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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Donnerstag, 12. März 2015

Braveheartbattle 2015: Wieder mehr Einsätze für die Bergwacht Rhön/Spessart

Braveheart-Battle: ca. 2.541 Läufer stürzten sich in den Schlamm- diesmal bei niedrigen Temperaturen und 2,7 Grad kaltem Wasser.

Zum 6. Mal war das unterfränkische Münnerstadt Braveheartcity.  2.517 kostümierte Läufer, davon einige hundert Frauen, gingen an den Start und wurden von ca. 20. 000 Zuschauern angefeuert. Sowohl die kraftzehrenden Kriech- und Kletterhindernisse, als auch die Wat-, Schwimm- und Tauchstationen durch das eiskalte Flüsschen Lauer und das Regenrückhaltbecken „Loch Ness“, die brennenden Hindernisse und Reifenberge, die Steilhänge mit den Rückegassen und die tiefen Schlammlöcher forderten den Teilnehmern wirklich alles ab. In diesem Jahr kamen nur 66% der Teilnehmer ins Ziel, die langen Wasserpassagen zehrten zu sehr aus. Es kammen nur 1.696 Läufer als "Finisher" rechtzeitig ins Ziel.

Insgesamt waren 30 AEK, 3 Einsatzleiter, 1 Bergwachtarzt, 5 Rettungsfahrzeuge,
4 Geländefahrzeuge und das Technikfahrzeug (LKLD) im Einsatz. Steile unwegsame Rückegassen, verschlammte Auf- und Abstiege, ausgetretene Trampelpfade und vor allem die 10 Schlammlöcher mit einer Tiefe von ca 4 m forderten ihre Opfer. Es wurden 17 Patienten versorgt, (2 x Fraktur Unterschenkel, 1 x Schnittwunde am Bein, 1 x Unterkühlung mit Kreislaufkollaps und Panikattacken). Außerdem wurden der Einsatzleiter und das Einsatzfahrzeug der Bergwacht Oberelsbach kurz vor Beginn des Hauptlaufes zur laufenden Reanimation eines Waldarbeiters im benachbarten Eyershausen alarmiert. Dieser Einsatz entwickelte sich dann leider zu einer Totenbergung.

Unterkühlung und Erschöpfung waren diesmal, wetter- und wasserbedingt, das Hauptproblem und bescherten den Einsatzkräften aller Rettungsdienste insgesamt 168 Versorgungen. Die Zusammenarbeit verlief wie in den Jahren zuvor reibungslos und vorbildlich. Neben der Bergwacht mit 30 Einsatzkräften waren noch die Wasserwacht mit 57 und das BRK mit mehr als 100 Kräften im Einsatz.

Die gesamte Abwicklung des Einsatzes erfolgt im BOS-Digitalfunk – Die Bergwacht funkte innerhalb einer eigenen Gruppe. Der Einsatz der neuen Kommunikationsmittel kann als sehr positiv bezeichnet werden. Besonderer Dank gilt an dieser Stelle der TTB Bergwacht Bayern und der Mitarbeiter der ILS Schweinfurt, die den rechtzeitigen Einsatz der Funkgeräte überhaupt erst ermöglichte.

Nach einer großen „Schlammputzaktion“ beendete die Bergwacht gegen 19.00 Uhr ihren Einsatz.

Autor: BW Oberbach

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