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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Samstag, 1. August 2015

Schwerer Bergunfall bei Hinterstein

22-jährige Hüttenhelferin bei Absturz schwerst verletzt

In der Nähe das Prinz-Luitpold-Hauses bei Hinterstein ereignete sich ein schwerer Bergunfall. Ein junge Frau, die aus Polen stammt, sich jedoch in dem Gebiet gut auskennt, wollte den unmarkierten Grat zwischen Fuchskarspitze und Kesselspitze begehen. Dabei stürzte sie aus ungeklärten Gründen ca. 100 m in steilem, felsigem Gelände ab. Sie zog sich sich schwerste Verletzungen zu und blieb regungslos liegen. Zwei Bergsteigerinnen, die auf dem nahe gelegenen Jubiläumsweg unterwegs waren, beobachteten den Absturz und alarmierten über die Rettungsleitstelle die Bergwacht Hinterstein. Zum Glück konnten sie trotz schlechtem Handyempfang den Unfallort gut beschreiben, auf Grund des steilen Geländes jedoch nicht zu der Frau gelangen.

Der Rettungshubschrauber Christoph 17 brachte zwei Bergretter der Bergwacht Hinterstein und eine Notärztin zur Unfallstelle. Nach dem die junge Frau erstversorgt wurde, konnte sie mit dem Bergetau aus dem Steilgelände gerettet werden. Nach einer weiteren medizinischen Versorgung am Zwischenlandeplatz beim Prinz-Luitpold-Haus wurde sie in die Klinik nach Kempten geflogen. Zur Betreuung der Mitarbeiter der DAV-Hütte, wo die Abgestürzte beschäftigt war, wurden zwei Mitarbeiter des Kriseninterventionsdienstes mit einem Polizeihubschrauber eingeflogen. Mit im

Einsatz war auch ein Beamter der alpinen Einsatzgruppe der Polizei.

 

Zwei Tage später beschäftigte ein weiterer aufwändiger Einsatz die Hintersteiner Retter:

 

Eine 46- jährige Wanderin und der 15- jährige Begleiter setzten einen Notruf bei der Leitstelle Allgäu ab.

Die beiden waren vom Nebelhorn kommend auf dem Hindelanger Klettersteig unterwegs. Aufgrund der vorangeschrittenen Uhrzeit und des schlechten Wetters, entschieden sich die beiden für einen Abbruch der geplanten Tour. Als bereits die Dämmerung einsetzte und ein weiterer Abstieg aufgrund der fehlenden Ortskenntnis und der schlechten körperlichen Verfassung nicht mehr möglich schien, wurde die Bergwacht Hinterstein um Hilfe gerufen.

4 Bergretter machten sich daraufhin bei strömendem Regen und mittlerweiler völliger Dunkelheit auf den Weg zu den in Bergnot geratenen Personen. Im Bereich des sog. Doismen auf 1668 m, konnten die beiden völlig entkräfteten und unterkühlten Bergsteiger aufgefunden werden. Ein gemeinsamer Abstieg war definitiv nicht mehr möglich, ein nächtlicher Hubschraubereinsatz aufgrund des Wetters zu gefährlich.

So entschieden sich die Einsatzkräfte, die Nacht gemeinsam mit den Verstiegenen in einer Hirtenhütte zu verbringen. Am nächsten Morgen konnten dann alle Beteiligten bei Tageslicht mit einem Hubschrauber der Bundeswehr ausgeflogen werden.

 

 

 

 

Am Zwischenlandeplatz beim Prinz-Luitpold-Haus wurde die Patientin medizinisch versorgt.
Die ungefähre Absturzlinie und der Auffindepunkt, links die Kesselspitze (2284m)

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