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zwischen Antirotationsleine und Luftrettungssack

Einsatzleiter der Bergwacht beim Luftrettungstraining in Bad Tölz

Lkr. Cham/ Bad Tölz. Aktive Einsatzkräfte der Bergwacht müssen sich ständig in Bergrettung fortbilden um ihr Können zu behalten und um Verletzten die wertvolle Hilfe bringen zu können und diese auch leisten zu können.

Umso mehr gilt dies für diejenigen unter ihnen die für die Einsätze in der Berg- und Luftrettung verantwortlich sind und die Einsatzkräfte in diesen Situationen führen müssen. Dies gilt auch für die Einsatzleiter der Bergwachten im Landkreis Cham, der Bergwacht im Oberen Bayerischen Wald.

Am vergangenen Sonntag brachen schon früh am morgen acht Einsatzleiter der Bergwachten aus Lam, Furth i. Wald und Neukirchen b. Hl. Blut auf um pflichtgemäß Ihre jährliche Ausbildungseinheit im Zentrum der Bergwacht-Bayern in Bad Tölz am Hubschraubersimulator zu absolvieren. Bei diesem ganztägigen Training werden verschiedene Arten der Patientenrettung und –bergung aus der Luft intensiv geübt und neue Erkenntnisse und Entwicklungen weitergeben. Die Simulationshalle der Bergwacht Bayern ist für die Luftrettung weltweit einzigartig und bietet die besten Trainingsmöglichkeiten für die Bergretter.

Am Vormittag wurden die Abläufe der normalen Formen der Rettung eines Patienten aus der Luft aufgefrischt, dabei konnten die Berg- und Luftretter am Simulator vorallem auch an kleinen Verbesserungsmöglichkeiten arbeiten, für die am realen Hubschrauber keine Zeit bleibt.

Am Nachmittag folgte dann das Training im Spezialverfahren der Kapprettung. Diese wird in der Regel angewendet um abgestürzte Kletterer aus einer Felswand zu evakuieren. Dabei muss der Luftretter den Abgestürzte zuerst am Windenhaken des Hubschraubers sichern und dann das Kletterseil des Verunglückten durchtrennen. Beim Training am Simulator kann intensiv auf diesen gefährlichen Rettungseinsatz und mögliche Komplikationen eingegangen werden.

Für alle Bergwacht-Einsatzleiter ist die jährliche Teilnahme an einem solchen Luftrettungstraining Pflicht und Voraussetzung um auch Rettungseinsätze mit einem echten Hubschrauber durchzuführen.

Um zwischen den Einsatzleitern der Bergwacht und dem Personal der Durchführenden der Luftrettung (Polizei, ADAC, DRF, Bundeswehr) das Training und den Erfahrungstausch so effizient zu gestalten, nehmen an den Lehrgängen auch immer ein Windenoperator und auch ein Pilot eines realen Rettungshubschraubers teil und trainieren mit den Bergrettern. Mit „an Bord“ war als verantwortlicher Luftrettungsausbilder der Bergwacht für die Bergretter aus dem Landkreis Cham Thomas Haselsteiner von der Bergwacht Lam.

Die Ausbilder von Bergwacht und Luftrettungsbetreiber im Bergwacht-Zentrum bescheinigten den Bergwachtlern aus dem Bayerischen Wald ein sehr hohes Ausbildungsniveau, denn die Kommandos, die Handzeichen und die Abläufe an Hubschrauber und Geräten saßen und die Übungsdurchläufe wurden dadurch von den Teilnehmer sehr zügig abgewickelt.

Das Zentrum der Bergwacht Bayern wird ständig weiterentwickelt um den Bergwachtlern immer optimalere Trainingsmöglichkeiten in Bergrettung und Luftrettung zu verschaffen. Zur Zeit wartet eine weitere Hubschrauberzelle, eine EC135, in der Halle, um für den Trainingsbetrieb umgerüstet zu werden. Zusätzlich wird in Zusammenarbeit mit der Firma Doppelmayr auch noch eine fast originalgetreue Seilbahnanlage mit Gondeln und Liftsesseln aufgebaut, um damit die Bergretter auch die aktuellen Rettungsmethoden der Seilbahnevakuierung trainieren können.

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