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Einsätze

Donnerstag, 26. März 2009

Lawinenabgang an der Fiderepasshütte

Tourengeher von Lawine verschüttet

Eine Gruppe des britischen Militärs war zu einer Übung im Gebiet um die Fiderepasshütte unterwegs. Am späten Mittwochnachmittag wurden drei Mitglieder dieser Gruppe von einer Lawine erfasst und zum teil ganz verschüttet.

Der komplett verschüttete Soldat wurde nach 6 min. von seinen Kameraden aus ca. 1m Tiefe ausgegraben. Beim nächsten war noch der Arm aus der Schneedecke zu sehen und der dritte konnte sich selbst aus der Lawine befreien. Der Ganzverschüttete hatte keine Atemhöhle und war nicht ansprechbar, er konnte nach weiteren 3 min wiederbelebt werden. Die Soldaten haben eine sehr gute Ausbildung, sonst hätte Ihr Kamerad wohl nicht überlebt. Wegen des massiven Schneefalls, schlechter Sicht und der erhöhten Lawinengefahr konnte die Bergwacht Oberstdorf und Bergrettung Mittelberg vorerst keine Rettung durchführen. Die weitere Erstversorgung des Verletzten übernahmen die Soldaten selbst.

Über Handy konnte der Kontakt zu der Gruppe gehalten werden, die dann zur Fiderepasshütte aufstieg, um die Nacht im Winterraum der Hütte zu verbringen. Auch der Austausch von GPS-Koordinaten half den Soldaten sich besser orientieren zu können. Am heutigen Donnerstag wurde von der österreichischen Polizei mit dem Hubschrauber Libelle die Bergung der Soldaten durchgeführt. In mehreren Flügen konnten alle sicher ins Tal gebracht werden. Den Verschütteten geht es den Umständen entsprechend sehr gut. Fliegerisch sicher eine Glanzleistung des Piloten, bei sehr starkem Wind und nicht guter Sicht so ein Manöver zu fliegen.

Nach den starken Schneefällen ist abseits gesicherter Pisten Vorsicht geboten Lawinenwarnstufe 4 (groß).

 

 

 

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