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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Der Bau der Hütte am Seeleinsee

In den Jahren 1956 – 1959 stand bei der Bergwacht Freilassing neben den üblichen Bergwachtdiensten der Bau der Diensthütte am Seelein auf dem Programm. Wir konnten heuer, 1999, das 40 jährige Jubiläum der Fertigstellung unserer Diensthütte feiern. Die meisten der am Bau beteiligten Kameraden sind noch unter uns. Wir brauchen nicht viel berichten, wie viel Mühe und Arbeit wir für die Hütte aufgewendet haben. Wenn wir zurückdenken an diese Zeit, dann klingt es noch in den Ohren “ja gibt's denn net no schwarere Trümmer”. Noch ein kurzer Rückblick zum Bau. Der Gedanke zum Hüttenbau kam vom damaligen Leiter des Bergwacht-Abschnittes Chiemgau, Alfred Schädlich und von Kameraden die vor 40 Jahren den Naturschutzposten am Seelein betreuten. Vier, ja 6 Bergwachtler hausten damals in einem kalten zugigen Viermannzelt. Als Feuerstelle diente ein Spirituskocher. Sie bewachten das damals so begehrte Edelweiß, damit diese schon selten gewordene Bergblume von unvernünftigen Bergwanderern und speziell Pflanzenräubern nicht ganz ausgerottet wurde.    

Mit dem Hüttenbau war beabsichtigt:    

Im Sommer das Zelt für den Edelweißposten zu ersetzen und für den Winter einen Stützpunkt zu schaffen für den Rettungsdienst auf der “Kleinen Reib”. Von den 17.000 freiwilligen Arbeitsstunden für den Bau und Trägerdienste der Hütte hatte unsere Bereitschaft mit ca. 11.000 Std. den größten Anteil geleistet. Um den Unfallhilfsdienst am Seelein und der kleinen Reib perfekter zu machen, errichteten wir 1960 auf der Hütte eine für jedermann zugängliche Telefonstelle. Eine weitere bauten wir am Priesberg. Die Kabelleitung “das große Sorgenkind” dieser Unfall-Hilfsdienst-Telefon-Anlage war 6,5 km lang und führte zur Mittelstation der Jennerbahn. Deren Angestellte gaben die dort ankommenden Unfallmeldungen weiter. Wohl niemand wird bestreiten, welch große Erleichterung es für einen Verletzten war, wenn ihm bestätigt wurde, dass sein Hilferuf angekommen und Rettung für ihn unterwegs war. Ca. 5000 freiwillige, unbezahlte Arbeitsstunden hat die Bergwacht für die Errichtung dieser Notrufanlage damals aufgewendet. Aber sie hatte sich bewährt. Viele Rufe um Hilfe sind durch den Draht ins Tal gegangen und manchen verunglückten Bergwanderer und Schifahrer konnte das Leben erhalten werden. Wegen Überalterung konnte 1991 die Kabelleitung nicht mehr repariert werden. Die Planung und Mittelbeschaffung für die Errichtung eines Funktelefons begann. Von 381 losgeschickten “Bettelbriefen” kamen 97 positive Antworten zurück. So konnte eine moderne Notruf-Telefonanlage geschaffen werden, die mit Solarstrom betrieben wird. Kosten DM 13500.-

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