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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Freitag, 27. Juni 2008

Frau mit Bikini stürzt in Gumpe und löst Canyoningeinsatz aus

Am Sonntag den 22.06.08 war eine Gruppe Jugendlicher am oberen Schronbach beim Baden. Das ist ein Bereich mit Almwiesen Wasserfällen und Felsabbrüchen wo der Gebirgsbach durchfließt und somit viele Menschen anzieht

Der Bereich kann problemlos über eine Forststraße erreicht werden. Die Gruppe benutzte beim Rückweg zum Auto aber den Steig, der entlang des Schronbachs ins Tal führt. In diesem Bereich ist der Schronbach ein wilder Gebirgsbach, der in einer engen Felsschlucht mit Wasserfällen und Gumpen (Wasserbecken) Talwärts fließt. Dieser Bereich kann nur mit Spezialausrüstung begangen werden. Durch eine Unachtsamkeit rutschte eine 19 jährige Waakirchnerin aus, stürzte in eine dieser Gumpen und zog sich schwere Verletzungen am Fuß zu. Nachdem sie die Bergwacht alarmiert hatten rückten die Bergwachtler mit Canyoningausrüstung zu der Verletzten aus. Auch ein Hubschrauber wurde zur Unterstützung angefordert. Nach einem kurzen Aufstieg am Steig, wurde ein Bergwachtler zu der Verletzten abgeseilt und untersuchte die 19 Jährige auf ihre Verletzungen. Zwischenzeitlich war der CHR. Murnau am Zwischen-landeplatz eingetroffen und nahm einen weiteren Bergwachtler mit an Bord. Da die Verletzung per Funk übermittelt wurde, wurde der Bergwachtler mit einer Schiene, an der Einsatzstelle abgewincht. Der Fuß und das Sprunggelenk der Waakirchnerin waren gebrochen, ausserdem war sie schon leicht unterkühlt. Da sich in diesem Abschnitt des Baches nur Einsatzkräfte mit Canyoningaus-rüstung und -Ausbildung sicher bewegen können und durch das Wasser, bzw. den beengten Verhältnissen keine notfallmedizinische Versorgung durchgeführt werden kann,wurde zuerst nur der Fuß der Patientin geschient. Anschliessend wurde sie, zusammen mit einem Bergwachtler, mit der Rettungswinde des Hubschraubers aus dem Bach geholt. Am Zwischenlandeplatz wurde die junge Frau mit dem Notartz weiter versorgt, ehe sie nach Murnau geflogen wurde.
Zwischenzeitlich war ein zweiter Einsatz gemeldet worden. Eine Frau hatte eine verletzte Person neben einem Forstweg im nahe gelegenen Bächental gemeldet. Eine zweite Mannschaft war zu dem Einsatz aufgebrochen, konnte aber anhand der Angaben nichts feststellen. Auch über die angegebene Rückrufnummer konnte niemand erreicht werden. Somit flog, während die Waakirchnerin am Zwischenlandeplatz versorgt wurde, ein Bergwachtler mit dem CHR Murnau das Bächental ab. Der Suchflug brachte aber  kein Ergebnis. Es drängte sich der Verdacht auf, dass der zweite Einsatz mit dem Canyoningeinsatz zusammenhängt und die Örtlichkeit nur falsch gemeldet wurde. Nachdem wir über die Polizei die Handynummer abfragen wollten bekamen wir die korrekte Telefonnummer der Melderin von der Leitstelle. Es hatte sich ein Zahlendreher eingeschlichen. Mit der richtigen Nummer konnten wir die Melderin erreichen, sie hatte ebenfalls den Canyoningeinsatz melden wollen und die Örtlichkeit verwechselt. Um 21:00 waren dann alle Einsatzkräfte wieder zu Hause.
Bereits am Samstagabend rückten 3 Bergwachtler zu einem Verletzten Buben auf der Florihütte aus. Sie versorgten eine Handverletzung und brachten den Buben mit seinen Eltern nach Lenggries wo sie sich in ärztl. Behandlung begaben

Autor: BW Lenggries

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