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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Samstag, 10. Dezember 2016

GPS macht Bergrettung bei der Bergwacht Brannenburg sicherer

Spenderin ermöglicht Anschaffung und Installation

Die Bergwacht kommt immer dann zum Einsatz, wenn sich Personen in unwegsamem Gelände verletzt oder verstiegen haben, egal zu welchen Tages- oder Nachtzeiten, egal, ob bei Schneefall, Sonnenschein oder dichtem Nebel.Essentiell für den Bergwachtler ist hier die Ortskenntnis des Dienstgebiets, das sich vom Wendelstein über das Sudelfeld, Traithen, Riesenkopf, Hohe Asten und Petersberg  auf der westlichen, sowie über Kranzhorn, Heuberg, Dandlberg und Wolfsschlucht in Neubeuern auf der östlichen Innseite erstreckt. Doch selbst die beste Gebietskenntnis kann einmal an ihre Grenze kommen. Abhilfe schaffen können dann technische Geräte, die mehr und mehr den Markt erobern.

Seit Anfang des Jahres arbeiten die beiden Brannenburger Bergwachtler Christian Kruscha und Dr. Karl Giebel an einer Lösung, die das Auffinden des Einsatzortes erleichtert sowie die Sicherheit der Einsatzkräfte erhöht: Mittels eines GPS-Tracks kann der Einsatzleiter nun im Tal auf dem Bildschirm nachverfolgen, wo sich das Einsatzfahrzeug aktuell befindet und weitere Anweisungen für das  Einsatzgeschehen geben.

Parallel dazu soll es künftig möglich sein, durch eine App auf den Smartphones der einzelnen Bergretter deren exakte Koordinaten zu lokalisieren und ebenfalls visuell auf der Karte des Einsatzleiters darzustellen. Dies dient zum einen der Sicherheit, um z.B. bei schlechter Sicht (Nebel) auf mögliche Gefahren wie absturzgefährdetes Gelände aufmerksam zu machen. Zum anderen können so die bereits abgesuchten  Wege genau aufgezeichnet werden, was Doppelsuchen verhindert  und den Sucheinsatz effizient und zeitsparend gestaltet.

Im nächsten Schritt sollen auch noch das Funkfahrzeug, das Einsatzleitfahrzeug sowie das Geländefahrzeug  mit GPS-Trackern ausgestattet werden. Bei den zuletzt mit dem neuen System gesteuerten Einsätzen konnten die Vorteile genutzt werden.

Durch die großzügige Unterstützung einer Spenderin aus Brannenburg war es der Bergwacht Brannenburg möglich, die dafür benötigte Software sowie die GPS-Geräte finanzieren. Herzlichen Dank hierfür!

Text Veronika Feicht/Johann Weiß
Foto: Johann Weiß

 

Spenden ermöglichen GPS-Einsatzführung in der Bergwacht Rettungswache Brannenburg. Effizienz und zielgenaue Ablaufsteuerung machen Rettungseinsätze für Bergwachteinsatzkräfte und Verunfallte sicherer. V.li.n. re. Dr. Karl Giebel (Mitentwickler des Systems) vor dem Bildschirm mit GPS Track Leitlinien, daneben (re) Klaus Horn Gerätewart der Bergwacht mit einem GPS Gerät. Hinter den Beiden, Veronika Feicht kurz vor dem Ausrücken zum Unfallort.

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