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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Samstag, 1. Februar 2014

Bergwacht trainiert für den Winter-Einsatz

Im Rahmen eines Winter-Workshops trainierten am vergangenen Wochenende Bergwacht-Anwärter aus dem gesamten Fichtelgebirge an verschiedenen Stationen.

An den beiden Tagen waren 16 Anwärter aus mehreren Bergwachten im Fichtelgebirge der Einladung des Regionallehrteams nach Mehlmeisel gefolgt. Am Samstagvormittag stand gemeinsames Skifahren auf dem Programm. Dabei gaben mehrere Skilehrer aus den Reihen des Lehrteams den Anwärtern wertvolle Tipps zur Verbesserung ihrer individuellen Skitechnik mit auf den Weg.

Im Anschluss teilte sich die Gruppe auf verschiedene Stationen auf. Während ein Teil der Anwärter sich weiterhin um die Skitechnik kümmerte, zog es eine andere Gruppe ins Gelände. Im Wald neben der Skipiste übten sie die Aufstiegstechnik mit Tourenskiern. Dabei konnten auch mehrfach Spitzkehren trainiert werden, mit denen insbesondere steilere Hänge mit einer Neigung über 30° erklommen werden können. Außerdem gaben die Ausbilder Hinweise, wie man sich im alpinen Gelände bei Lawinengefahr verhalten sollte. Auch Tipps zum kraftsparenden Anstieg sowie zur Wahl der Aufstiegsspur fehlten dabei nicht. Die dritte Gruppe trainierte die Versorgung eines Verletzen auf der Piste und den Abtransport mit dem Akja. Besonderes Augenmerk legten die Ausbilder dabei auf die Absicherung der Unfallstelle und den sicheren und schonenden Abtransport des Verletzen. Auch die Skitechnik beim Fahren mit dem Akja wurde intensiv geschult.

Am Nachmittag hatten die Anwärter die Möglichkeit, die Suche eines von einer Lawine verschütteten Skifahrers zu trainieren. Ausgestattet mit einem Verschütteten-Suchgerät, einer Lawinensonde- und schaufel, galt es für die Teilnehmer einen Verschütteten in 60 Metern Entfernung genau zu lokalisieren und auszugraben. „Im Ernstfall hat ein Verschütteter nur dann gute Überlebenschancen, wenn er innerhalb von 15 Minuten gerettet wird“, mahnte Ausbilder Julian Ott die Anwärter zur Eile. „Die Vorgehensweise ist dabei klar strukturiert“, so Ott weiter. Da die Ausbildung bei der Bergwacht bayernweit einheitlich ist, trainieren auch die Anwärter im Fichtelgebirge den Lawineneinsatz. Im Ernstfall können so auch Einsatzkräfte aus dem Mittelgebirge in den Alpen Hilfe leisten.

Am Sonntag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, das am Vortag gelernte nochmals zu vertiefen. Insbesondere das Akja-Fahren wurde noch intensiv geübt. In der Abschlussbesprechung am Mittag bedankten sich die Teilnehmer für das Engagement des Lehrteams und die intensive Betreuung. Die Mitglieder des Lehrteams lobten den hohen Ausbildungsstand der Anwärter. Ursprünglich war der Lehrgang als reine Skitest-Ausbildung geplant. Weil aber der Winter in dieser Saison so lange auf sich warten ließ, hatten die Anwärter bisher nur wenig Möglichkeit zum Üben. „Wir haben uns kurzerhand entschlossen, den Workshop auszuweiten und so allen Anwärtern die Möglichkeit zum intensiven Training zu geben“, so Jörg Hautmann, Verantwortlicher für die Winterrettungsausbildung in der Region. Der Skitest und die Winterprüfung finden vom 21.-23. Februar statt.

Autor: JO, BW Weißenstadt

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