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Dienstag, 4. November 2014

Feierliche Eröffnung der Bergrettungswache Oberelsbach mit Regionalgeschäftsstelle

Von der Standortbewertung bis zur Bergrettungswache Oberelsbach: Nun fand die feierliche Einweihung mit Segnung durch Pfarrer Andreas Bosl statt.

Oberelsbach (mch) „Zu jeder Zeit – bei jedem Wetter – in jedem Gelände“, so lautet der Leitspruch der Bergwacht, an dem sich die neue Bergrettungswache in Oberelsbach ebenso orientieren wird. Dass die Arbeit der Einsatzkräfte der Bergwacht eine riesige Wertschätzung erhält, zeigt allein die Tatsache, dass sämtliche Mandatsträger der Politik, Verbände und Hilfsorganisationen der Segnung des neuen Domizils der Bereitschaften Oberelsbach und Fladungen sowie der Regionalgeschäftsstelle, die bisher in den Räumlichkeiten des Kreisverbands des Bayerischen Roten Kreuzes untergebracht war, beiwohnten.

„Gerade im ehrenamtlichen Bereich ist die Bergwacht ein äußerst wichtiger Eckpfeiler im Bereich des Bayerischen Roten Kreuzes“, so Festrednerin Birgit Erb, die nicht nur als Erste Bürgermeisterin die besten Wünsche überbrachte, sondern auch als stellvertretende Kreisvorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes. Freiwillige Mitarbeit sei keine Selbstverständlichkeit, sondern verdiene in hohem Maße Anerkennung von der Gesellschaft, die sich auf deren Hilfe in Notlagen verlassen kann, wie dies erst letzte Woche beim Rettungseinsatz am Silbersee erlebt werden konnte. Erb betonte das partnerschaftliche Verhältnis zwischen dem Kreisverband Rhön-Grabfeld des Bayerischen Roten Kreuzes und der Bergwacht Rhön-Spessart und blickte in ihrer Festrede auf die lange Historie von der Standortsuche im Jahr 2008 bis zur jetzigen Segnung der Bergrettungswache zurück.

Nicht verhehlen wollte sie, dass zu Beginn der Strukturbewertung Oberelsbach als Standort noch gar nicht vorgesehen war. Letztendlich waren sich die regionalen Beteiligten, hier vor allem die Verantwortlichen der Bergwacht-Bereitschaften Oberelsbach und Fladungen mit dem Regionalleiter der Bergwacht Rhön-Spessart Bruno Büchs und der politischen Gemeinde einig, dass es keine Alternative zum Standort Oberelsbach gab, welcher zentral zu allen touristischen Einrichtungen in der Langen Rhön liegt.

Der Regionalleiter der Bergwacht Rhön-Spessart Bruno Büchs zeigte sich in seiner Ansprache äußerst glücklich darüber, dass die Suche nach einem Standort seit 2008 nun zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht wurde. Er blickte zurück auf die „Feuertaufe“, die die Bergwacht-Bereitschaft Oberelsbach in der letzten Woche bestanden hat, als Einsatzkräfte der Bergwacht bereits 15 Minuten nach Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle am Einsatzort Silbersee waren, was dem Verletzten zu Gute kam. Dazu hatte er die Ehre, zahlreiche namhafte Mandatsträger der Politik, Verbände und Hilfsorganisationen begrüßen zu dürfen.

Allen voran den Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Inneren Gerhard Eck, der die Einsatzkräfte zu einem „wunderschönen Gebäude“ gratulierte. Es verdiene „Respekt und Anerkennung“, wenn es Bürger gibt, die sehen, dass sie nicht nur alleine auf der Welt sind, sondern ihre Zeit und ihre Kraft dafür aufwenden, anderen in Notlagen zu helfen. Durch die Veränderung im Freizeitverhalten der Deutschen stellen sich auch für die Einsatzkräfte der Bergwacht immer neue Herausforderungen. Ausdrücklich lobt Eck den Einsatz von Bürgermeisterin Birgit Erb für die Bergrettungswache: „Dort wo jemand mit anpackt, bewegt sich etwas“, sagt er und stellt fest: „Oberelsbach hat sich ausgezeichnet entwickelt.“

Als Landtagsabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Roten Kreuzes Bad Kissingen lobte Sandro Kirchner die neue Bergrettungswache und deren ehrenamtliche Helfer. Die Bergwacht-Bereitschaft sei in Oberelsbach absolut sinnvoll stationiert. Von hier aus könne das gesamte Spektrum an Aufgaben der Bergwacht vortrefflich abgearbeitet werden.

Der Bereitschaftsleiter der Bergwacht-Bereitschaft Oberelsbach Sebastian Wappes zeigte sich stolz und glücklich, dass der Umzug der Bereitschaft Oberelsbach mit dieser Eröffnung nun offiziell abgeschlossen sei. Mit ihm freute sich Norbert Heiland, der Vorsitzende der Bergwacht Bayern, der die Bereitschaften Oberelsbach und Fladungen zu ihrer neuen Wache herzlich gratulierte. Eine Organisation dürfe stolz sein, wenn sie eine solche Wache mit solch engagierten Mitgliedern in ihren Reihen habe.

Für die Polizei sprach der Leiter der Polizeiinspektion Bad Neustadt Uwe Sauer, der die hervorragende Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen betonte und die hohe Kompetenz der Bergwacht, auf die stets gerne zurück gegriffen wird. Im Namen des Bezirksverbandes Unterfranken des Bayerischen Roten Kreuzes dankte Eduard Lintner allen Helfern und Mitarbeitern, die zu diesem Gemeinschaftswerk beigetragen haben. „Das Rote Kreuz ist stolz auf seine Bergwacht!“

Auf die Standortbewertung folgte eine lange Zeit der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Mit der Anmietung des neuen Anbaus am Verbrauchermarkt tegut wurde letztlich eine gute Lösung gefunden, die allen Anforderungen gerecht wird.

Im Jahr 2013 hat der Marktgemeinderat Oberelsbach einen jährlichen Zuschuss von 1.800 Euro als freiwillige Leistung zur Unterhaltung der Räumlichkeiten der Bergrettungswache in Oberelsbach beschlossen. Der Kreisverband Rhön-Grabfeld des Bayerischen Roten Kreuzes gab einen Baukostenzuschuss, die restlichen Kosten für die Baumaßnahme und den Betrieb werden von der Bergwacht-Bereitschaft Oberelsbach, der Bergwacht-Region Rhön-Spessart sowie der Bergwacht Bayern getragen.

 

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