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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

"Übung macht den Meister" (Unbekannt) und "Ein guter Abgang ziert die Übung" (Friedrich Schiller)

Speziell im Winter unterstützen wir als Dienstgemeinschaft zusammen mit der Bergwacht Augsburg die Kameraden der Bergwacht Oberstdorf in den Skigebieten rund um Oberstdorf im Rettungsdienst. Dazu gehört natürlich auch, dass ein Bergwächtler überdurchschnittlich gut Skifahren können sollte, um sicher am Einsatzort anzukommen. Und um das skifahrerische Können und die Skitechnik zu verfeinern, haben wir am Samstag einige Übungen am Söllereck gemacht. Unter den wachsamen Augen unseres Bergwachtkameraden und Skilehrers A. Ganzenmüller sind wir alleine oder in Zweiergruppen durch die einzelnen Übungen immer mehr ins Schwitzen gekommen - was durch die strahlende Sonne am wolkenlosen Himmel mit unterstützt wurde.

Neben "Blind"-Fahren, Verfolgungsfahren und einigen anderen Übungen kam auch das freie Fahren nicht zu kurz. Gerade zum Vertiefen der vorher gezeigten Übungen ein wichtiger Schritt, um die Techniken ohne Druck und ohne die Blicke unseres Skilehrers nochmals selbst zu erfahren und zu prüfen.

Aber nicht nur das sichere Skifahren gehört zu den Fertigkeiten eines Bergwächtlers. Immer mehr hält auch die Technik Einzug in die Skigebiete. Schon länger gehören Skidoo und Quad als Rettungsfahrzeuge zum Rettungsdienstsalltag auf der Piste dazu. Für beide gelten auf der Piste besondere Vorschriften und auch das Fahren der beiden Fahrzeuge ist, je nach Gelände, nicht ganz so einfach wie es am Anfang aussieht. PS und Geschwindigkeit sind eben auch nicht alles, um die Fahrzeuge sicher auf den Pisten zu bewegen. Es gehören vorausschauendes Fahren und taktisches Vorgehen am Einsatzort mit dazu. So hatten wir am Samstag zwischen dem Skitraining noch eine Einweisung auf dem Skidoo. Gar nicht so einfach, das Gefährt am Hang zu wenden - schnell entscheiden und dann die Wende. Wenn man zu lange zögert steht man hangaufwärts und kommt weder vor noch zurück. Gut, wenn man dann den Ausbilder bereits hinter sich sitzen hat. Erfahrung gehört eben auch dazu.

Die andere Gruppe hat währenddessen eine Übung mit dem Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS) im mittleren Teil der Piste durchgeführt. Auch das gehört zum Können einer Einsatzkraft dazu. Verschüttetensuche nach einem Lawinenabgang. Wir haben dazu im kleinen Rahmen einfach unsere LVS-Geräte am Rand der Piste vegraben. Schnell hat sich herausgestellt, dass die neuen modernen 3-Antennen Geräte schneller und effektiver bei der Suche sind.

Üben macht hungrig, und wer den ganzen Tag geübt hat, hat auch einen großen Hunger. So wurden großzügig Spaghetti eingekauft. Im Bergwacht-Depot in Oberstdorf haben wir gemeinschaftlich alles zubereitet und gegessen. Beim gemütlichen Beisammensein am Abend wurde dann noch so manche Anekdote aus der Vergangenheit erzählt.

Am Sonntag gings dann am Nebelhorn weiter: LVS-Suche, Recco-Suche (das ist eine Suchrtechnik nach Lawinenopfern, die ähnlich wie Radar funktioniert, sofern der Verschüttete einen Recco-Reflektor in oder an seiner Ausrüstung hat oder irgend ein elektronisches Gerät (egal, ob ein- oder ausgeschaltet), fahren mit dem Quad sowie fahren mit dem Akja. Zwei Oberstdorfer Berg- und Skiwachtler waren unsere Instruktoren.

Das Highlight an diesem Tag war das Akjafahren, was am Nebelhorn durchaus noch Bedeutung hat. In vielen anderen Skigebieten wird oft nur noch per Skidoo oder Quad zum Einsatzort gefahren. Am Nebelhorn ist das besonders in den Steilhängen nicht möglich. Sollte sich dort ein Unfall ereignen, so müssen wir mit dem Akja zum Verletzten fahren. Gar nicht so einfach und verdammt anstrengend, mit Patient im Akja abzufahren. Das vorangegangene Skitraining hat sich so bereits ausgezahlt.

Viel zu schnell waren die zwei Tage vorbei. Vielen Dank an die Bereitschaftsleitung für die Organisation und Betreuung der Übung, sowie an die Kameraden und Anwärter für die Teilnahme und Übungsbereitschaft!

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