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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Sonntag, 15. Juni 2014

Einsatzübung der Bergwacht Brannenburg

Gemeinsame Übung mit der Freiwilligen Feuerwehr Nußdorf am Inn

„Wanderer hörte Hilferufe im Bereich Kirchwald“, so lautete die Übungsalarmierung für die Mannschaft der Bergwacht Brannenburg am 30. Mai um 19.05 Uhr. Nachdem die Bergretter des zuerst eintreffenden Rettungsfahrzeugs von dem wartenden Wanderer eingewiesen worden waren, machten sie sich auf den Weg in das steile und unwegsame Waldgelände. Der schnelle Aufstieg zur vermuteten Unfallstelle überforderte jedoch, gemäß dem Übungsszenario, einen der Bergretter derart, dass er mit akuten Herzproblemen zum zweiten Patienten für die Einsatzkräfte wurde. Gleichzeitig konnte auch der Patient der ursprünglichen Alarmierung gefunden werden – er war bei Holzarbeiten unter eine stürzende Buche geraten, polytraumatisiert, eingeklemmt und bewusstlos.
Aufgrund dieser Meldung wurde die FFW Nußdorf am Inn vom Einsatzleiter Brannenburg zum Einsatz hinzugezogen um die Bergwacht bei der Bergung der eingeklemmten Person zu unterstützen. Dabei stellten die Bergretter das Vorankommen der Feuerwehreinsatzkräfte im Gelände sicher, während diese den eingeklemmten Patienten freischnitten bzw. ausgruben. Anschließend wurde die medizinische Versorgung durch den zwischenzeitlich eingetroffenen Bergwacht-Notarzt übernommen. Beide Patienten wurden für einen liegenden Abtransport vorbereitet und in der Gebirgstrage der Bergwacht verpackt bzw. auf dem Spineboard der FFW fixiert. Da der Abtransport am Geländerseil erhebliche Probleme bezüglich Wegführung und Sicherung dargestellt hätte, wurden zwei separate Ablassstände eingerichtet, um die Patienten und Rettungskräfte in direkter Falllinie von den beiden Einsatzstellen sichern zu können. So konnten die Verletzten zügig zur darunterliegenden Forststraße geborgen werden, wo das Rettungsfahrzeug der Bergwacht Brannenburg sie bereits für den Abtransport erwartete. Nachdem das gesamte Personal aus dem Gelände abgezogen war wurde die Übung beendet.

 

Im Anschluss an die Übung trafen sich alle Beteiligten im Feuerwehrhaus Nußdorf um gemeinsam Brotzeit zu machen und die Übung zu besprechen. Hierbei hoben sowohl Stefan Drexler von der FFW Nußdorf, als auch Andi Langenstraß und Stefan Schröcker von der Bergwacht Brannenburg die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Rettungskräfte hervor. Nur wenn man die Möglichkeiten und Grenzen der eigenen und der anderen Einsatzkräfte kenne, könne man auch in Zukunft effektiv zusammenarbeiten. In diesem Zusammenhang, aber auch bezüglich des gesamten Ablaufs, wurde die gemeinsame Übung von allen Verantwortlichen äußerst positiv bewertet.
Mein besonderer Dank gilt vor allem Stefan Drexler von der FFW Nußdorf für die fachmännische Hilfe bei der Organisation und Durchführung der Übung, sowie allen teilnehmenden Einsatzkräften der Feuerwehr Nußdorf und der Bergwacht Brannenburg.

Fotos und Text: Stefan Schröcker (Ausbildungsleiter BW Brannenburg)

 

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