Mitglieder-Login

Passwort vergessen?

Sonntag, 11. November 2018

Rettungseinsatz mit tragischem Ausgang

Aus geplanter Übung wurde Ernstfall

Ursprünglich war für den 10.11.2018 eine große Einsatzübung aller Bergwachtbereitschaften im Ammertal gemeinsam mit der Feuerwehr Unterammergau geplant. Diese wurde aber durch einen Notfalleinsatz am Teufelstättkopf unterbrochen.

So wurde die Bergwacht Unterammergau gemeinsam mit dem Einsatzleiter Ammertal gegen 12:55 Uhr zu einem Notfall im Pürschlinggebiet alarmiert. Die Leitstelle meldete zunächst eine gestürzte Person im Bereich „Am Stein“. Nach Rückruf des Einsatzleiters stellte sich aber heraus, dass eine 59-jährige Wanderin am Teufelstättkopf zusammengebrochen war und bereits von Ersthelfern wiederbelebt wurde. Daraufhin forderte der Einsatzleiter unverzüglich den Rettungshubschrauber Christoph Murnau an, welcher im Direktanflug seine medizinische Besatzung an die Unfallstelle transportierte. Zeitgleich machte sich das Unterammergauer Bergrettungsfahrzeug zur Einsatzstelle auf. Auf dem Weg zum Pürschling sammelte die Rettungsmannschaft dabei weitere Einsatzkräfte ein, welche sich auf Grund der Übungsvorbereitungen bereits im Einsatzgebiet befanden. Nach Abliefern seiner medizinischen Crew flog der Rettungshubschrauber Christoph Murnau dann zur Bergrettungswache Unterammergau. Dort nahm er zur Unterstützung der Einsatzkräfte an der Unfallstelle eine Bergwachtnotärztin sowie einen Luftretter auf.

Während der Reanimationsmaßnahmen vor Ort entschieden sich die Einsatzkräfte für eine bodengebundene Bergung per Gebirgstrage. Die starken Windböen im Bereich der Einsatzstelle machten eine Windenbergung der instabilen Patientin unmöglich. Der Einsatzleiter alarmierte daraufhin weitere Einsatzkräfte nach. Auf Grund der angesetzten Übung standen in kürzester Zeit mehrere Bergwachteinsatzkräfte aus Ober- und Unterammergau sowie Bad Kohlgrub zur Verfügung. Diese unterstützten die Reanimationsmaßnahmen an der Einsatzstelle und bereiteten den bodengebundenen Abtransport vor. Der Rettungshubschrauber Christoph Murnau nahm hierfür einen Flugretter mit Gebirgstrage am Pürschling auf und transportierte diesen zur Unfallstelle.

Währenddessen verschlechterte sich der Zustand der Patientin, weshalb diese trotz aller Bemühungen der Einsatzkräfte an der Unfallstelle verstarb. Die Verstorbene und deren Ehemann wurden daraufhin per Hubschrauber ins Tal geflogen. Der Ehemann wurde in der Bergrettungswache Unterammergau vom Kriseninterventionsdienst der Bergwacht betreut.

Insgesamt waren 30 Bergwachteinsatzkräfte aus Ober- und Unterammergau sowie Bad Kohlgrub, die Mannschaft des Rettungshubschraubers Christoph Murnau, die Bergrettungsfahrzeuge aus Ober- und Unterammergau sowie der Kriseninterventionsdienst der Bergwacht Bayern circa vier Stunden im Einsatz.

Autor: BW Unterammergau

WissensBox-LOGIN

____________________

weitere Informationen

 

 

 

Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung

Bergwacht-Zentrum