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Einsätze

Dienstag, 18. September 2012

Wanderer verstirbt nach Absturz am Rubihorn

Zahlreiche Einsätze für die Bergwacht Oberstdorf am vergangenen Wochenende

Die Bergwacht Oberstdorf war am vergangenen Wochenende bei mehreren Unfällen im Einsatz.

Am Samstagnachmittag war ein 48 Jähriger Wanderer aus Baden Württemberg im Bereich der Seewände im Oytal unterwegs. Er war vom Weg abgekommen und befand sich in sehr steilem, absturzgefährlichem Grasgelände. Der Einsatzleiter der Bergwacht Oberstdorf wurde mit dem Rettungshubschrauber RK 2 aus Reute mit der Winde zu dem Mann abgelassen. Mit einer sogenannten Rettungswindel ausgestattet konnte der Mann  und der Bergretter mit der Winde in den Hubschrauber aufgeseilt werden. Ebenfall am Nachmittag zog sich eine 35 jährige Wandererin auf dem Wanderweg durch den Gaißbachtobel bei einem unglücklichen Sturz eine Kopfverletzung zu. Nach der medizinischen Versorgung durch die Bergretter erfolgt der Transport ins Tal mit dem Geländefahrzeug. Am Samstagabend rückten Rettungskräfte noch zum Großen Grund am Nebelhorn aus. Ein Bergläufer mit Bänderverletzung konnte seinen Weg nicht mehr fortsetzen. Mit Unterstützung des Rettungshubschraubers CHR 17 konnte der Verletzte aufgenommen und Richtung Krankenhaus geflogen werden.

Absturz am Rubihorn

Am Sonntagvormittag stürzte ein 48 jähriger Wanderer aus Baden Württemberg im Bereich Gaißalphorn/Rubihorn ab. Vermutlich verlor er am Wanderweg zwischen Gaißalphorn und Rubihorn nach einem mit Drahtseil versicherten Wegstück das Gleichgewicht und fiel ca. 30 Meter in eine gerölldurchsetzte Rinne. Der Rettungshubschraubers RK 2 setzte Bergretter und Notarzt mit der Rettungswinde in der Rinne ab. Die Steilheit des Geländes und der sehr kritischen Gesundheitszustandes des Mannes erforderte eine sofortige Evakuierung. Erst am Zwischenlandeplatz konnte mit Unterstützung des Teams des BRK-Rettungswagens aus Oberstdorf und dem Notarzt die medizinische Versorgung eingeleitet und erfolgreich reanimiert werden. Die Schwere der Verletzungen erforderte den Weitertransport ins Unfallkrankenhaus nach Murnau per Hubschrauber. Alle weiteren Bemühungen waren jedoch erfolglos. Der Mann erlag dort wenig später seinen schweren Verletzungen. Die Begleiter wurden vom Kriseninterventionsteam der Bergwacht betreut. Die  Alpine Einsatzgruppe der Polizei übernahm die Ermittlungen zum Unfallhergang.

Zwei weitere Einsätze am Sonntagnachmittag im Bereich Rappenseehütte und Mindelheimer Hütte wurden ohne direkte Beteiligung von ehrenamtlichen Rettungskräften der Bergwacht durchgeführt. Der Einsatzleiter der Bergwacht Oberstdorf koordinierte den Rettungshubschrauber CHR 17 und CHR 8 direkt zu den Landeplätzen an den Hütten wo die Patienten übernommen werden konnten.

 

Bild 1: Windenbergung (Ablassen des Retters) in der Seewand (Gleitweg, Oytal)

Bild2: Rinne am Weg Gaißalphorn/Rubihorn

Bild 3: erfolgreiche Windenbergung in der Seewand (Gleitweg, Oytal)

 

 

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