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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Sommerrettungslehrgang 2013

Hinterstein, 15-20.06.2013

Auch in diesem Jahr haben zwei Anwärter der Bergwacht Bereitschaft Neu-Ulm von 15. bis 20. Juni am Sommerrettungslehrgang der Region Allgäu auf dem Prinz Luitpold Haus unterhalb vom Hochvogel erfolgreich teilgenommen.

Getreu dem Motto der Bergwacht Bayern „Zu jeder Zeit, bei jedem Wetter, in jedem Gelände!“ wurden theoretische und praktische Kenntnisse zu den Themenbereichen Sicherungstheorie und Ausrüstung, Verankerungen in Fels und Schnee, richtiges Gehen und Verhalten bei Sturz in Firn und Schnee, richtiger Umgang mit der Gebirgstrage und dem Bergesack, planmäßige Bergrettung, Einsatz von Dyneemaseilen, behelfsmäßige Bergrettung, Wetterkunde und Alpine Gefahren, Kartenkunde, Orientierung und Funkwesen erlernt.

Als absolute Highlights für alle Anwärter der Region Allgäu kamen noch die Ausbildung am Hubschrauber EC 155 der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim sowie die Nachteinsatzübung am Dienstag vor der Prüfung hinzu.

Schon am Samstagmorgen erwartete uns sonniges leicht bewölktes Wetter am Busbahnhof Hinterstein. Als die anderen Anwärter, insgesamt 25 und ein Gast, ein Pilot der Fliegerstaffel Oberschleißheim, eingetroffen waren, das Gepäck und die Anwärter auf die bereitstehenden Fahrzeuge verteilt waren, ging es auch schon los ins Hintersteiner-Tal zur Materialseilbahn des Prinz Luitpold Hauses.

Wir konnten uns noch nicht richtig vorstellen, was uns erwarten würde und so stiegen wir zügig und sehr schnell zum Luitpoldhaus auf. Das ging auch nur, weil keiner von uns die schweren Rucksäcke und Taschen tragen musste.

Oben angekommen hatten wir noch etwas Zeit bis zum offiziellen Beginn des Lehrgangs, und so bezogen wir unser Lager. Nach einem großen Mittagessen ging es dann auch gleich mit Sicherungstheorie und Ausrüstungskunde los. Anschließend wurden uns verschiede Verankerungsmöglichkeiten gezeigt, die in den kommenden Tagen erlernt werden sollten. Um sicher an die jeweiligen Übungsstellen zu gelangen, war es notwendig, das richtige Gehen und Sturzverhalten in Firn und Schnee zu lernen. Dies wurde uns im Schneefeld oberhalb des Luitpoldhauses vermittelt. Unter viel Gelächter und mit noch mehr Anlauf wurde auf dem Schneefeld gerutscht, bis Füße und Klamotten nass waren und uns das Abendessen zurück zur Hütte gerufen hat. Danach gab's noch mal Theorie.

Am sonnigen und heißen Sonntag wurden wir in Gruppen eingeteilt, die die jeweiligen Stationen Hochabseilstelle, Wiedemer-Rinne, behelfsmäßige Bergrettung und Verankerungsbau durchlaufen mussten. Wenn man beschäftigt ist, merkt man gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht! So auch an den Stationen. Jede Gruppe konnte nur jeweils zwei Stationen zwischen Frühstück, Mittag- und Abendessen abdecken und an diesen den praktischen Materialeinsatz üben.

Der Montag stand ebenfalls unter starkem Hochdruckeinfluss und so erwarteten wir die Ankunft des Hubschraubers EC 155 der Bundespolizei Fliegerstaffel Oberschleißheim. Nach der Landung und einer kurzen Einweisung durch die Besatzung ging es auch schon los, die ersten wurden zu unserem Abseilübungsort geflogen. Im Lauf des Tages folgten dann Einweisungen und Übungen mit der Rettungswindel, dem Bergesack und dem wichtigsten Hilfsmittel am Hubschrauber, der Winch. Den ganzen Tag Hubschrauberlärm - es gibt nichts Schöneres als Fliegen!

Der Dienstag begann ebenfalls mit viel Sonne, alle hatten inzwischen rote Köpfe oder Nacken oder die berüchtigte „Sonnenbrillen-Eule“. Nach einer kurzen Theorieeinlage brachen wir zu den restlichen Übungsstationen auf. Das Wetter verschlechterte sich zum Abend hin, was uns hoffen ließ, das die geplante Nachtübung doch ausfallen könnte. Es hat geregnet und gehagelt, aber nur bis kurz vor 19.30 Uhr, so dass die Nachtübung „Zu jeder Zeit, bei jedem Wetter, in jedem Gelände“ doch stattfinden konnte. Wir wurden in drei Gruppen eingeteilt und konnten nach einer Vorbesprechung unter einem herrlichen Abendrot und Wolken verhangenen Himmel den Einsatz starten.

Es war einfach „sauguat“! Nach dem langen und anstrengen Aufstieg zur Einsatzstelle „Kalter Winkel“ und dem anstrengenden Ablassen und Versorgen des Patienten, kamen auch wir nach fast 4 Stunden erschöpft zurück.

Wie sollen wir da morgen blos die Prüfung machen?

Kein Problem, mit Unterstützung von Sonne und Wind waren die Theorieprüfung und die anschließende praktische Prüfung ein Kinderspiel! Alle Stationen, von behelfsmäßiger Bergrettung bis hin zur geplanten Bergrettung mit Verankerungsbau, Dyneemaseil und Gebirgstrage, haben wir alle Prüfungsstationen erfolgreich bestanden!

An dieser Stelle herzlichen Dank an die Kameraden und Ausbilder aus unserer Bereitschaft und natürlich an unsere Kameraden vom Lehrgang und das Ausbilderteam der Region Allgäu für die Motivation, die Übungen und die rundum gute Betreuung!

Michael Braun, Tobias Baumann

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