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Einsätze

Sonntag, 16. November 2008

Absturz eines Gleitschirmfliegers am Sulzberg

Brannenburg/Bad Feilnbach. Die Bergwachten Brannenburg und Bad Feilnbach mussten am Samstag um 16.30 Uhr zur Bergung eines Gleitschirmfliegers ausrücken, der beim Start vom Sulzberg in den Baumgipfeln hängen blieb und von dort abzustürzen drohte.

 Der 34-Jährige Pilot aus Unterhaching hatte bereits einen Startversuch hinter sich, den er aber wegen ungünstiger Windverhältnisse abbrechen musste. Beim zweiten Start blieb er dann auf Grund von leichtem Rückenwind direkt nach dem Abheben in den Baumgipfeln neben der Abflugschneise hängen.
Sein Schirm verfing sich dabei in einer Fichte. Der Flieger selbst blieb zum Glück unverletzt, konnte sich aber selbst aus seiner misslichen Lage über dem Boden hängend nicht mehr befreien. Andere Gleitschirmflieger, die noch am Gipfel waren, verständigten darauf die Rettungskräfte.
Zwei Bodenmannschaften der Bergwachten Brannenburg und Bad Feilnbach machten sich zur Unfallstelle auf. Zusätzlich wurde ein Rettungshubschrauber der Bundeswehr angefordert, der Bergwachtler von Bad Feilnbach aus mit einer  Baumbergestange zum Gipfel transportierte. Dieses Rettungsgerät kam aber nicht mehr zum Einsatz, da es dem Piloten unter Anweisung der Bergwachtkräfte gelang, selbst vom Baum zu klettern. Etwas frierend, der Gipfelbereich war bereits verschneit, und mit einem leichten Schock, aber ansonsten unverletzt, wurde der junge Mann dann mit dem Hubschrauber zum Tallandeplatz nach Bad Feilnbach gebracht. Auf diese Weise kam er wenigstens noch zu seinem geplanten Flug vom Sulzberg, den er sich allerdings etwas anders vorgestellt hatte.
Zusätzlich zum SAR-Hubschrauber der Bundeswehr war noch eine zweite Maschine
der Polizei im Einsatz, die wegen der eintretenden Dunkelheit zur Ausleuchtung der Unfallstelle nötig gewesen wäre. Dieser Hubschrauber konnte aber im Anflug auf den Gipfelbereich wieder abdrehen, da der Verunfallte bereits geborgen war. Der Tallandeplatz am Bergwachthaus in Bad Feilnbach musste durch Kräfte der Feuerwehr Bad Feilnbach abgesperrt und ausgeleuchtet werden.
Dank der schnellen Hilfe und der guten Zusammenarbeit von Einsatzkräften der verschiedenen Rettungsorganisationen ging der Unfall für den Paraglider noch einmal glimpflich aus. Ein längeres Hängen im Baum bei den kalten Temperaturen wäre für ihn zumindest kein allzu großes Vergnügen gewesen.
Thomas Meder

Autor: Brannenburg/Bad Feilnbach

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