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Dienstag, 14. Januar 2014

Wasser & Feuer - 2013 Die Hauptthemen der Bergretter der BW Wolfstein

Die Mitglieder und Freunde haben im Rahmen der Weihnachsfeier der Bergwacht Wolfstein auf ein ereignisreiches Bergwachtjahr 2013 zurückgeblickt. Die Bergretter aus Freyung und Mitterfirmiansreut, waren neben den normalen Rettungen von Wanderern und Skifahren durch das Jahrhunderhochwasser und den Waldbrand am Fahrenberg extrem gefordert ....

Mitterfirmiansreut: Nach der Begrüßung aller Mitglieder, Angehörigen und Freunden der Bergwacht Wolfstein konnte Christian Kerschbaum, seines Zeichens  Leiter der Bergwacht Wolfstein als Ehrengäste Sepp Hutter, stellv. Regionalleiter der Bergwacht Bayerwald sowie  Manfred Kasper, Ehrenbereitschaftsleiter der Bergwacht Wolfstein begrüßen.

Anschließend wurde mit einigen wenigen Worten aufgezeigt, wie schlagkräftig und zugleich gefordert die Bergwacht Wolfstein in diesem  Jahr war:

Jahrhunderthochwasser in Deggendorf:

In den Morgenstunden des 04. Juni 2013 wurde die Bergwacht Wolfstein zusammen mit anderen Bergwachten aus ganz Bayern zur Hochwasserhilfe nach Deggendorf gerufen.

Sofort machte sich ein Einsatzteam geführt von unserem Einsatzleiter Willi Dick mit unserem gelände- und watfähigen Allrad-Jeep aus Mitterfirmiansreut auf nach Deggendorf. Die Situation spitzte sich wegen drohender Dammbrüche, bei Winzer und Fischerdorf derart zu, dass unverzüglich  mit der Evakuierung  von mehreren Ortsteilen Deggendorfs begonnen werden  musste,woran sich die Bergwacht Bayern beteiligte. Hierfür bewegten sich die Bergretter mit unserem Fahrzeug in bis zu 80cm tiefem Wasser, retten Menschen aus Ihren Häusern, transportierten Fachpersonal oder evakuierten verletzte Helfer.

In Spitzenzeiten war die Bergwacht Bayern mit bis zu 45 solchen Bergrettungsfahrzeugen gleichzeitig im Einsatz.

Parallel dazu wurden Bergretter der Bergwacht Wolfstein im Führungsstab der Bergwacht im Einsatz-Lage-Zentrum oder als Luftretter auf den Hubschraubern eingesetzt.

Die Bilder der aus der Luft geretteten Personen gingen durch die Presse.

Nachdem relativ schnell absehbar war, dass dieser Einsatz in seiner Brisanz und Dauer ein besonderes Ereignis darstellte wurde seitens der Leitung der Bergwacht Wolfstein ein 24-stündiger Dauerdienst eingerichtet und die Bergretter nach jeweils einem Tag ausgetauscht.

Nach elf langen Tagen im Dauereinsatz konnte „ Bergwacht Mitterfirmiansreut Rettungsfahrzeug“ seinen Heimweg antreten und nach einer gründlichen Reinigung und Überholung in der Rettungsleitstelle wieder einsatzklar gemeldet werden.

Insgesamt wurden in dieser Zeit 598 Stunden für den Dienst am nächsten ehrenamtlich geleistet.

Hierfür wurden die Bergretter folgende Bergretter mit der Fluthelfer-Medaille der bayerischen Staatsregierung und des Bayerischen Landtages ausgezeichnet, welche von Sepp Hutter stellvertretend an die Helfer übergeben wurde:

Willi Dick, Andreas Tallowitz, Christian Kerschbaum, Dr. Ludwig Gumminger, Wolfgang Kasper, Dietmar Lenz, Karl Spannbauer, Walter Kellhammer, Anton Obermüller, Florian Ammerl, Fritz Haydn und Helmut Seidl.

Insbesondere wurde in der Laudatio der Idealismus der Helfer als auch die Bereitschaft auf Verzicht durch die Angehörigen der Helfer gewürdigt.

Waldbrand am Fahrenberg:

Der weitere Jahresverlauf wurde durch die Ausbildungen im Gelände und durch den Waldbrand in Finsterau maßgeblich geprägt.

So waren die Bergretter Anfang August mehrere Tage gefordert, als in unserem Einsatzgebiet auf dem Fahrenberg nähe Finsterau ein Waldbrand tobte. Für eventuelle Evakuierungs- und Rettungsmaßnahmen wurden am Tallandeplatz sowohl Bergretter als auch unser Bergwacht Notarzt Dr. Ludwig Gumminger samt Notarztrucksack und Luftrettungsbergesäcken bereitgehalten, um per Rettungswinde am Hubschrauber in das Arbeitsgebiet der Feuerwehr gebracht zu werden. Der aufwändige Feuerwehreinsatz wurde somit durch die Bergwacht begleitet.

Bevor die Bergwachtler in den besinnlichen Teil mit Leise rieselt der Schnee übergingen wurde unser langjähriger Kamerad Rudolf Käser für seine 40-jährige Mitgliedschaft mit dem Bergwacht Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet.

Nach einer schönen halben Stunde mit musikalischer Gestaltung durch die Bergwachtmusik und Geschichten und Gedichten von Alois Stocker klang die Weihnachtsfeier im gemütlichen Beisammensein aus.

Autor: BW WOS // CHK

Presseartikel PNP Lokalteil Freyung-Grafenau vom 15.01.2014

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