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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Samstag, 30. August 2014

Zwei Bergsteiger am Hindelanger Klettersteig gerettet

Nächtliche Rettungsaktion durch Bergwacht und Polizeihubschrauber

Am Freitagabend um 19:30 ging bei der Leitstelle Allgäu eine Meldung über zwei erschöpfte Bergsteiger am Hindelanger Klettersteig ein. Diese alarmierte daraufhin die Bergwachten Bad Hindelang und Hinterstein. Der Einsatzleiter konnte telefonisch Kontakt zu den beiden aufnehmen, die Verbindung war allerdings sehr schlecht, so dass der genaue Standort nicht eindeutig geklärt werden konnte. Da davon ausgegangen werden musste, dass sich die Anrufer noch im hochalpinen Bereich des Klettersteigs befinden und der Gesundheitszustand nicht klar war, wurde eine große Mannschaft in das Einsatzgebiet geschickt. Die Wetterverhältnisse mit Nebel, Regen und Dunkelheit verhinderten zunächst den Einsatz eines Rettungshubschraubers.

Um kurz nach 22 Uhr erreichten die ersten Retter die Einsatzstelle auf gut 2000m am sogenannten Koblatsee, wohin die 42- und 54 jährigen Männer noch selbständig abgestiegen waren. Der Jüngere der beiden war extrem erschöpft und leicht unterkühlt, konnte aber mit Unterstützung der Retter langsam zum Engeratsgundsee auf 1900 m laufen, wo eine weitere Mannschaft mit Gebirgstrage wartete. Um ca. 0:30 wurde die Stelle erreicht.

Da sich das Wetter in der Zwischenzeit besserte, wurde vom Einsatzleiter ein nachtflugtauglicher Polizeihubschrauber angefordert. Dieser konnte bei absoluter Dunkelheit in zwei Flügen die beiden Patienten, Material und einen Teil der Einsatzmannschaft am Engeratsgundsee aufnehmen und nach Hinterstein fliegen. Der Rest der Mannschaft stieg zu Fuß bis zur Käseralpe ab und fuhr mit den Einsatzfahrzeugen nach Hinterstein, wo sie gegen 3 Uhr früh eintrafen. Die Geretteten wurden vorsorglich zur Untersuchung in eine Klinik gebracht. Dank der professionellen Hubschrauberbesatzung wurde allen Beteiligten ein weiterer, langwieriger Abstieg in´s Tal erspart. Um halb Vier war der Einsatz für die 20 Bergretter aus Bad Hindelang und Hinterstein beendet.  

 

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