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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Samstag, 7. Juli 2012

Erfolgreicher Start der Arbeitsgemeinschaft Höhlenmedizin

UHINGEN (Lkr. Göppingen / Baden-Württemberg). Die Arbeitsgemeinschaft Höhlenmedizin des HRVD nahm am vergangenen Samstag schwungvoll ihre Arbeit auf.

Bei der Begrüßung durch Stefan Allich und Nils Bräunig wurden die Ziele der Arbeitsgemeinschaft nochmals betont:

Im ersten Schritt sollen Handlungsempfehlungen für ärztliches und nichtärztliches Personal zur Versorgung von Patienten in Höhlen erstellt und deutschlandweit bei den dem HRVD angeschlossenen Höhlenrettungen eingeführt werden. Später sind dann weitergehende medizinische Forschungen und Entwicklungen, sowie die Bereitstellung von Notfallempfehlungen für Höhlengeher geplant.

Aus ganz Deutschland waren die Ärzte und Höhlenretter angereist um sich nach kurzer Kennenlernrunde gleich an die Arbeit zu machen. Die Bergwacht Bayern war mit einem Bergwacht-Notarzt, zwei Höhlenrettern und zwei weiteren Notärzten vertreten.

Einigkeit herrschte darüber, dass die oft extremen Bedingungen in Höhlen eine angepasste medizinische Versorgung erfordern. Kälte, Schlamm, Wasser und ausgesetztes Gelände behindern die Versorgung; Engstellen, Schächte und generell unwegsames Gelände erschweren den Transport und ergeben zum Teil Stunden bis Tage dauernde Transportzeiten.

In einem chirurgischen und einem internistischen Themenblock wurden Erkrankungen und Verletzungen hinsichtlich der Behandlung und Konsequenzen für den Rettungsablauf durchgesprochen.

Bis zum nächsten Treffen im November sollen die Themen in einem internen Internetforum ausdiskutiert und Handlungsempfehlungen daraus entworfen werden.

Die Teilnehmer wurden von der Malteser Höhlenrettung während des Treffens hervorragend versorgt.

Autor: BW Bayreuth - Nils Bräunig

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