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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Donnerstag, 16. Februar 2012

Lawinenabgang an der Alpspitze in Nesselwang

Am 16. Feb. wurde gegen 16 Uhr die Bergwacht bzw. Skiwacht in Nesselwang alarmiert. Das Lagebild war ein Lawinenabgang mit einer verschütteten Person.

Sofort machte sich der diensthabende Skiwachtmann und die alarmierte Mannschaft der Bergwachtbereitschaft Nesselwang auf die Suche nach der verschütteten Person und seinem Kollegen.

Zunächst war der genaue Ort der Lawine nicht klar.

Mithilfe der Bodenmannschaft und der Absuche durch den Rettungshubschrauber Christoph 17 konnten die beiden Snowboarder östlich der oberen Skiabfahrt, in einer steilen Rinne (Bereich "schwarz Ries"), lokalisiert werden.

Aufgrund des erheblichen Neuschnees war die größte Gefahr, dass es zu Auslösung einer Nachlawine kommen kann und die Rettung gefährdete. Deshalb konnten sich die Retter nur langsam und mit höchste Vorsicht dem Verschütteten nähern.

Der 25jährige Snowboarder aus dem Raum Baden-Württemberg war komplett verschüttet. Nur das Gesicht war mehr oder weniger frei, sodass er glücklicherweise atmen konnte. Er konnte sich nicht mit eigener Kraft befreien. Sein Kollege traute sich auch nicht zu dem Verschütteten.

Erst als die ersten Bergwachtler vor Ort waren, konnte der Verschüttete vorsichtig ausgegraben werden.

Der Notarzt wurde mittels Bergetau zum Verschütteten gebracht. Nach kurzer Versorgung flog der Rettungshubschrauber den Notarzt mit Verschütteten aus.
Da der Verschüttete erheblich unterkühlt war, wurde er ins Klinikum Kempten geflogen.

Der Freund blieb unverletzt und kam mit dem Schrecken davon. Dieser wurde von den Rettern versorgt und vorsichtig zur Skipiste geleitet und dann weiter ins Tal verbracht.

Die alarmierten Mitglieder der Lawinenhundestaffel Allgäu mussten glücklicherweise nicht auf die Lawine.

Beide Snowboarder waren sich der Lawinengefahr (Lawinenwarnstufe 4) nicht bewußt. Sie waren auch nicht mit der notwendigen Lawinenausrüstung für die Kameradenhilfe ausgestattet.

Es waren insgesamt 15 Bergwachtler aus Nesselwang, 7 Retter aus Pfronten, 5 Hundeführer der Hundestaffel Allgäu und 5 Beamte der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei im Einsatz.

Autor: BW-Nesselwang

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