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Mittwoch, 23. April 2014

Einsätze an Ostern am Tegelberg, Säuling und Pilgerschrofen

Schlechte Witterung und Ausrüstung wird mehreren Wanderern zum Verhängnis.

An Karfreitag mussten mehrere Wanderer zum Tegelberghaus gebracht werden. Gegen 17:30 Uhr am Karfreitag erfolgte die Alarmierung der Bergwacht Füssen. Auf dem Weg von der Marienbrücke zur Tegelberg-Bergstation kamen zehn Wanderer nicht mehr weiter. Grund hierfür war der einsetzende starke Schneefall, Wolken und Nebel bis hinunter zur Talstation.

Nach Rückruf beim Alarmierenden war klar: Die Wanderer sind unverletzt, kommen jedoch weder vor noch zurück. Sechs Bergretter der Bergwacht Füssen stiegen von der Tegelberg-Bergstation ca. 200 Höhenmeter, Richtung Marienbrücke, den Wanderern entgegen ab und erreichten diese. Zusammen mit den Wanderern begann der Weg zurück zur Bergstation der Tegelbergbahn. Ein Stück des Weges wurde mit einem Seilgeländer präpariert. Anschließend beging ein Wanderer nach dem anderen einzeln in Begleitung eines Bergretters gesichert diese Passage. Aufgrund der schlechten Ausrüstung, der Erschöpfung, Kälte und Nässe rutschten mehrere Wanderer in die Seilsicherung, blieben aber unverletzt. Gegen 19:30 Uhr waren mit dem letzten Tageslicht alle Wanderer sicher im Tegelberghaus angekommen und wärmten sich auf.

Beim Durchzählen stellten die Bergretter erstaunt fest, dass aus den 10 mittlerweile 12 Gerettete geworden waren: zwei weitere, nicht zur ersten Gruppe gehörende Wanderer waren während des laufenden Einsatzes hinzugekommen und nahmen die Hilfe der Bergwacht dankend an. Alle Geretteten übernachteten im Tegelberghaus.

Am darauffolgenden Ostersonntag erreichte die Bergwacht ein weiterer Notruf. Gegen 20:45 Uhr bekam der diensthabenden Einsatzleiter eine Meldung über drei festsitzende Bergwanderer im Bereich Säuling/Pilgerschrofen. Die Bergwanderer waren für die herrschenden Witterungsverhältnisse schlecht bekleidet. Sie trugen nur Turnschuhe, keine Jacke und keine Handschuhe. Die Rettungsmannschaft teilte sich auf: Eine Mannschaft marschierte im Dunkeln zu Fuß zur Unglücksstelle. Die andere Teil flog mit dem SAR-Hubschrauber der Bundeswehr zu den festsitzenden Bergwanderern. Der Fußtrupp und der SAR- Hubschrauber trafen gleichzeitig gegen 21:45 Uhr an der Einsatzstelle ein. Die Bergwanderer wurden mittels des SAR-Hubschraubers und Hubschrauberwinde geborgen.

 

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