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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Samstag, 20. Juni 2015

Luftrettungsübung der Region Fichtelgebirge und Bayerwald zusammen mit der Polizei

Am dünnen Drahtseil schweben

Man konnte ihn regelrecht hören, den Stein, der Bergwacht-Ausbilder Wolfgang Huberth vom Herzen geplumpst ist. Denn fast sah es am Samstagmorgen so aus, dass die seit längerem geplante Übung mit einem echten Helikopter nun zum dritten Mal ausfällt. Bereits 2013 war schon einmal eine solche Aktion bei Kirchenlamitz geplant. Aber dieser Termin ist seinerzeit dem Hochwasser an der Donau zum Opfer gefallen, bei der sowohl die Hubschrauber, als auch das Bergwachtteam im Einsatz waren. Der zweite Termin im Oktober scheiterte dann endgültig am schlechten Wetter. „Aber wir ziehen es am heutigen Samstag durch“, war der Beschluss, den die Führungskräfte trotz kühler Witterung und leichten Nieselregen bekanntgaben.

Daher fanden sich die hochmotivierten Mitglieder der Bergwachten Wunsiedel, Mehlmeisel, Weißenstadt, Schwarzenbach am Wald, Bayreuth, Weiden, Fuchsmühl, Schönsee, Cham und Neukirchen beim Heiligen Blut pünktlich am Wanderparkplatz bei Meierhof ein. Die Polizeihubschrauberstaffel aus Roth landete ihren Eurocopter ec 135 auf einer Wiese in der Nähe des Kreuzfelsen.

Bevor es in die Luft ging, hatte Windenführer Edgar Götz noch einiges in Sachen Seilwinde und Sicherheit zu erklären. Aber dann ging es dafür umso intensiver zu Sache. Die Gruppen teilten sich anschließend auf vier Felsformationen in der Nähe des Rudolfsteins auf, um nach und nach vom Helikopter aufgenommen zu werden. Denn geübt wurde das Ein- und Aussteigen im Schwebeflug knapp über dem Boden und das richtige Ein- und Ausladen von Lasten und Rettungsgerät. Aber auch komplexere Abläufe wie das Auf- und Abwinschen von zwei Helfern mit der Rettungswinde inklusive Ein- und Aussteigen in den hoch schwebenden Hubschrauber wurden intensiv trainiert. „Die wichtigste und schwierigste Disziplin ist dabei jedoch der sogenannte „Bergesack-Winsch“.Dabei liegt ein Patient versorgt im Bergrettungssack und wird von den Bergrettern mithilfe der Hubschrauberwinde aus unwegsamen Gelände geborgen“, erläuterte Julian Ott von der Bergwacht Weißenstadt.

Bei allen Manövern achteten die Ausbilder vor allem auf die korrekte Handhabung der Funksignale und auf die richtigen Handzeichen zur Verständigung mit der Hubschrauberbesatzung sowie auf das sichere Ein- und Aushängen von den Karabinern der Rettungsgeräte und Sicherungsschlingen.

Am Nachmittag war der anstrengende, aber sehr lehrreiche Übungstag dann zu ende.

Seid 2008 betreibt die Bergwacht Bayern eine weltweit einmalige Hubschraubersimulationsanlage in ihrem Ausbildungszentrum in Bad Tölz. Diese Anlage ermöglicht es, alle Einsatzverfahren mit dem Hubschrauber umweltfreundlich, zuverlässig, realistisch und äußerst effizient zu trainieren. Alle bayerischen Bergwachtler absolvieren einmal im Jahr einen Trainingstag in dieser Anlage.

Video zur Übung: https://www.youtube.com/watch?v=psFIPsipsAg

Weitere Bilder: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.925891377453635.1073741898.167840956592018&type=3

Autor: Michael Meier (Reporter) Text und Bilder

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