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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Montag, 8. Januar 2018

Winterübung der Bergwacht Nesselwang unter widrigen Wetterbedingungen

am letzten Samstag im Jahr 2017 fand bei der Nesselwanger Bergwacht die große Winterübung an

Unter widrigen Wetterbedingungen mit Regen, Schnee und Sturm trainierte die Bergwacht Nesselwang bei ihrer großen Winterübung an mehreren Stationen am letzten Samstag im Jahr 2017 für den Ernstfall. Unter der Anleitung der Nesselwanger Bergwachtausbilder lag der Schwerpunkt in diesem Jahr auf der Suche und Bergung von Lawinenverschütteten, Pickel- und Skiverankerungen in steilem Gelände und der Bergung und Versorgung eines schwerverletzten Skifahrers. Nach einer kleinen Stärkung im Bergwacht-Raum an der Mittelstation erfolgte nach Einbruch der Dunkelheit eine Einsatzübung bei der zwei Variantenfahrer, einer davon schwer verletzt, in unwegsamen Gelände zwischen dem Sportheim Böck und der Mittelstation gesucht, medizinisch versorgt und abtransportiert werden mussten. Ausbildungsleiter Alexander Gast freute sich über die zahlreiche und engagierte Teilnahme der Nesselwanger Bergwachtfrauen und -männer.
Zahlreiche echte Einsätze vor und während der Weihnachtsferien hielten die Bergwacht Nesselwang auf Trab. Neben mehreren verletzten Wintersportlern auf der Piste, mussten dreimal nachts erschöpfte Wanderer, die per Handy einen Notruf bei der integrierten Leitstelle Allgäu absetzten, gesucht und geborgen werden. Darunter war ein Vater war mit seinem 8-jährigem Sohn auf der Suche nach dem kürzesten Weg vom Kappeler Köpfle zur Mittelstation im Bereich der Schwarz Ries‘ in steilem, weglosem Gelände und brusthohen Schnee stecken geblieben. Trotz bald leerem Handy-Akku konnte die zwei erschöpften Wanderer ausfindig gemacht und nach einer 45min anstrengender Spurarbeit wieder in Pistennähe gebracht werden. Dabei wurden die Einsatzkräfte jeweils tatkräftig von der Alpspitzbahn Nesselwang mit Fahrzeugen unterstützt. 

Die Bergwacht empfiehlt allen Wintersportlern allgemein vor Beginn einer Unternehmung die eigene Kondition, zeitlichen Aufwand und die aktuellen Bedingungen kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls rechtzeitig umzukehren.

Autor: Max Spieß

Foto: W. Hailer

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