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Bergwacht Lam "fit" für die Wintersaison

Lamer Bergretter trainierten am Arber

Lam/Arber. Die Schneefälle der letzten Woche kamen pünktlich zum Winteranfang schaffen herrliche Wintersportbedingungen. Die Skigebiete öffnen ihre Lifte bei guten Pistenverhältnissen am Voithenberg, am Hohenbogen, in St.Engelmar und am Gr. Arber. Ebenso sind überall frische Loipen für die Skilangläufer gespurt.

Die Wintersportzeit ist aber auch die Hochsaison für die Einsatzkräfte der Bergwacht. In keiner anderen Zeit im Jahr ist so extrem gefordert wie in dieser. Schon seit September läuft bei der Bergwacht Lam wieder die Ausbildung für den Winterdienst. Dabei bereiten sich die Lamer Bergretter auf die Notfälle beim Vorsorgedienst im Skigebiet am Gr. Arber vor. Am vergangenen Wochenende nutzten die Einsatzkräfte die idealen Bedingungen für eine umfassende Praxisausbildung auf Piste und im Gelände.

Dabei wurde die Versorgung von typischen Wintersportverletzungen und die Lagerung des Patienten im Akia auf der Piste geübt. Im Speziellen wurde auf die Versorgung von schwer unterkühlten Patienten eingegangen. Um eine weitere Auskühlung bei Rettung im Gelände zu verhindern, werden diese in eine „Hibler-Packung“ gelagert. Dies ist ein spezieller Schichtaufbau von Rettungsfolie und mehreren Decken. Dabei muss von den Bergrettern äußerst schonend vorgegangen werden um den sogenannten „after-drop-Effekt“ (Bergungstod) zu verhindern. Durch die Bewegung der Extremitäten fließt kaltes Blut aus der äußeren Körperschale in den Körperkern zurück und lässt die Körperkerntemperatur noch schneller abfallen oder verursacht Herzrhythmusstörungen. Beides kann zum Tod es Patienten führen.

Da jedes Jahr die Zahl von Wintersportlern abseits präparierter Pisten zunehmen, war ein weiterer wichtiger Schwerpunkt die Rettung mit dem Akia aus dem steilen und unwegsamen Variantengelände. Zur Sicherheit von Patient und Einsatzkräfte wird dabei der Akia an einer Aufhängung durch ein Seil gesichert. So können schwierige und gefährliche Geländepassagen sicher überwunden werden.

Bei den idealen Schneebedingungen konnten den Bergwachtanwärtern auch grundlegende Alpin-Kenntnisse in der Lawinenverschüttetensuche gegeben werden.

Bei einer ausgiebigen gemeinsamen Brotzeit in der warmen Diensthütte auf der Arberebene konnten noch der ein oder andere Programm abschließend durchgesprochenen werden.

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