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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Mittwoch, 3. Mai 2017

Bergsteiger bricht am Hochstaufen-Jagersteig erschöpft zusammen

Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ und Bergwacht Bad Reichenhall fliegen 29-Jährigen aus Niedersachsen per Rettungstau ins Tal

BAD REICHENHALL/NONN – Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ und die Bergwacht Bad Reichenhall mussten am Mittwochnachmittag einen 29-jährigen Bergsteiger retten, der am Hochstaufen-Jagersteig in rund 1.500 Metern Höhe oberhalb des so genannten Sterns internistisch erkrankt und erschöpft am Ende seiner Kräfte zusammengebrochen war. Seine Frau, die mit ihm unterwegs war, hatte gegen 14.20 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf abgesetzt.

Während eine Fußmannschaft der Bergwacht über die Padinger Alm und den Pfarrerboden zur Buchmahd aufstieg, versuchte die Hubschrauber-Besatzung die Einsatzstelle anzufliegen, was zunächst wegen tief hängender Wolken nicht möglich war. In der Hochstaufen-Kaserne montierten sie ein Rettungstau am Hubschrauber, mit dem dann ein Luftretter zur Einsatzstelle geflogen wurde, der die beiden Bergsteiger sicherte. Alle drei wurden per Tau ins Tal geflogen, wobei eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes den 29-Jährigen übernahm und in die Kreisklinik Bad Reichenhall einlieferte. Der Einsatz dauerte knapp über eine Stunde.

Am Dienstagnachmittag kurz nach 16.20 Uhr musste die Bergwacht Ramsau zum Toten Mann in südlichen Lattengebirge ausrücken, wo auf der alten Rodelbahn auf dem Weg zum Hirschkaser ein 91-jähriger Reichenhaller mit seinem Elektro-Rollstuhl aufs Bankett geraten und einige Meter abgestützt war. Die Bergretter versorgten den Mann und forderten den Berchtesgadener Notarzt nach, da der Verunfallte über starke Schmerzen klagte. Die Einsatzkräfte brachten den Mann dann auf den Weg zurück und fuhren ihn bis zur Straße, wo ihn die Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernahm und in die Kreisklinik Bad Reichenhall einlieferte. Am Sonntag gegen 15.20 Uhr musste die Bergwacht Ramsau auf den Weg unterhalb des Wimbachschlosses ausrücken, wo eine Frau mit umgeknickten Fuß nicht mehr weiterkam.

Am Sonntag gegen 12.30 Uhr rückten die Bergwacht Marktschellenberg und der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes zum Roßfeldgipfel aus, wo eine 34-jährige Salzburgerin mit einer schweren Schulterverletzung medizinische Hilfe brauchte. Die Frau wurde vom Berchtesgadener Notarzt medizinisch versorgt, von der Bergwacht bis zur Straße gebracht und per Rettungswagen in die Kreisklinik Berchtesgaden eingeliefert.

Am Samstag gegen 11.15 Uhr wurden Bergwacht und Wasserwacht zum Obersee alarmiert, wo ein Hund ins Wasser gefallen war; das Herrchen, das ihn retten wollte, hatte sich verstiegen, brauchte dann aber keine Hilfe mehr, so dass sie Einsatzkräfte noch auf der Anfahrt wieder umkehren konnten.

Bereits am vergangenen Montag (24. April) ging gegen 17.45 Uhr bei der Leitstelle Traunstein ein Notruf ein, da eine dreiköpfige Bergsteiger-Gruppe, bestehend aus einem Österreicher und zwei Amerikanern, am Hochstaufen nach dem Aufstieg über den winterlichen Jagersteig den eingeschneiten Weg zum Abstieg über die Bartlmahd nicht finden konnte. Die Reichenhaller Bergwacht gab ihnen telefonisch Tipps, so dass sie sicher ins Tal kamen.

Der erneute, späte Wintereinbruch im April und die ungewohnt kalte Witterung haben während der vergangenen Tage in den heimischen Bergen für viel Neuschnee gesorgt. „Was die Skibergsteiger freut, macht den Wanderern das Leben schwer, die bereits auf den Sommer eingestellt sind, aber mit Schwierigkeiten und Gefahren konfrontiert werden, denen sie sonst nicht ausgesetzt sind und mit denen sie wenig oder gar keine Erfahrung haben; es ist rutschig, es drohen Lawinen, Nassschneerutsche und Steinschlag und der teilweise tiefe Schnee weicht durch die Sonneneinstrahlung auf, so dass man einsinkt – ansonsten einfache Touren fordern damit wesentlich mehr Kondition, Können und zusätzliche Kleidung. Vor allem auf den ins Gelände gegrabenen Wegen und Steigen hält sich der Schnee, was vom bereits grünen Tal aus aber oft nicht zu sehen ist und unterschätzt wird“, warnt Bergwacht-Pressesprecher Marcus Goebel.

Autor: BW Rei E 06__2017

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