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Montag, 9. November 2015

Schönstes Herbstwetter fordert nochmals die Bergwacht Oberstdorf

Viele Wanderer und Bergsteiger am Wochenende unterwegs

Das traumhafte Wetter am vergangenen Wochenende nutzen nochmals viele Wanderer und Bergsteiger für die vielleicht letzte Sommertour in den Oberstdorfer Bergen.

Am Freitagmittag um 12:45 Uhr hatte sich ein Bergsteiger im Bereich Höfats Ostgipfel an der Schulter verletzt und benötigte Hilfe. Der Einsatzleiter der Bergwacht wurde mit dem Rettungshubschrauber CHR 17 in die Nähe der Einsatzstelle geflogen. Anschließend wurde am Hubschrauber das Bergetau angebracht und der Verletzte konnte mit dem Bergretter geborgen und ins Tal zur Einsatzwache geflogen werden. Von dort wurde er mit einem Rettungsfahrzeug ins Krankenhaus zur weiteren Behandlung gefahren.

Am Samstagnachmittag kam eine weitere Alarmierung für die Bergwacht Oberstdorf von der Höfats. Ein Bergsteiger stieg vom Höfats-Ostgipfel in Richtung Gufel ab und verfehlte den Weg. Er war sich dann nicht mehr sicher wie er den Weiterweg fortsetzen sollte und setzte den Notruf ab. Ebenfalls mit dem Rettungshubschrauber CHR 17 wurde der Einsatzleiter zu der Einsatzstelle geflogen. Von dort konnte der unverletzte Bergsteiger gerettet und sicher ins Tal gebracht werden.

Am Sonntagvormittag gegen 09:45 Uhr benötigte ein Wanderer im Gaißbachtobel Hilfe. Er hatte Kreislaufprobleme und einen Krampfanfall und konnte den Weiterweg nicht mehr fortsetzen. Die Bergwacht Oberstdorf fuhr mit dem Einsatzfahrzeug und in Begleitung eines Notarztes der Landrettung zur Einsatzstelle. Dort konnte der Patient medizinisch erst versorgt werden und dann ins Tal zum bereitstehenden Rettungswagen der Landrettung gefahren werden.

Ebenfalls am Sonntag nachmittags gegen 14:30 Uhr wurde die Bergwacht Oberstdorf zu einem weiteren und anfangs unklaren Einsatz gerufen. Ein Bergsteiger der am Muttler unterwegs war meldete, dass er Hilfeschreie höre, er konnte aber keine verletzte oder abgestürzte Person sehen. Er gab an, dass die Rufe aus dem Bereich Kratzer oder evtl. Trettach kommen könnten. Der Verdacht bestätigte sich, da eine andere Wandergruppe die südseitig des Kratzers unterwegs war ebenfalls unklare Hilferufe aus diesem Bereich meldete. Auch diese konnten leider nicht genau beschreiben von woher die Rufe kamen. Inzwischen forderte der Einsatzleiter zur Klärung und Unterstützung bei der Suche einen Hubschrauber der Polizei an. Der Hubschrauber Edelweiss 8 kam gegen 15:30 Uhr zur Einsatzwache der Bergwacht und nahm den Einsatzleiter mit an Bord. Um 15:50 Uhr wurde der abgestürzte Patient gesichtet. Der Bergretter wurde abgesetzt und konnte zum Verletzten gelangen. Zwischenzeitlich wurde der Rettungshubschrauber CHR 17 nachalarmiert, um den dringend benötigten Notarzt zur Unterstützung  an die Einsatzwache nach Oberstdorf zu bringen. Von dort wurde er vom Hubschrauber der Polizei aufgenommen und ebenfalls in die Nähe des Patienten gebracht. Der Bergretter sicherte den Notarzt mit Seilunterstützung zur Unfallstelle. Aufgrund der schweren Verletzungen die sich der Patient bei seinem Absturz über ca. 30 Meter zugezogen hatte, musste dieser medizinisch aufwändig versorgt und für die Bergung vorbereitet werden. Mit Hilfe der Rettungswinde des Polizeihubschraubers konnte der Verletzte dann gegen 16:45 Uhr mit dem Notarzt direkt in die Maschine gewincht werden. Der Verletzte wurde an der Einsatzwache der Bergwacht in den CHR 17 umgelagert und ins Krankenhaus nach Immenstadt geflogen. In einem weiteren Anflug wurde der Einsatzleiter der Bergwacht an der Unfallstelle bei fast letztem Tageslicht abgeholt  und zurück ins Tal geflogen. Mit Sonnenuntergang war dann "Feierabend" für die Oberstdorfer Bergetter und die Kollegen der Luftrettung.

Autor: Bernhard Böck

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