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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Sonntag, 31. Januar 2016

Bergwacht Brannenburg Winterausbildungswochenende

Schnell, der Schnee kommt!

Am Wochenende vom 16.-17.01.2016 stand für die Anwärter der Bergwacht Brannenburg das Winterausbildungswochenende auf dem Plan.
Hierzu fanden sich am Samstag um 08:30 Uhr 13 Anwärter und zwei Ausbilder am Bergwachthaus ein. Den Start machte Hari Kaiser mit einem Vortrag über Lawinen- und Schneekunde. Hierbei eigneten sich die Anwärter wichtige Grundlagen in den Bereichen Lawinen- und Schneekunde, Risikobewertung, Einschätzung des Geländes und Lesen und Anwenden des Lawinenlageberichts an.
Nach einer kurzen Brotzeit hieß es dann am Nachmittag das theoretisch Gelernte in die Praxis umzusetzen und so wurde alles Gepäck und Ausrüstung in die Autos verladen und wir machten uns auf zur Rosengassen-Hütte. Die Fahrt hinauf wurde durch den eigentlich sehnsüchtig erwarteten, ersten stärkeren Schneefall des Winters etwas zur Rutschpartie, aber letztendlich schafften es dann doch alle Autos nach oben. Die positive Seite des starken Schneefalls waren jedoch perfekte Verhältnisse abseits der Pisten. Deshalb vertrödelten wir auch keine weitere Zeit und starteten zügig, aufgeteilt in zwei Gruppen, unsere Tour Richtung Traithen-Kar. Während des Aufstiegs lag der Schwerpunkt der Ausbildung auf der Funktionsweise der Ausrüstung, der Spuranlage im Gelände und der Geschwindigkeit beim Gehen. Bei der anschließenden Abfahrt bot sich für jeden die Möglichkeit an seiner Technik beim Tiefschneefahren zu feilen. Zurück auf der Hütte übten wir noch die Lawinen-Verschütteten-Suche, ehe es anschließend in den gemütlichen Teil des Tages überging. Mit einem hervorragendem Chili und einem geselligen Hüttenabend ließen wir den langen und intensiven Ausbildungstag ausklingen.
Am Sonntag verließen uns ein paar Leute, andere kamen neu dazu, so dass nach dem Frühstück nun zehn Anwärter, drei Ausbilder und ein Gast in den zweiten Ausbildungstag starteten. Weil der Schneefall die ganze Nacht durch immer noch nicht nachgelassen hatte, konnten wir uns mit den Skiern bei super Schneeverhältnissen durch freies Gelände auf den Weg Richtung Vogelsang machen. Während des Aufstiegs wurden wieder einige Ausbildungsinhalte angesprochen, z.B. die Hangneigungsmessung und wie man die Windzeichen und die sonstige Umgebung wahrnimmt und in Hinsicht auf die Sicherheitslage im Gelände interpretiert. Unterhalb des Gipfels führten wir dann noch einen Blocktest und eine Schneeprofil-Analyse durch und lernten, wie man hieraus Rückschlüsse auf die Sicherheit eines Hanges ziehen kann. Anschließend fuhren wir auf der Piste ab und setzten zum Einkehrschwung ins Rankenstüberl an. Erholt und frisch gestärkt querten wir im Anschluss wieder zurück zu unserer Unterkunft, der Rosengassen-Hütte, wo das Ausbildungswochenende mit dem Aufräumen und Putzen der Hütte sowie der Rückfahrt zum Bergwachthaus leider auch schon wieder zu Ende ging.
Unser besonderer Dank gilt Ausbildungsleiter Stefan Schröcker für die perfekte Organisation des gesamten Wochenendes und besonders auch in der Rolle als Koch für das überragende Chili!
Danke auch an Hari Kaiser, Christian Kruscha, Vroni Feicht und auch noch einmal Stefan Schröcker, die leicht verständlich und mit viel Geduld ihr Wissen und Können an die Anwärter weitergegeben haben.
Und zuletzt sei noch den Autofahrern „Danke“ gesagt, die für den Transport zur Rosengassen-Hütte und zurück auf Grund der widrigen Straßenbedingungen wohl in der ein oder anderen Kehre etwas ins Schwitzen gekommen sind!

Text: Matthias Regler            Bilder: Stefan Schröcker

 

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