Mitglieder-Login

Passwort vergessen?

 

 

Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Montag, 1. Februar 2016

Schwieriger Einsatz mit gutem Ende

Bergwacht Hinterstein rettet 5-köpfige Gruppe nach Lawinenabgängen aus Schneesturm

Beim Abstieg vom Winterraum des Prinz-Luitpoldhaus, löste am Sonntag eine 5-köpfige Tourengruppe aus München und Kassel gegen Mittag zwei Schneebretter aus, zum Glück ohne dass dabei jemand verschüttet wurde. Da ein weiterer Abstieg bei starkem Schneefall als zu gefährlich erschien, setzten sie einen Notruf ab.

Der Einsatzleiter der Bergwacht Hinterstein konnte telefonisch Kontakt mit der Gruppe  aufnehmen. Per Handyortung konnte die exakte Position ermittelt werden. Aufgrund der erheblichen Lawinengefahr wurde ein bodengebundener Einsatz einer Bergwachtmannschaft bei orkanartigen Böen, Nebel, Regen und immer wieder Selbstauslösungen von weiteren Lawinen als zu gefährlich eingestuft und somit ausgeschlossen. Der Einsatz eines Hubschraubers war zu dieser Zeit ebenfalls nicht möglich.

Die Gruppe wurde über die Situation informiert und aufgefordert, sich ein Biwak für eine eventuelle Nacht im Freien einzurichten.

Zeitgleich  machte sich eine Bergwachtmannschaft mit Einsatzmaterial und Schneefahrzeug  auf den Weg zum Giebelhaus, um bei Wetterbesserung schnellstmöglich reagieren zu können. Parallel dazu stand die Einsatzleitung in telefonischem Kontakt mit einer Hubschrauberbesatzung.

Gegen 14.30 Uhr konnte der in Kaufbeuren stationierte Polizeihubschrauber "Edelweiß 5" doch noch nach Hinterstein fliegen. Danach ging alles sehr schnell. Zusammen mit einem Retter der Bergwacht Hinterstein flog die Maschine zur Einsatzstelle. Dem Team gelang es schließlich, die 5-köpfige Gruppe aus dem lawinengefährdeten Gelände auszufliegen, was allgemein große Erleichterung auslöste.

Gute Dienste leistete bei dem Einsatz die im Bau befindliche neue Rettungswache der Bergwacht Hinterstein. So konnte aus der provisorisch eingerichteten Einsatzzentrale der aufwendige und komplexe Einsatzablauf koordiniert und organisiert werden. Auch die unterkühlten und durchnässten Tourengeher konnten im neuen Gebäude mit heißem Tee versorgt werden.

Am Einsatz beteiligt waren:

- 12 Einsatzkräfte der Bergwacht Hinterstein

- Das Technikfahrzeug Allgäu mit zwei Bergwachtmännern aus Immenstadt

- 3  Mann der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei

- Polizeihubschrauber "Edelweiß 5" mit zwei Besatzungsmitgliedern

Autor: Bergwacht Hinterstein

Provisorisch eingerichtete Einsatzzentrale im Neubau der Bergrettungswache Hinterstein

WissensBox-LOGIN

____________________

weitere Informationen

 

 

 

Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung

Bergwacht-Zentrum