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06.02.2008

Verletzter hängt am Haken

Mit einem Hubschrauber wurde der verletzte Wanderer abtransportiert. Foto: BW Grafenau
Bergwacht rettet 49-jährigen Wanderer vom Teufelsloch

 

Grafenau.   Zu einer spektakulären Rettung musste die Bergwacht Grafenau am Sonntag in die Wälder zwischen Lusen und Rachel ausrücken.

 

Gegen 12.14 Uhr ging der Alarm über Piepser von der Rettungsleitstelle Passau ein. Eine Wandergruppe war mit den Skiern zum Lusen unterwegs. In der Nähe des Teufelsloches stürzte ein 39-jähriger Teilnehmer und zog sich eine Schulterverrenkung zu. Über Handy wurde bei der Rettungsleitstelle Hilfe erbeten.

 

Binnen kürzester Zeit waren Otto Seidl, Christian Mies, Peter Mixa, Julia Scholz, Siegfried Stockbauer und Riedl Georg beim Bergwachhaus zum Einsatz bereit. Da Einsatzleiter Christian Mies Bescheid wusste, dass Dr. Bodo Strößenreuther und Matthias Stockbauer auf einer Skitour zwischen Rachel und Lusen unterwegs waren, stellte er zu beiden per Handy eine Verbindung her und beorderte sie zum Verletzten.

 

Eine Rettungsgruppe fuhr mit dem Motorschlitten von den Blauen Säulen in Richtung Teufelsloch und trafen dort die Kameraden. Da die Bergung aus unwegsamem Gelände mit konventionellen Geräten sich als sehr schwierig und zeitraubend erwies, wurde ein Hubschrauber mit Winde angefordert. Dieser kam aus Ingolstadt.

 

 In der Zwischenzeit wurde der Verletzte für die Bergung und den Transport ins Krankenhaus vorbereitet. Die Bergwacht ersuchte die Feuerwehr Waldhäuser um Hilfe zur Vorbereitung des Hubschrauber-Landeplatzes bei Feuerwehrhaus. Der Rettungshubschrauber landete auf der Strasse, nahm die Bergwachtmänner Stockbauer Siegfried und Matthias auf und flog dann zur Unfallstelle.

 

Die beiden Helfer seilten sich zum Verletzten ab, um ihn für das Aufwinden vorzubereiten. In der Zwischenzeit kehrt der Hubschrauber nach Waldhäuser zurück, da eine Landung an der Unfallstelle nicht möglich war. Der Verunglückte wurde später mit der Winde in den über den Baumwipfeln schwebenden Hubschrauber geholt, ebenso die beiden Helfer. Da der Verletzte aus Arnbruck stammte, wurde seinem Wunsch entsprochen und in das Krankenhaus Zwiesel geflogen.

 

Nach Abschluss der Rettungsaktion lud die Feuerwehr Waldhäuser die Hubschrauberbesatzung und Helfer der Bergwacht Grafenau zu Kaffee und Krapfen ein. Bei der Schlussbesprechung wurde der Bergwacht von der Hubschrauberbesatzung besonnene und mustergültige Arbeit bescheinigt.

 

Autor: BW Grafenau / kfl

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