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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Dienstag, 18. Juli 2006

Vier Stunden Angst in der Steilflanke

Nußdorf (koe) - Nach vier bangen Stunden wurde am Dienstagabend eine Urlauberfamilie von Bergwacht und Polizei-Hubschrauber am Heuberg gerettet.

Die Eltern hatten sich mit ihren beiden jugendlichen Söhnen beim Abstieg in der steilen Westflanke des Berges verlaufen und konnten weder vor noch zurück. Die Bereitschaft Brannenburg war mit 15 Rettern im Einsatz.

Vom Inntal aus sieht er recht harmlos aus, der Heuberg mit seinen drei Gipfeln. Doch die Westseite mit ihren steilen Grasleiten und schuttgefüllten Gräben hat es in sich.

Das mussten die vier Bergwanderer aus Bad Salzungen leidvoll erfahren. Schon zum vierten Mal macht die Familie im Rosenheimer Raum Urlaub. Von Bad Feilnbach aus brach sie am Dienstag zum Heuberg auf, im Tourismusbüro in Nußdorf besorgte sich der Familienvater extra noch eine Wegskizze.

Dieser folgend stieg die Gruppe dann am Nachmittag vom so genannten Grasgipfel über die Bichler Alm Richtung Nußdorf ab. Doch die anfänglichen Markierungen verloren sich schnell und die vier ließen sich verleiten, in die steilen Grashänge abzubiegen.

Gegen 17 Uhr ging es schließlich nicht mehr weiter. Per Handy verständigte die Familie die Rettungsleitstelle, die Bergwacht Brannenburg rückte aus. Ein erster Überflug mit dem Rettungshubschrauber brachte kein Ergebnis, doch der zur Hilfe gerufene Polizei-Hubschrauber hatte die Wanderer schnell entdeckt und setzte mit der Winde einen Bergretter in der steilen Flanke ab.

Hauptsache gesund im Tal Die Bergung, die aufgrund der Steilheit und extremer Steinschlaggefahr nur aus der Luft möglich war, verzögerte sich dann noch einmal, weil wegen eines technischen Problems eine Ersatzmaschine gerufen werden musste. Erst um 21 Uhr hatten die vier Urlauber wieder festen Boden unter den Füßen.

Die Freude über die glückliche Rettung wurde auch nicht durch die Information getrübt, dass die aufwändige Bergungsaktion etwas kosten wird. «Hauptsache gesund im Tal», so die Urlauber, die sogar mit deutlich höheren Kosten gerechnet hatten, als sie von der ehrenamtlichen Bergwacht in Rechnung gestellt werden.

Berichte aus dem "Internet-OVB" vom Einsatz am "Heuberg" 18.07.2006

 

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