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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Freitag, 29. Juli 2016

Schulterverletzung am Höllentalferner

Grainau/Höllental - Bergwacht Grainau rettet am Gletscher ausgerutschten Bergsteiger

Am Freitag, den 29. Juli 2016, wurden der Einsatzleiter und die Mannschaft der Bergwacht Grainau um 9.43 Uhr alarmiert. Ein 45-jähriger Bergsteiger aus Aichach war beim Ausziehen der Steigeisen am Übergang vom Höllentalferner in den oberen Klettersteig ausgerutscht. Nach ca. 20 Metern konnte er den Sturz zwar stoppen, verletzte sich dabei allerdings an der Schulter.

Der Einsatzleiter forderte umgehend einen Notarzthubschrauber an. Etwa 15 Minuten nach Alarmierung traf der ADAC-Rettungshubschrauber Christoph Murnau am Tallandeplatz in Grainau ein und startete kurz darauf mit zwei Bergrettern ins Höllental. Die tief hängende, dichte Quellbewölkung verhinderte jedoch einen Anflug zur Unfallstelle. Parallel konnte ein Kamerad, der privat im Aufstieg war, telefonisch erreicht werden. Diese kümmerte sich daraufhin um die Erstversorgung und Betreuung des Patienten und dessen Begleiter.

Weitere Anflugversuche scheiterten und eine schnelle Wetterbesserung war nicht in Sicht, sodass ein Bergwacht-Notarzt angefordert wurde. Dieser fuhr zusammen mit einer weiteren Einsatzkraft gegen 11.30 Uhr mit der Seilbahn auf den Zugspitzgipfel und begann den Abstieg zum Gletscher. Außerdem wurden via Telefonalarmierungssystem weitere Einsatzkräfte für einen evtl. nötigen bodengebundenen Abtransport alarmiert. Um den Notarzthubschrauber nicht länger zu binden wurde dieser gegen 12 Uhr aus dem Einsatz entlassen und eine Transportmaschine bei der Integrierten Leitstelle Oberland angefordert.

Nach etwa 45 Minuten landete der SAR-Hubschrauber Landsberg 58 der Bundeswehr aus Penzing am Landeplatz der Bergwacht Grainau. Zwei weitere Kameraden wurden nach oben geflogen, um das mittlerweile am Patienten angekommene Notarzt-Team zu unterstützen. Kurz darauf öffneten sich die Wolken für einen kurzen Moment, welcher umgehend genutzt wurde, um den Patienten mit der Winde aufzunehmen und zur Versorgung in das Klinikum Garmisch-Partenkirchen zu fliegen. Somit blieb dem Verletzten ein langwieriger Abtransport erspart. Die übrigen Einsatzkräfte stiegen unter die Wolkengrenze ab und wurden in einem weiteren Flug ins Tal gebracht.

Insgesamt waren bei diesem Einsatz 8 Einsatzkräfte der Bergwacht Grainau, ein Bergwacht-Notarzt der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen, die Besatzungen des ADAC-Rettungshubschraubers Christoph Murnau und des SAR-Hubschraubers Landsberg 58 der Bundeswehr sowie das Bergrettungsfahrzeug Grainau etwa 5 Stunden lang gefordert.

Autor: Bergwacht Grainau

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