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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Dienstag, 31. März 2015

Bergwacht Weißenstadt wieder beim Einsatzleiter Sechsämterland dabei

Die Retter aus Weißenstadt sind aber auch als "Helfer vor Ort" gefragt. Eine Suchaktion am Waldstein bleibt den Aktiven noch länger im Gedächtnis.

Relativ wenig gefordert waren die Einsatzkräfte der Bergwacht Weißenstadt im vergangenen Jahr. "Nur" zu sechs Einsätzen sei die Bereitschaft alarmiert worden. Das ist aus den Berichten zur Jahreshauptversammlung im Café Seel hervorgegangen.

Gefragt waren die Retter bei einem Einsatz mit dem Rettungshubschrauber am Bibersberg bei Marktleuthen und bei einer Reanimation in unwegsamem Gelände. Dabei kam erneut der Defibrillator zum Einsatz. Zur Betreuung der Angehörigen des Patienten wurde auch das Kriseninterventionsteam der Bergwacht Fichtelgebirge eingesetzt, teilt die Bergwacht Weißenstadt mit.

Im Gedächtnis blieb den Aktiven auch ein Sucheinsatz in einer kalten Februarnacht in der Nähe von Zell. Dort waren am Waldrand laute Hilferufe zu hören gewesen. Das Bergwacht-Geländefahrzeug (ATV/Quad) hatte zu der Jahreszeit die Schneeraupen anstatt der Sommerräder montiert. Obwohl im Februar 2014 am Waldstein kaum Schnee lag, bewährte sich das Fahrzeug auch mit Raupen auf Wiesen- und Waldboden, wo es mit der Wärmebildkamera zur Personensuche unterwegs war. Allerdings gestaltete sich die anschließende Reinigung sehr aufwendig.

Im Gegensatz zu den "echten" Bergwachteinsätzen stellen die 73 HVO-Einsätze im Rahmen des gemeinsamen Helfer vor Ort-Projekts der BRK-Bereitschaften in Weißenstadt eine Steigerung um fast 20 Prozent gegenüber 2013 dar. Für den HVO-Dienst benutzen die Weißenstädter Helfer ihr BW-Rettungsfahrzeug. Derzeit ist das noch der bewährte Toyota Landcruiser. Dieser steht nach 14 Einsatzjahren und mit größeren Rostschäden kurz vor der Ausmusterung und wird demnächst durch einen modernen VW Amarok ersetzt, schreibt die Bergwacht.

Eine Neuerung trat für die Bereitschaft Weißenstadt Ende des Jahres ein: Sie beteiligt sich nach längerer Pause wieder am gemeinsamen Einsatzleitdienst der Bereitschaften im Gebiet der Integrierten Leitstelle Hochfranken (ILS). Dabei stellen vier Bereitschaften im Einsatzgebiet Sechsämterland, geregelt nach einem monatlichen Dienstplan, ständig einen Einsatzleiter als Ansprechpartner für die ILS. Bei einem Notfall in unwegsamen Gelände wird dieser als erster alarmiert und entscheidet, welche Bergwacht und welches Rettungsmittel zum Einsatz kommt. Im weiteren Verlauf koordiniert er die Zusammenarbeit im Team und mit weiteren Rettungsmannschaften.

In Weißenstadt sind derzeit drei Einsatzkräfte befähigt, den Einsatzleitdienst zu leisten. Zwei weitere beginnen heuer mit der nötigen Zusatzausbildung im Bergwacht-Ausbildungszentrum in Bad Tölz.

Der diensthabende Einsatzleiter ist normalerweise ständig mit dem speziell ausgerüsteten Einsatzleitfahrzeug Skoda Yeti unterwegs. Dieses Fahrzeug wird von Bereitschaft zu Bereitschaft durchgewechselt und ist in der Regel eine Woche pro Monat in Weißenstadt stationiert. Die Treibstoffkosten trägt in der Regel der diensthabende Einsatzleiter privat.

Autor: TP, BW Weißenstadt

Das Einsatzleitteam der Bergwacht Weißenstadt. Das Bild zeigt links die Einsatzleiter Michael Tuchbreiter und Thomas Peuschel, daneben Christopher Rott und Sebastian Süß, die im Herbst mit der Ausbildung zur Einsatzleitung beginnen. Rechts Bereitschafts- und Einsatzleiter Matthias Wendel.

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