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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Sonntag, 15. Februar 2015

Blockiert im Matheisenkar

Grainau/Höllental - Bergwacht Grainau und RK2 retten zwei Bergsteiger im Abstieg vom Jubiläumsgrat

Am Samstag, den 14. Februar 2015, wurde der Einsatzleiter der Bergwacht Grainau gegen 20.10 Uhr alarmiert. Zwei Bergsteiger hatten sich nach einer Begehung des Jubiläumsgrats fälschlicherweise für den Abstieg durch das Matheisenkar entschieden. Als das Drahtseil endete verloren sie aufgrund des Schnees die Orientierung und waren auf einem felsigen Absatz blockiert. Der Einsatzleiter forderte daraufhin einen Hubschrauber zur Rettung an. Aufgrund des dichten Nebels im Alpenvorland konnte aber keine der für Nachtflüge tauglichen Maschinen starten. Da eine bodengebundene Rettung mit einem enormen Zeitaufwand und Risiko in dem hochalpinen Gelände verbunden gewesen wäre und auch keinen Zeitvorteil gebracht hätte, entschied sich der Einsatzleiter die beiden 28-jährigen Bergsteiger aus Emskirchen und Langenzenn am frühen Morgen auszufliegen.

Am Sonntag traf gegen 7.15 Uhr der Rettungshubschrauber RK2 aus Reutte/Tirol am Tallandeplatz der Bergwacht Grainau ein. Zusammen mit einem Grainauer Bergretter machte sich dieser kurze Zeit später auf den Weg ins Höllental, wo die Bergsteiger schnell lokalisiert werden konnten. Da sie ihre Tour bereits am Freitag begonnen und ein Biwak auf dem Grat eingeplant hatten, waren sie entsprechend gut ausgerüstet (Schlafsack, Biwaksack, etc.) und hatten auch diese Nacht den Umständen entsprechend gut überstanden. Der Grainauer Bergretter wurde zusammen mit dem Luftretter des Hubschraubers an der Einsatzstelle abgesetzt. Nach dem Anlegen eines Rettungsdreiecks wurden alle Beteiligten in zwei Flügen ins Tal gebracht.

Insgesamt (Samstag und Sonntag) waren bei diesem Einsatz 8 Mann der Bergwacht Grainau, das Bergrettungsfahrzeug Grainau sowie der Notarzthubschrauber RK2 aus Reutte (Tirol/Österreich) etwa 3 Stunden lang gefordert.

Autor: Bergwacht Grainau

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