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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Donnerstag, 23. März 2017

Tötlicher Absturtz am Blassengrat

Am frühen Nachmittag gegen 13:30 wurde der Einsatzleiter der Bergwacht Garmisch informiert, dass eine Person am Blassengrat abgestürzt sei.

 

Ein Rückruf beim Melder brachte die weiteren Informationen, dass sich die Gruppe aus insgesamt 3 Bergsteigern im Bereich des Hohen Gaifs befand und einer aus dieser Gruppe weit abgestürzt sei. Unverzüglich wurde die Einsatzmannschaft der Bergwacht Garmisch, das KID-Berg (Kriseninterventionsdienst Berg), Bergwachtnotärzte sowie der sich an der Zugspitze bei einem Einsatz befindliche Rettungshubschrauber RK 2 aus Reutte zu den Einsatz hinzugezogen.

Nach einer kurzen Lagebesprechung flog ein erstes Team zur Unfallstelle um die abgestürzte Person ausfindig zu machen. Obwohl die beiden unverletzten Bergsteiger am Grat sofort erkannt wurden, fehlte von der abgestürzten Person jede Spur. Die Rinne, in welcher der Bergsteiger vermutet wurde, wurde nun mehrmals mit dem Hubschrauber abgeflogen - leider ohne Erfolg. Die äußerst kritische Lawinensituation mit den ständig abgehenden Nassschneelawinen in der Rinne, machte eine bodengebundene Suche unmöglich. Daher wurde der Entschluss getroffen, die beiden unverletzten Bergsteiger zunächst zu mit dem RK2 zu bergen und die weitere Suche mit dem zwischenzeitlich alarmierten Polizeihubschrauber fortzusetzen.

Ausgestattet mit einem Recco-Such-System flog eine kleine Mannschaft aus Bergwacht und Polizei erneut zur Unfallstelle. Hier wurden nach kurzer Suche zunächst Ausrüstungsgegenstände und schließlich auch der abgestürzte Bergsteiger ca 350-400m unterhalb des Grates auf Höhe des Schützensteiges ausfindig gemacht. Leider konnten die mittels Seilwinde abgelassenen Einsatzkräfte nur den Tod des jungen Alpinisten feststellen.

 

 

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