Lage. Kurz darauf trafen weitere Hubschrauber der Bundeswehr SAR Landsberg 58 und zwei Maschinen der Polizei Hubschrauberstaffel Bayern zur Unterstützung ein. Mit dem Hubschrauber der Bundeswehr konnten im Bereich Wallraffweg zwei Personen mit der Winde aus ihrer misslichen Lage geborgen werden. Die beiden Männer waren auf dem Wanderweg Richtung Oberstdorf unterwegs. Durch zwei Rinnen gefüllt mit Hochwasser und Geröll vor und hinter Ihnen waren Sie blockiert gewesen, aber zum Glück unverletzt. Eine weitere Person konnte durch ein Bergungsteam der Bergwacht zu Fuß im Bereich Seealpe/ Niedereck sicher zur Seilbahn gebracht werden. Auch hier war das ansonsten kleine Rinnsal in kürzester Zeit zu einem massivem Bach mit Hochwasser angestiegen und ein Passieren  nur mit Seilsicherung möglich. Eine Hüttenwirten mit Kleinkind und Hund wurde von der Bergwacht mit Unterstützung eines Hubschraubers der Polizei sicher ins Tal gebracht da unklar war, ob ein Zustieg bzw. Abstieg zu Fuß zur Hütte in den nächsten Tagen möglich gewesen wäre.

Vor Ende des Einsatzes wurden noch einige der bekannten Wanderwege im Bereich Oytal, Seewände, Gleitweg, Höfats, Gerstruben abgeflogen. Von der Bergwacht Oberstdorf wurde über Hüttenfunk und Telefon Kontakt mit den Hüttenwirten der umliegenden Hochgebirgshütten aufgenommen. Nach Rücksprache mit diesen konnte Entwarnung gegeben werden. Anscheinend war das extreme Gewitter nur sehr lokal begrenzt im Bereich Nebelhorn/ Seealpe aufgetreten. Für die Bergwacht Oberstdorf war gegen 21:30 Uhr Einsatzende.

Autor: Bernhard Böck

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