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Dienstag, 4. Oktober 2016

Menschleben im Vordergrund - Digitalfunk ist online

Das digitale Zeitalter hat die Rettungs-und Hilfsorganisationen im Landkreis erreicht

BERCHTESGADENER LAND (mp) - Das digitale Zeitalter hat die Rettungs-und Hilfsorganisationen im Landkreis erreicht. Am Dienstagvormittag fiel der offizielle Startschuss für den Echtbetrieb im Landratsamt Berchtesgadener Land. Landrat Georg Grabner erläuterte kurz die vielen Vorteile des Digitalfunks: "Die Abhörsicherheit ist ein ganz großer Vorteil. Auch ist die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Rettungs-und Hilfsorganisationen durch den Digitalfunk um einiges leichter als früher." Damit wird nach gut zwei Jahren intensiver Testphase von der bisherigen analogen auf die digitale Funktechnik umgestellt. Sie wird im Bereich der Integrierten Leitstelle Traunstein zur Anwendung kommen. Diese betreut auch die Landkreise Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf.

Bereits im April ist der Digitalfunk bei der Polizei im Verbandsgebiet eingeführt worden. Nun sind alle Blaulicht-Organisationen im neuen digitalen Netz vertreten. Der Digitalfunk bedeutet eine wesentliche Verbesserung der Sicherheit für die Einsatzkräfte bei Gefahrensituationen. Alle Anwesenden freuen sich über die neue Technik und deren gute Verfügbarkeit.

Nach über zwei Jahren intensiver Projektarbeit und einer ausgiebigen Testphase funken zukünftig Polizei, Rettungsdienste und alle anderen Rettungs-und Hilfsorganisationen digital. "Davon abgesehen war der Analogfunk ein Auslaufmodell, und es wurde auch immer schwieriger Ersatzteile zu bekommen", so Grabner weiter. In intensiver Absprache zwischen den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn und Traunstein legte Landrat Siegfried Walch, Vorsitzender des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF), als Startzeit Dienstag, 4. Oktober, 8 Uhr fest. Bereits Mitte April startete die Nutzung des Digitalfunks bei den polizeilichen Einheiten im Verbandsgebiet. Damit werden jetzt alle Organisationen im neuen digitalen Netz funken. Im Januar 2014 fiel der Startschuss zur Einführung des Digitalfunks im Bereich der Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn und Traunstein. Unter Federführung des ZRF Traunstein war unter Beteiligung aller betroffenen Organisationen eine regionale Projektgruppe gegründet worden, die sich mit allen relevanten Themen beschäftigte, um die Einführung des neuen zukunftsweisenden Funksystems reibungslos umsetzen zu können. So mussten beispielsweise die taktischen Konzepte sowie eine europaweite Ausschreibung zur Beschaffung der Funkgeräte erarbeitet werden. In der Folge wurde die Integrierte Leitstelle (ILS) Traunstein technisch für das neue Funksystem ertüchtigt. Für die Verwaltung und Betreuung der neuen Technik wurde in den Räumen der Geschäftsstelle des ZRF eine neue Dienststelle, die sogenannte Taktisch-Technische Betriebsstelle (TTB) geschaffen. Notruf im Ernstfall mit GPS übermittelt Durch das Bayerische Innenministerium wurden zeitgleich die Infrastruktur des Digitalfunknetzes in Auftrag gegeben und die Sendestandorte - etwa 45 in den vier Landkreisen - errichtet und vernetzt. Bereits am 13. Juni wurde der Rettungsdienst in den vier Landkreisen auf Digitalfunk umgestellt. In dieser vorgeschalteten Test- und Pilotphase wurden bereits sehr gute Erfahrungen in der Anwendung der neuen Funktechnik gemacht. Besonders die hervorragende Sprachqualität und die flächendeckende Netzverfügbarkeit bilden hierbei einen Quantensprung gegenüber der bisher zur Verfügung stehenden analogen Funktechnik. Eine wesentliche Verbesserung der Sicherheit für die Einsatzkräfte ist die Notruf-Funktion bei den Digitalfunkgeräten. Bei einer Gefahrensituation für die Einsatzkräfte werden durch Drücken des Notrufknopfes sofort ein Alarmruf mit höchster Priorität in der ILS angezeigt und die Positionsdaten (GPS) übermittelt, so dass von der Leitstelle schnellstmöglich die geeigneten Maßnahmen zur Unterstützung eingeleitet werden können. Einen solchen kritischen Fall gab es bereits am 13. Juli, als Einsatzkräfte durch einen Patienten mit psychischer Erkrankung mit einem Messer bedroht wurden. Im Oktober 2015 konnten dann das Digitalfunknetz für erste Tests in Betrieb genommen, die Schulungsmaßnahmen für die 12.000 Endanwender gestartet und der Einbau in die Einsatzfahrzeuge begonnen werden. In den vier Landkreisen wurden über 1.000 Einsatzfahrzeuge mit der neuen Funktechnik ausgestattet. In den nächsten Wochen werden noch letzte Restarbeiten erledigt.

Autor: BW Rei N07__2016

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