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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Dienstag, 4. August 2009

Einsatzkräfte fliegen verletzten Spanier sicher ins Tal

47-Jähriger bricht sich am Watzmann das Sprunggelenk – Fliegerische Meisterleistung des Piloten

RAMSAU (rf/ml) – Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am Montagnachmittag bei Starkregen einen gestürzten 47-jährigen Spanier mit gebrochenem Sprunggelenk vom Steig zwischen Watzmannhaus und Falzalm gerettet. Trotz einer dichten Wolkendecke gelang es dem Piloten, den Patienten im Tiefflug sicher ins Tal zu bringen.

 

Der 47-jährige hatte am Montag trotz des ungünstigen Regenwetters mit seinen beiden Bergsteigerfreunden den Watzmanngipfel erreicht. Im Abstieg zur Falzalm unterhalb des Watzmannhauses rutschte er auf dem glitschigen Untergrund aus und brach sich den Knöchel.

 

Die alarmierte Ramsauer Bergwacht forderte den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ nach, schickte aber aufgrund des schlechten Flugwetters parallel einen Voraustrupp mit Motorrädern und einem Spezialfahrzeug (ATV) zur Erstversorgung los. Wegen des Starkregens war der Patient bereits unterkühlt und musste mit Wärmematerial versorgt werden. Ein Dutzend weitere Helfer folgte dem Voraustrupp mit einem Geländewagen, um den Patienten im Anschluss ins Tal zu tragen.

 

Während sich die Retter bereits im Aufstieg befanden, meldete der Voraustrupp bessere Sicht mit Wolkenlücken am Berg. Mit dem Chefpiloten an Bord fand „Christoph 14“ aus Traunstein dann tatsächlich im Tiefflug eine Möglichkeit, über Hallthurm zum Watzmann zu gelangen. Aufgrund seiner detaillierten Ortskenntnisse gelang dem Piloten sogar ein Schwebeflug in der Nähe des Unfallortes beim so genannten „Herrgott am Schaflboden“. Das Rendezvous mit den aufgestiegenen Bergwachtmännern klappte genau: In einer Blitzaktion wurde der Patient in die Maschine verladen.

 

Der Wettergott machte Druck, denn der Flug ins Tal war wegen der dichten Wolken nur noch über Kühroint und den Königssee möglich. Trotzdem schaffte es der Pilot den Patienten sicher zur Kreisklinik Bad Reichenhall zu bringen. Dass die Bergretter in diesem Fall ihre ganze Ausrüstung eigentlich unverrichteter Dinge wieder ins Tal tragen mussten, ist zweitrangig – ihnen wurde eine mühselige Arbeitsaktion und dem Madrilenen ein äußerst unangenehmer, schmerzhafter Abtransport durch schwieriges Gelände ins Tal erspart.

 

 

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