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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Abgestürzte Person am Pürschling - 40 Bergwachtler aus dem ganzen Ammertal im Einsatz

Aufwändige Bergung eines Schwerverletzten gelingt mit vereinten Kräften

Am 25.10.2016, gegen 16.00 Uhr wurde die Bergwachtbereitschaft Unterammergau von der Integrierten Leitstelle Oberland alarmiert und über den Absturz einer Person im Pürschlinggebiet informiert. Ein Rückruf beim Mitteiler ergab folgenden Sachverhalt:

Ein 70-jähriger Jagdgast, der in Begleitung eines einheimischen Jägers unterwegs war, war bei schwierigen Wegverhältnissen an einer exponierten Stelle auf dem südseitigen Steig zwischen Pürschlinghäusern und Brunnenkopf ca. 50m weit über einen steilen felsdurchsetzten Hang abgestürzt. Dabei erlitt er schwerste Verletzungen.

Nachdem der Begleiter den Notruf abgesetzt hatte, konnte zügig eine erste Mannschaft der Bergwacht Unterammergau zur Unfallstelle ausrücken. Die intensive medizinische Versorgung des Schwerverletzten erfolgte unter Koordination zweier Bergwacht-Notärzte, die speziell für die Arbeit unter widrigen Umständen, wie es hier im absturzgefährdeten Gelände der Fall war, geschult sind. Strömender Regen und eine tiefhängende Wolkendecke machten zudem den Einsatz eines Rettungshubschraubers am Berg unmöglich. Es galt daher den Abtransport des Patienten mittels Gebirgstrage über den schmalen Steig zurück zum Pürschling zu organisieren. Dazu mussten rund  700m des Weges mit einem Seilgeländer abgesichert werden. Um diese enorm aufwändige und nicht ungefährliche Bergung durchführen zu können,  waren bereits frühzeitig auch die Nachbarbereitschaften der Bergwachten Oberammergau und Bad Kohlgrub zur Unterstützung alarmiert worden. Die Zusammenarbeit erfolgte Hand in Hand und war Garant für den reibungslosen Ablauf der Aktion: gegen 19:30 erreichte man mit dem Verletzten schließlich die Pürschlinghäuser und der Patient konnte zum Weitertransport in die Unfallklinik Murnau an ein Rettungsfahrzeug übergeben werden.

Da inzwischen bereits die Dunkelheit hereingebrochen war, stand auch die Freiwillige Feuerwehr Unterammergau bereit zum Einsatz, um gegebenenfalls das Gelände auszuleuchten, nachdem sie zuvor schon Transportfahrten von Einsatzkräften und Material übernommen hatte. Weitere Unterstützung erhielten die Retter vor Ort von der Crew des Christoph Murnau, sowie dem RTW aus Oberammergau, die unter anderem zusätzliches medizinisches Equipment zur Verfügung stellten. Der Begleiter des Verunglückten und die Angehörigen wurden von Mitarbeitern des Kriseninterventionsdienstes (KID) betreut.

Insgesamt waren an diesem Einsatz 40 Bergwachtfrauen- und männer der drei Ammertaler Bereitschaften, 2 Bergwachtnotärzte, 15 Mann der FFW Unterammergau, 3 Mitarbeiter vom KID, und die Mannschaften des Christoph Murnau und RTW Oberammergau beteiligt (die große Mehrzahl also im Rahmen eines Ehrenamtes!). Eine starke Gemeinschaftsleistung.

Autor: BW Unterammergau

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