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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Dienstag, 29. Juli 2008

Junges Paar gerät nach Blitzeinschlag in Bergnot

Bergwacht und SAR-Hubschrauberbesatzung retten Pinzgauer vor Gewitterfront aus der Schärten-Nordost-Verschneidung

RAMSAU (ml) – Ein junges Pärchen aus Lofer (Salzburger Pinzgau) mussten Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau und eine Bundeswehr-Hubschrauberbesatzung des Lufttransportgeschwaders 61 aus Landsberg am Lech am frühen Dienstagnachmittag von der Schärtenspitze (2.153 Meter) im Hochkalter-Massiv retten. Die jungen Leute gerieten aufgrund eines heftigen Gewitters beim Aufstieg über die so genannte Schärten-Nordost-Verschneidung in Bergnot. Als in ihrer unmittelbaren Umgebung ein Blitz einschlug, dessen Ladung noch spürbar war, traute sich das Paar nicht mehr weiter und setzte bei der BRK-Rettungsleitstelle einen Notruf ab.

Da alle anderen Hubschrauber der Region bereits bei anderen Einsätzen gebunden waren, forderte der Bergwacht-Einsatzleiter eine Winden-Maschine des Lufttransportgeschwaders 61 aus Landsberg am Lech an, die nach rund 50-minütiger Anflugphase in Ramsau eintraf. In der Zwischenzeit war der junge Wirt der Blaueishütte – selbst Luftretter und Ausbilder der Ramsauer Bergwacht – zu Fuß zu den erschöpften und unterkühlten Österreichern aufgestiegen. Dem ausgebildeten Bergführer gelang es, die beiden bis zum Gipfel weiter zu führen.

„Weil ladungsbedingt durch das Gewitter kurzzeitig schon blaue Flammen aus dem Gipfelkreuz schossen, wäre die Rettungsaktion in letzter Sekunde beinahe noch gekippt“, berichtet der Ramsauer Bergwacht-Bereitschaftsleiter Rudolf Fendt. Doch der Wettergott hatte ein Einsehen: Dem Team des Bundeswehr SAR-Hubschraubers gelang es, Retter und Gerettete direkt am Gipfel mit der 45-Meter-Winde aufzunehmen und zur Blaueishütte in Sicherheit zu bringen. Das junge Paar aus Lofer kam mit dem Schrecken davon.

 

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