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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Hubschrauberübung

25.04.2015

Am letzten April Wochenende veranstaltet die Bergwacht Oberstdorf zusammen mit der Luftstaffel der Bundespolizei eine Luftrettungsübung im Bereich des Oytal. Dazu wurden je zwei aktive Einsatzkräfte der Bergwachten Augsburg und Neu-Ulm eingeladen.

Der Zeitplan war eng gestaffelt und da sich gegen Nachmittag eine Wetterverschlechterung angekündigt hatte, war es wichtig, dass alles reibungslos verlief.

Nach einer kurzen Theorie-Wiederholung landete auch schon der EC-155 Hubschrauber aus Oberschleißheim samt 5-köpfiger Crew auf dem Landeplatz des Oberstdorfer Bergwacht Depots.

Im obligatorischen Sicherheits-Briefing wurde uns dann der Hubschrauber mit seinen Besonderheiten vorgestellt. Dabei ging es vor allem um Themen wie das Ein- und Aussteigen bei laufendem Rotor, Möglichkeiten der Selbstsicherung in der Maschine, Kommunikation mit der Hubschrauber-Crew und dem Ablauf des Rettungs-Winch, bei dem der Luftretter samt Patient an einer Winde zum schwebenden Helikopter hinaufgezogen wird. Mit gechecktem Material konnte der eigentliche Teil der Übung im Oytal beginnen. In Zweiermannschaften wurden wir hoch zu den Stationen um Käseralpe und Himmelecksattel geflogen und dann samt Luftrettungssack an der Winde abgelassen. Während die anderen Mannschaften auch abgeholt und zu ihren Stationen gebracht wurden hatten wir genug Zeit um uns für den Winch vorzubereiten. Beim erneuten Anflug wiesen wir den Hubschrauber ein, wobei ein gezündeter Rauchkörper dem Piloten half, die im Gebirge oft komplizierten Windverhältnisse richtig einzuschätzen. Sobald der Hubschrauber sich über uns im stabilen Schwebeflug befand - was bei dem auffrischenden, leicht böigen Wind, ein anspruchsvolles Manöver für den Piloten darstellt - wurde der Windenhaken zu uns abgelassen in welche der Retter sich und den Patienten einhängt und dann signalisiert, dass er bereit zum "Auf-Winch" ist. Bei diesem Vorgang werden Retter und Patient durch eine Anti-Rotations-Leine stabilisiert, da es sonst durch die starken Abwinde des Helis zu einem immer schneller werdenden Drehen am Windenseil kommen kann. Bei Erreichen des Hubschraubers wird die Leine von der Patiententrage gelöst. Das Manöver wurde so oft wiederholt, bis jeder einmal durch die verschiedenen Positionen rotieren konnte. Gerade noch rechtzeitig vor dem Wetterumschwung waren wir damit durch und versammelten uns dann alle wieder am Bergwacht-Depot zum De-Briefing. Dank des komplikationslosen Verlaufs und des reibungslosen Zusammenspiels der Teams war man sich einig, dass der Tag ein voller Erfolg war.

Abschließend bedanken wir uns - auch im Namen der Bergwacht Neu-Ulm - herzlich für die Einladung.  

Jens Bergmann, Benno Brockmann

 

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