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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Arber-Sesselbahn aus der Luft evakuiert

Luftrettungsübung der Bergwacht mit Lufttransportgeschwaders 61 aus Penzing am Grossen Arber

Am vergangenen Montag fand am Grossen Arber ein Luftrettungslehrgang der Bergwacht Region Bayerwald statt. Unter der Leitung von Armin Leuchter von der Bergwacht Viechtach und verantwortlicher Ausbilder für Luftrettung der Bergwacht im Bayerwald, trainierten 15 Einsatzleiter der Bergwachten aus Cham, Lam, Neukirchen, Regensburg und Zwiesel eine Windenbergung an der Sonnenhang-Sesselbahn. Ziel der Übung war die schnelle und sichere Bergung von Passagieren aus der Sesselbahn mit einem Bundeswehr-Hubschrauber. Bei einer solch aufwendigen Rettungsaktion müssen Bergretter und die Besatzung des Hubschraubers des Lufttransportgeschwaders 61 aus Penzing Hand in Hand arbeiten, damit das Windenseil des Helikopters keinen Kontakt mit dem Tragseil der Seilbahn bekommt. Nur ständige Übung kann im Ernstfall die Sicherheit aller Beteiligten garantieren. Die Ausbildungsleiter legten daher bereits bei Beginn des Lehrgangs Wert auf eine ausführliche Kontrolle der Ausrüstung aller teilnehmenden Bergwachtler und auf eine detaillierte Vorbesprechung der folgenden Übung. Danach erfolgte ein Trockentraining an der Kabinenbahn und Sesselbahn zur Optimierung der Verfahrensweise mit dem Windeneinsatz. Nach dem Eintreffen des Hubschraubers und der obligatorischen Sicherheitsunterweisung aller Beteiligter wurde die Sesselbahn mit „Opfern“ aus den Reihen der Bergwacht bestückt. Die Bell UH 1D der Bundeswehr nahm mehrmals einige Luftretter auf, die dann zu den Sesseln abgewinscht wurden und dort die festsitzenden Seilbahngäste versorgten. Die Retter seilten anschließend entweder die „Opfer“ auf den Boden ab oder wurden zusammen mit ihnen vom Hubschrauber wieder nach oben gezogen und zur weiteren Versorgung zum Landeplatz geflogen. Wichtig dabei war nicht nur die korrekte Kommunikation unter den Beteiligten, sondern auch die Eigensicherung der Retter. Windeneinsätze durch Hubschrauber werden nicht nur zum Bergen von Personen aus Bergbahnen aufgrund beispielsweise eines Stillstandes notwendig, sondern sind auch bei Notfällen im unwegsamen oder alpinen Gelände erforderlich. Dabei steht die Bundeswehr mit Hubschraubern als Kooperationspartner der Bergwacht Bayern für Rettungs- und Sucheinsätze bereit. Nach rund 2 Stunden Flugzeit bei schönstem Wetter konnte Lehrgangsleiter Leuchter den Lehrgangstag als sehr gelungen abschließen; Leuchter bedankte sich bei der Besatzung der Bell für die reibungslose und gute Kooperation. Außerdem betonte er, dass solch aufwendige und kostspielige Übungsabläufe nur aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der Arber-Bergbahn möglich sind und er dankte dem Betriebsleiter Thomas Liebl für die zur Verfügungstellung der Liftanlagen und mehrerer Mitarbeiter.

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Autor: Bergwacht Bayerwald

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