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Am Wilden Kaiser eine Runde "um den Block"

Bergwacht Lam auf Ausbildungfahrt im "Wilden Kaiser"

Die Bergretter der Bergwacht Lam bilden sich nicht nur an den heimatlichen Bergen aus, sondern versuchen auch jedes Jahr über die Gipfel ihrer Berge hinaus zu blicken um sich auch größeren alpinistischen Herausforderungen zu stellen. Im Vordergrund steht aber auch immer das Motto „Bergsteigen ist schön“ und das Prägen der Kameradschaft in der Bereitschaft. Für dieses Jahr standen dabei Klettersteige und alpine Klettertouren im Fels auf dem Plan

Am Freitag, den 27.August starteten 12 Kameraden aus der Bergwacht  Lam zur diesjährigen alpinen Ausbildungsfahrt in das Gebiet des „Wilden Kaiser“ in Österreich. Nach ca. vier Stunden Anfahrt war Ellmau erreicht. Vom Parkplatz der schön gelegenen „Wochenbrunner Alm“ aus Begann der erste Aufstieg zum Stützpunkt des bevorstehenden Wochenendes, die „Gruttenhütte“ (1620m). Die 500 Höhenmeter des Zustiegs zur Hütte dauerten ca. 1 Stunde und während des lauen Spätsommerabend konnte ein traumhaftes Tal-Panorama genossen werden.

Noch während des Abendessens auf der Hütte setzte heftiger Dauerregen ein, so dass noch am Abend eine Tourenalternative für den nächsten Tag entwickelt wurde.

Da auch am Samstagmorgen keine Wetterbesserung in Aussicht war, setzte die Gruppe den gemeinsamen Ausweichplan um: „einmal bei Regen eine Runde um den Block“ und zurück zur Hütte. Einmal um den Block hieß: Am Vormittag Aufstieg bei heftigen Regen und in mitten der dichten Wolken über versicherte Klettersteige zum Kopftörl bis auf 2058m und Abstieg zum Stripsenjochhaus (1577m) auf der anderen Seite des Gebirgstocks. Die Tour war unter dem Bergwacht-Leitspruch: Bei jedem Wetter, in jedem Gelände zu verbuchen. Regen, Wind und Nebel steigerten den Schwierigkeitsgrad und forderten ständige Aufmerksamkeit, Trittsicherheit und hohe Konzentration nicht nur im ausgesetzten alpinen Gelände, sondern auch in den eigentlich „einfachen“ Passagen. Klettergurt, Steinschlaghelm und Sicherungsset für Klettersteige waren als Ausrüstung immer zwingend erforderlich.

Zwar nass aber mit guter Stimmung kam die Gruppe zu einem gemütlichen Mittagessen auf der Hütte an. Nach dem man sich gestärkt, aufgewärmt und die Ausrüstung angetrocknet hatte, war es an der Zeit sich wieder zurück zur Gruttenhütte aufzumachen. Auf dem Rückweg folgte man die „Steinerne Rinne“ bis hinauf zum „Ellmauer Tor“ auf fast 2000m. Der Aufstieg erfolgte zwischen den imposanten Wänden von Predigstuhl und Fleischbank, die sich aber in den Wolken des schlechten Wetters vor den Bergwachtlern versteckten. Über den „Jubiläumssteig“, ein bei diesem Wetter anspruchsvoller Klettersteig, ging es durchs Kübelkar zurück zur Gruttenhütte.  Dort traf die Gruppe pünktlich zu einem wohlverdienten Abendessen ein.

Am Sonntag stand dann ein Klettersteig zur „Ellmauer Halt“ (2344m) auf dem Programm, den der Morgen versprach einen zumindest trockenen Tag. Zwar versteckten sich die hohen und steilen Wände es Wilden Kaisers noch immer in den dichten Wolken vor den Bergsteigern, aber Aufhellungen und kurze Wolkenlücken versprachen eine aussichtsvollen, trockenen Tag. So machte sich die Gruppe guter Dinge auf den Weg zum höchsten Gipfel des Wilden Kaisers. Übern den „Gamsängersteig“, ein teilweise ausgesetzter Klettersteig, sollte der Aufstieg zum Gipfel erfolgen.

Auf ungefähr 2000m Höhe setzten plötzlich heftige Graupel- und Schneeschauer ein und erhöhten so den Schwierigkeitsgrad im glatten Kalkstein um ein Vielfaches. Gemeinsam entschied die Gruppe aus Sicherheitsgründen den Rückzug anzutreten und man begann vorsichtig wieder über den Klettersteig zurück abzusteigen. Als die Bergretter den Berg verließen begannen sich die Wolken zu lichten und versprachen gute Bedingungen.

Aber der Entschluss stand fest. Es folgte ein schneller Abstieg zurück zur Gruttenhütte. Dort wurde das restliche Material in den Rucksäcken verstaut bevor der Abstieg vorgesetzt wurde. Dafür wurde der Steig durch das „Klamml“ über die „Gaudeamushütte“ (1267m) zurück zur Wochenbrunner Alm gewählt. Nach einer kurzen Stärkung zum Mittag ging es dann zurück in den Lamer Winkel.

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