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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

18.11.2017

Kameradschaftsabend 2017

Die Retter der Bergwacht Steingaden-Peiting sind ehrenamtlich im Kenzengebiet im Einsatz. Während den Sommermonaten ist die Bergwacht-Hütte besetzt, um bei Notfällen so schnell als möglich bei einer verletzten Person zu sein. Als Anerkennung für diese geleisteten Bereitschaftsdienste wurden die Bergwachtmänner und -frauen mit ihren Partnerinnen und Partnern zu einem Abendessen in die Zechenschenke in Peiting eingeladen.

Bereitschaftsleiter Josef Schleich jun. bedankte sich für die geleisteten Dienste und Einsätze. Die rund 80 Anwesenden genossen das reichhaltige Büfett und anschließend gratulierte man Florian Degle zu seiner 50jährigen Mitgliedschaft. Schleich überreichte ihm das goldene Ehrenzeichen der Bergwacht Bayern.30 Jahre länger gibt es nun schon die Bereitschaft, die damals in Schongau gegründet wurde und während der Kriegsjahre die Unterstützung von guten Bergsteigern aus Peiting bekam, da die Schongauer zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Diesen Rückblick lieferte der Schriftführer Robert Zimmermann den interessierten Zuhörern. Er informierte über diesen langen Zeitraum, indem er vor allem die Besonderheiten der einzelnen Jahrzehnte zusammenfasste. Angefangen von den Schwierigkeiten der ersten Jahre ohne eigenes Fahrzeug, über die immer umfangreichere Ausbildung, die aufgrund der neuen Rettungsgeräte notwendig wurde – hier sind die Hubschraubereinsätze ab den 70er Jahren zu erwähnen – bis hin zu der aktuellen Situation mit einer zusätzlichen Bergrettungswache in Steingaden, um noch schneller im Einsatzgebiet den betroffenen Menschen zu helfen. Somit erklärt sich auch der Name der Bereitschaft, die als „Steingaden-Peiting“ im Verbund der Bergwacht Bayern geführt wird.Anschließend stellte der stellvertretende Bereitschaftsleiter die sieben Anwärter vor, die zurzeit ihre Ausbildung absolvieren und nächstes Jahr in den aktiven Dienst eintreten. In diesem Zusammenhang bedankten sich die Anwärter bei ihren Ausbildern für die gut organisierten und umfassenden Ausbildungseinheiten. Ebenfalls eine schöne Geste ist das Hochzeitsgeschenk für Bergretter, die innerhalb des vergangenen Jahres geheiratet haben. Martin Maurer hatte sich zu diesem Schritt entschlossen und Josef Schleich überreichte einen Gutschein für ein Abendessen auf der Kenzenhütte.Um die Bereitschaftskasse ein bisschen aufzubessern, hatten der Hüttenwart und der Kassier beschlossen, Fundgegenstände aus der Hütte und Garage an diesem Abend zu versteigern. Somit erinnerte sich dann der eine oder andere an seine vermisste Ausrüstung und konnte sie jetzt wieder „zurückkaufen“. Mit dieser unterhaltsamen Einlage endete dann auch der offizielle Teil und alle Anwesenden freuten sich noch über den geselligen Abend. 

Quelle: rz

05.04.2017

Jahreshauptversammlung 2017

58 Mitglieder der Bergwacht Steingaden-Peiting haben jetzt mit Bereitschaftsleiter Josef Schleich auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurückgeblickt.

Steingaden – Zum einen lieferte der Kassier einen guten Kassenbestand, wodurch für das neue Jahr wieder entsprechend notwendige Ausrüstung beschafft werden kann. Und zum anderen stehen elf Anwärter bereit, um sich innerhalb der nächsten Zeit zum Bergwacht-Mitglied ausbilden zu lassen.

„Dafür ist eine aktive Ausbildergruppe verantwortlich, die sich an den entsprechenden Terminen mit viel Engagement um die Inhalte kümmert“, sagte Schleich. Dies betrifft sowohl die Theorie als auch die Praxis und geht vom medizinischen Grundwissen über die verschiedenen Rettungsgeräte und die Funkausbildung, die nun über die Digitaltechnik abläuft.

Ansonsten wurden die Vorsorgedienste im Kenzengebiet geleistet, und in der Statistik verbuchten die Bergretter insgesamt 19 Einsätze, davon neun mit Hubschrauberunterstützung. In Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit sind die Auftritte bei der Gewerbeschau in Peiting und der Tag der offenen Tür in Steingaden zu vermerken. „Dabei konnte den interessierten Besuchern ein Einblick in die Tätigkeit der Bergwacht vermittelt werden“, so Schleich in seinem Jahresbericht.

Im Rahmen der Bergwacht-Hauptversammlung standen auch Neuwahlen auf dem Programm. Bevor jedoch eine neue Vorstandschaft gewählt wurde, wurde der aktuelle stellvertretende Bereitschaftsleiter Michael Schmid verabschiedet. „Insgesamt war er 16 Jahre für die Bergwacht-Mannschaft verantwortlich und kümmerte sich in sehr turbulenten Zeiten um die Belange der Bergretter“, lobte Bereitschaftsleiter Schleich.

Innerhalb dieser Amtsperioden mussten drei Umzüge der Ausbildungsräume organisiert werden. Der Anbau an der Feuerwehrgarage in Peiting für das Einsatzfahrzeug und später dann, der im Zuge der Neustrukturierung durch das Rettungsdienstgesetz notwendige Bau der Rettungswache Steingaden, fielen in seine Amtszeit. „Daneben werden auch die geselligen Veranstaltungen, die Michael Schmid mit vielen amüsanten Ideen umsetzte, in Erinnerung bleiben.“

Die anschließenden Wahlen bestätigten Josef Schleich als Bergwacht-Bereitschaftsleiter, zu seinem neuen Stellvertreter wurde dann Martin Maurer gewählt. Die weiteren Mitglieder des Bergwacht-Ausschusses wurden von der neuen Bereitschaftsleitung bestimmt.

Quelle: Münchner Merkur

08.01.2017

Jahresrückblick 2016

Die Bergwacht Steingaden-Peiting betreut das Einsatzgebiet Kenzen und unwegsames Gelände rund um Peiting und Steingaden. Die 72 Bergwachtfrauen und –männer absolvieren an den Wochenenden im Sommer einen Vorsorgedienst im Kenzengebiet. In den Wintermonaten unterstützen sie die Bergwacht Füssen beim Pistendienst am Buchenberg. Werktags sind der Einsatzleiter und weitere Bergretter rund um die Uhr über Meldeempfänger erreichbar.

Aktuell sind 10 Anwärter in der Gruppe, die in den verschiedenen Tätigkeiten der Bergwacht ausgebildet werden. In einem Eignungstest, bei dem neben Kondition auch das Können beim Klettern oder Skifahren überprüft wird, bewähren sich die Anwärter zunächst einmal. Anschließend beginnt die theoretische und praktische Ausbildung, in der sie das Wissen zu medizinischen Notfällen vermittelt bekommen. Darüber hinaus ist der Umgang mit den technischen Hilfsmitteln Grundvoraussetzung für spätere Einsätze. Hierzu gehört auch die Ausbildung am Hubschrauber, der in den meisten Einsätzen zur Unterstützung gerufen wird. Diese Inhalte sind dann auch Gegenstand der Sommer- und Winterprüfung.

Aber nicht nur die Anwärter sind mit der Ausbildung beschäftigt. Über die Wintermonate kümmert sich das Ausbilderteam um die Weiterbildung der aktiven Einsatzkräfte. Einmal in der Woche wird durch Vorträge oder Übungen das notwendige Kow-How für den Ernstfall vermittelt. Zusätzlich nutzt die Bergwacht Steingaden-Peiting die Ausbildungshalle der Bergwacht Bayern in Bad Tölz. Hier kann bei jedem Wetter die Bergung aus Seilbahnen und von verletzten Gleitschirmfliegern aus Bäumen geübt werden. Ebenso wird durch dieses Training das Verhalten am und im Hubschrauber verinnerlicht.

Dank der erlangten Fertigkeiten kann der Einsatzleiter die Bergretter gezielt einsetzen. Im Jahr 2016 waren es aktuell 19 Notfälle zu denen die Bergwacht Steingaden-Peiting gerufen wurde. Zwölf davon wurden mit Unterstützung eines Hubschraubers durchgeführt. Neben den aktiven Einsatzkräften gibt es in unserer Bergwacht Spezialisten. Ein BW-Notarzt und zwei Kriseninterventionskräfte sind für das Wohl der Patienten und deren Angehörige verantwortlich. Eine Höhlenretterin und zehn ausgebildete Einsatzleiter ergänzen das Team.

Die Einsätze und Übungen können nur reibungslos ablaufen, wenn die technische Ausrüstung im besten Zustand vorhanden ist. Hierzu stehen uns drei Stützpunkte zur Verfügung, die entsprechend unterhalten werden müssen. Neben dem Depot in Peiting, in dem der VW-Bus und einige Gegenstände der Grundausrüstung bereit stehen, ist vor allem die Bergrettungswache Steingaden für die Einsätze entscheidend. Hier ist das Rettungsfahrzeug Toyota, das ATV und die Hauptausrüstung für die Einsätze untergebracht.

Der Skoda Yeti, das Fahrzeug für die Einsatzleiter, ist mit Funk und medizinischer Grundausstattung ausgerüstet. Somit kann der diensthabende Einsatzleiter zum Rettungsstützpunkt Bergwachthütte Kenzen oder direkt zum Einsatzort fahren.

Dieser Rettungsdienst wird von der Bergwacht Steingaden-Peiting nun schon seit 1937 bereitgestellt. Zunächst lag der Schwerpunkt im Bereich Naturschutz, aber die Klettertouren am Geiselstein erforderten mehr und mehr Bergungen verunglückter Bergsteiger. Hierbei ist hervorzuheben, dass diese Arbeit immer schon ehrenamtlich geleistet wurde.

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Die praktischen und theoretischen Ausbildungen, die sehr aufwendig und zeitintensiv sind, ermöglichten den routinierten und sicheren Ablauf bei den Einsätzen. Als Ausgleich für diese verantwortungsvolle Aufgabe, die die Mitglieder der Bergwacht in vollem Umfang bewältigen, darf die Geselligkeit nicht zu kurz kommen. Beim jährlichen Kameradschaftsabend bedankt sich die Bereitschaftsleitung bei allen Bergwachtsmitgliedern mit einem gemeinsamen Abendessen.

Ich bedanke mich im Namen der Bergwacht Steingaden-Peiting bei allen Förderern und Unterstützern. Durch Ihre finanziellen Beiträge kann neue Ausrüstung beschafft werden und wir können unsere technischen Hilfsmittel unterhalten. Ich wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr und noch viele unfallfreie Bergtouren.

Josef Schleich - Bereitschaftsleiter

19.11.2016

Kameradschaftsabend 2016

Am Ende des Jahres blickt die Begwacht gerne in geselliger Runde auf die zurückliegenden Ereignisse. Diesen Anlass nutzte der Bereitschaftsleiter Josef Schleich jun., um seinen Dank für die geleisteten Dienste und Einsätze auszusprechen und auch um langjährige Mitglieder zu ehren.

Zu diesem Abend sind auch die Partnerinnen und Partner der Bergwachtmänner und -frauen eingeladen, da sie dieses Ehrenamt mit unterstützen. Rund 80 Anwesende in der Zechenschenke in Peiting konnten das reichhaltige Büfett genießen. In diesem Jahr wurde Johann Maier für seine 50jährige Zugehörigkeit und seinen aktiven Dienst in der Berwacht Bayern ausgezeichnet. Seine Ehefrau bekam zum Dank ihrer Unterstützung einen Blumenstrauß. Besonders hervorzuheben ist auch, dass die Anwärter der letzten zwei Jahre ihre Prüfung erfolgreich abgeschlossen haben und als Zeichen der Zugehörigkeit und mit dem Sicherheitsgedanken, der für jeden Einsatz immer sehr wichtig ist, überreichte Josef Schleich jedem eine Rettungsschlinge. Im Gegenzug schenkte Iris Rohrmoser aus der Gruppe der neuen Bergwachtler den Ausbildern als Dankeschön ein kleines Brotzeitbrett. Eine nette Anekdote ist im Hinblick auf die zukünftigen Bergwachtanwärter zu erwähnen. Innerhalb der letzten zehn Monate wurden sechs Mädchen geboren. Somit wird ein Ausbilder für die Anwärter-Mädchengruppe 2032 gesucht. Um die Zugehörigkeit der Babys zu betonen, bekamen die Väter einen Strampler mit Bergwachtabzeichen. Ebenfalls eine schöne Geste sind die Hochzeitsgeschenke für die Paare, die innerhalb dieser Zeit heiraten. Zwei Paare haben sich zu diesem Schritt entschlossen und Josef Schleich überreichte Gutscheine für die Kenzenhütte. Anschließend hatte der stellvertretende Bereitschaftsleiter Michl Schmid noch einige amüsante Rückblicke aus dem Vereinsleben zu berichten und mit Gesang und netten Unterhaltungen vergnügten sich die Anwesenden den gelungenen Abend.

13.11.2016

Training im ZSA Bad Tölz

Vergangenen Sonntag war es für die Bergwacht Steingaden-Peiting wieder so weit. Das jährliche Training im Zentrum für Sicherheit und Ausbildung (ZSA) in Bad Tölz konnte für die aktiven Einsatzkräfte nach dreijähriger umbaubedingter Pause wieder stattfinden.

Insgesamt übten 20 Einsatzkräfte unserer Bereitschaft am Wochenende in der Simulatorhalle, wo realitätsnah und intensiv diverse Einsatzszenarien durchgespielt werden können. Begonnen wurde mit dem Übungsszenario einer Evakuierung von Umlaufkabinen mit Hilfe des Hubschraubers. Dabei wird zuerst ein Bergretter auf dem Dach der Kabinenbahn abgesetzt. Dieser seilt sich zu den Insassen im Inneren ab und bereitet die Gäste für den Abtransport vor. Ein zweiter Retter wird anschließend an der Winde des Hubschraubers zur Kabine abgelassen und birgt die festsitzenden Personen.

Als nächstes Szenario erfolgte die Kaperbergung einer Seilschaft aus der Wand. Hierbei wird der Bergwachtmann an der Winde zu den Kletterern abgelassen. Nachdem diese gesichert wurden, kann mittels Schere das Kletterseil gekappt und der Patient aus der Wand ausgeflogen werden. Dieser Ablauf ist in der Realität besonders kritisch, da der Hubschrauber während der Bergung direkt mit der Wand verbunden ist und somit eine „Gefesseltsituation“ entsteht, bei der der Pilot nicht abdrehen kann. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen, um die Rettung möglichst zügig abzuwickeln.

Durch die Umbaumaßnahmen der letzten Jahre befinden sich im ZSA nun zwei unabhängige Hubschrauberzellen, wodurch jeweilige Szenarien parallel geübt werden können. Durch die Nachbildung eines Hauses in der Halle konnte auch die Bergung von Personen von Hausdächern geübt werden, was beispielsweise bei der Bergung durch Hochwasser eingeschlossener Personen notwendig ist. In den Luftrettungszirkel ist außerdem eine Station integriert, bei der die Herz-Lungen-Wiederbelebung unter Einsatz eines Frühdefibrillators trainiert wird. Weitere Stationen waren die Bergung von Patienten mittels Bergesack sowie Rettungsdreiecks aus abschüssigem Gelände.

Am Nachmittag wurden bodengebundene Rettungstechniken geübt, wie die Bergung von verunglückten Gleitschirmfliegern aus Bäumen. Bei diesem Szenario steigt ein Bergwachtmann mit Hilfe spezieller Baumsteigeisen zum Gleitschirmpilot auf und lässt diesen am Seil zum sicheren Boden ab.

An der letzten Station des Tages wurde die Evakuierung von Sesselbahnen trainiert. Bei Stillstand von Liftanlagen werden die festsitzenden Personen in der Regel von Mitarbeitern des Liftbetreibers in Zusammenarbeit mit der Bergwacht evakuiert. Hierbei kommt ein bayernweit standardisiertes Verfahren zum Einsatz, was die Zusammenarbeit immens erleichtert.

Alles in Allem war die Rückmeldung zur Ausbildung im ZSA durchwegs positiv, durch das intensive Training können innerhalb eines Tages alle gängigen Rettungstechniken geübt und das Wissen aufgefrischt werden.


18.12.2015

Spendenübergabe Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG

Die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel unterstützt jährlich hiesige Vereine und Institutionen. So konnte auch Bereitschaftsleiter Josef Schleich für die Bergwacht Steingaden-Peiting eine Spende über 1.000 € entgegennehmen, die durch den Bankvorstand überreicht wurde.

Das Geld wird für die Beschaffung von Einsatzbekleidung und persönlicher Schutzausrüstung verwendet.
Herzlichen Dank an die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG.

 

01.12.2015

Ehrungen und Übernahme AEK

Beim diesjährigen Kameradschaftsabend der Bergwacht Steingaden/Peiting konnte Bereitschaftsleiter Josef Schleich verdiente Bergretter ehren. Für 25-jährige Tätigkeit im Bergrettungsdienst wurde Michael Schmidt aus Steingaden und Florian Feiler das silberne Ehrenzeichen der Bergwacht Bayern verliehen. Josef Schleich bedankte sich bei beiden für die geleistete Arbeit und ihr Engagement. Einen besonderer Dank galt dem geehrten Michael Schmidt, der viele Jahre stellv. Bereitschaftsleiter war und zu einer der erfahrensten Einsatzkräfte und Einsatzleiter zählt. Außerdem ist Michael Schmidt sehr stark in der Ausbildung unserer jungen Bergretterinnen und Bergretter eingebunden.

Erfreulicherweise konnten dieses Jahr 6 fertig ausgebildete Bergretter in den aktiven Dienst übernommen werden.
Josef Schleich beglückwünschte die neuen Bergretter zu den bestandenen Prüfungen und überreichte ihnen eine Selbstsicherungsschlinge, damit sie immer sicher im Einsatz und bei Übungen unterwegs sind.


von links: Bereitschaftsleiter Josef Schleich, Dominik Kirchbichler, Dustin Kuppe, Thomas Stingl, Andreas Kasek, Michael Hank, Benedikt Socher

29.11.2015

Spende des Musikvereins Steingaden

Im Rahmen eines Benefizkonzerts des Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen, das der Musikverein Steingaden organisiert hatte, konnte unser Bereitschaftsleiter Josef Schleich eine Spende von 1.000 € für die Bergwacht Steingaden-Peiting entgegennehmen.
Daher möchten wir ein herzliches "Vergelt's Gott" an den Musikverein Steingaden mit ihrem Vorstand Andi Strauß aussprechen.


30.04.2015

Wechsel bei der Bergwacht Steingaden-Peiting

Rückblickend war das Jahr 2014 für die Bergwacht Steingaden-Peiting sehr ereignisreich. Zwar ging durch den schneearmen Winter 2013/14 und den darauffolgenden schlechten Sommer die Zahl der Einsätze im Vergleich zu 2013 zurück, jedoch mussten einige schwierige Einsätze mit Hubschrauberunterstützung im Einsatzgebiet durchgeführt werden. Sehr selten bekommen die Retter Danksagungen. Einer schrieb z.B.: „Liebe Bergwachtkameraden, ohne Eich dad i nimmer leben. Ich möchte alle Retter zu einer Brotzeit auf die Kenzenhütte einladen.“ Dieser Einladung folgten die Beteiligten dankbar.

Eine weitere wichtige Neuerung im vergangenen Jahr, war die Nachrüstung mit modernen Rettungsgeräten. So wurde eine Ausrüstung für Lawinenunfälle beschafft, neue GPS-Geräte eingeführt und ebenso konnten die Bergretter mit einer erweiterten Felsrettungsausrüstung ausgestattet werden. 

Besonders erfreulich ist die Nachwuchssituation. Momentan befinden sich 16 Anwärter/innen in der dreijährigen Anwärterausbildung. Dank großzügiger Spenden können die Anwärter mit der notwendigen Einsatzausrüstung ausgestattet werden.

Der G7-Gipfel hat auch Auswirkungen auf die Bereitschaft Steingaden-Peiting. So unterstützen 8 Kameraden während dieser Zeit die Kollegen in Garmisch. Dazu wurde in der Bergwacht der Digitalfunk eingeführt und alle aktiven Einsatzkräfte sind bereits mit dieser neuen Technik der Funkgeräte ausgebildet. 

Eine personelle Veränderung ergab sich ebenso innerhalb der Bereitschaft. Der bisherige Bereitschaftsleiter Michael Schmid übergibt nach 14 Jahren seinen Posten an Josef Schleich Jr. und übernimmt das Amt des stellvertretenden Bereitschaftsleiters.

Michael Schmid übergibt symbolisch die „Seilführung“ an Seppi Schleich

25.01.2015

Winterübung Kenzen

Am dritten Januarwochenende erfolgte die jährliche Winterübung im Variantengelände. Dieses Jahr wurde die Risikobewertung der Lawinengefahr bei einem Einsatz, Bergung aus Variantengelände und der planmäßige Lawineneinsatz geübt. Bei der Bergung aus Variantengelände wurde der Verletzte mittels Seilsicherung und Akja versorgt und anschließend abtransportiert. Die richtige Beurteilung der Lawinengefahr im Einsatz kann entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg der Bergung sein, weshalb dieser besondere Beachtung geschenkt werden muss. Der spärliche Schneefall des vorangegangenen milden Januars machte der Übung keinen Strich durch die Rechnung und es konnte gefahrlos trainiert werden. 

03.01.2015

Akja-Ausbildung für Anwärter

Am Samstag, 03.01.2015 wurde für alle Anwärter eine Ausbildung mit dem Akja am Buchenberg durchgeführt. Geübt wurde das Versorgen und Abtransportieren von verletzten Personen auf der Skipiste. Mit dabei waren insgesamt 9 Anwärter und 2 Ausbilder. 

19.06.2014

Naturschutzwanderung für Anwärter

Auch dieses Jahr wurde für die Anwärter unserer Bereitschaft eine Naturschutzwanderung im Kenzengebiet durchgeführt, bei der die Naturschutzausbildung auch praktisch nähergebracht wurde. Am 19.06.2014 starteten 7 Anwärter und unser Naturschutzwart einen Rundgang, um die Fauna der heimischen Bergregion zu untersuchen. Mit Hilfe einiger Fachbücher wurden Blumen, Gräser und Bäume genauestens begutachtet. Dabei gilt der Dank vor allem unserem gut ausgebildeten Naturschutzwart, der auch ohne Bücher mit seinem Wissen glänzen konnte. 

10.05.2014

Übung mit Wasserwacht und BRK

Am Samstag, den 10. Mai fand eine groß angelegte Übung mit Wasserwacht, Rotem Kreuz, Katastrophenschutz und Bergwacht statt. Dabei wurde das Zusammenspiel der verschiedenen Rettungsorganisationen in diversen Szenarien geübt. Zuerst wurde die Bergwacht Steingaden-Peiting zu einer verletzten Person gerufen, die sich in einem steilen Abschnitt des Lechufers am Doswald befand. Diese wurde zuerst medizinisch versorgt und anschließend mit Dyneema-Statikseil und Gebirgstrage in ein Motorboot der Wasserwacht abgelassen, welche die verletzte Person anschließend am Ufer an einen RTW übergab. 

Beim zweiten Szenario befand sich eine unverletzte Person in der Mitte einer Seilbahn über dem Wasser und konnte diese nicht mehr verlassen. Zur Bergung wurden 4 Bergwachtler mit einem Motorboot von der Wasserwacht abgeholt und zum "Patienten" gefahren. Anschließend fuhr ein Bergwachtler an einer Seilfahrrolle zum Patienten, welcher diesen in ein weiteres zur Verfügung stehendes Boot abseilte. 

Alles in allem konnte durch die gut organisierte Übung das Zusammenspiel der für die unterschiedlichsten Rettungsbereiche spezialisierten Organisationen ideal trainiert werden, um im Ernstfall einen reibungsfreien Ablauf zu gewährleisten. 

22.06.2013

Sonnwendfeuer auf dem Geiselstein

Auch dieses Jahr lies es sich die Bergwacht Steingaden-Peiting nicht nehmen, auf dem Geiselstein ein Sonnwendfeuer zu entzünden. Am 22ten Juni versammelten sich 11 Bergwachtkameraden/innen, jeder mit einem Rucksack voll Feuerholz, um dem alten Brauch des Sonnwendfeuers nachzugehen. Dabei wird am Tag der Sommersonnwende auf den umliegenden Berggipfeln in den frühen Abendstunden ein Feuer entzündet, das von weit her sichtbar ist. Auch wenn es vorab so schien, dass das Wetter nicht mitspielen würde, klarte der Himmel am Abend auf und die Sicht auf die benachbarten Feuer am Kenzenkopf und Grubenkopf war garantiert. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Aktion im nächsten Jahr unbedingt wiederholt wird. 

28.04.2013

Bergwacht bei der Auerbergland-Gewerbeschau

Am vergangenen Wochenende fand zum 8. Mal die Auerbergland Gewerbeschau statt. Diesmal wurde die ehemalige Tennishalle in Lechbruck am See für die Ausstellung genutzt. Bei der Veranstaltung waren Vertreter von Handel, Handwerk, Gewerbe und Dienstleistung vor Ort und die Besucher konnten sich über die regionalen Angebote informieren. Auch die Bergwacht Steingaden-Peiting war mit einem Stand vertreten, an dem die Besucher mehr über die ehrenamtlichen Tätigkeiten der Organisation erfahren konnten. Die ausgestellten Fahrzeuge wurden auch von den jungen Besuchern genauestens inspiziert und getestet.

14.04.2013

Wir trauern um unseren Kameraden Andreas Weiß

Am Sonntag, den 14. April unternahmen vier Kameraden der Bergwachtbereitschaft Steingaden-Peiting eine Skitour im Lechtal. Dabei stiegen sie zu Fuß vom Skidepot zum Gipfel der Balschtespitze auf. Beim Abstieg brach jedoch ein Teil des eingewehten Grates ab und zwei der Bergwachtler stürzten rund 100 Meter in die Tiefe. Während sich ein Kamerad nur leichte Verletzungen zuzog, überlebte Andreas Weiß das Unglück nicht.

Wir trauern um den begeisterten Skihochtourenführer und Bergwachtkameraden, der einer unserer größten Hoffnungsträger war.  

Die Bergwachtbereitschaft Steingaden-Peiting

07.12.2012

Spendenübergabe an die Bergwacht

Am vergangenen Freitag überreichte Fritz Lutzenberger im Namen der Kreissparkasse Schongau eine Geldspende an die Bergwacht Steingaden-Peiting. Der Bereitschaftsleiter Michael Schmid nahm diesen Betrag dankend an und informierte Herrn Lutzenberger über den Verwendungszweck.

Da die Bergwachtgruppe zurzeit acht neue Anwärter ausbildet, ist es notwendig diese auch mit der passenden Einsatzbekleidung auszustatten. Mit den gespendeten 1717 € wird ein Teil der Kosten für die Anoraks und Winterhosen der neuen Mitglieder finanziert. Der günstige Beschaffungspreis wird über die Bergwacht Bayern ermöglicht. Darüber hinaus muss aber jeder Bergwachtler seine persönliche Ausrüstung selbst bezahlen. Hier summieren sich fürs Klettern (Gurt, Karabiner, Schuhe), für die Skiausrüstung (Tourenski, Skistiefel, Steigfelle) und private Bekleidung ca. 3000 € pro Mitglied. Umso glücklicher schätzt sich die Bergwacht Steingaden-Peiting, wenn sie durch Spenden ihren aktiven Kräften eine Unterstützung bei der Beschaffung zukommen lassen kann. 

27.04.2012

Hubschrauberübung mit der Bundeswehr in Unterammergau

Am 27.04.2012 fand die voraussichtlich letzte Hubschrauberübung mit dem LTG 61 aus Penzing und der Bergwacht statt. Die Führung des Lufttransportgeschwaders 61 wird ab Mitte Juli dem Heer übergeben und der Fliegerhorst Penzing inklusive der stationierten Hubschrauber vom Typ Bell UH-1D voraussichtlich Ende des Jahres geschlossen. Wer die SAR-Aufgaben zukünftig übernehmen wird ist noch unklar.

Bei der Übung am Pürschling in Unterammergau waren die Bergwachtbereitschaften Bad Kohlgrub, Unterammergau, Oberammergau und Steingaden-Peiting beteiligt. Dabei wurden die beim Hubschraubereinsatz wichtigen Kommandos mit dem Windenoperator und der Winchvorgang mit der Seilwinde mit Bergretter und Bergesack trainiert. 

Zukünftig stehen für Hubschrauberübungen nur noch die Hubschrauber Christoph Murnau des ADAC, der RK-2 der DRF Luftrettung und der EC 155 der Bundespolizei zur Verfügung. 

 

26.11.2011

Bergwacht Schongau-Peiting ändert Ihren Namen

Im Jahr 2006 wurden innerhalb der gesamten Bergwacht Bayern die Einsatz- und Einsatzleitstrukturen umgestellt. Dies umfasste den Aufbau der Integrierten Leitstellen sowie den Bau zusätzlicher Bereitschaftsstützpunkte. Dazu wurde von der Berwacht Schongau-Peiting die Bergrettungswache Steingaden gebaut, um bei Einsätzen im Kenzengebiet schneller beim Patienten zu sein. Da diese aus organisatorischer Sicht innerhalb der Bereitschaft an oberster Stelle steht war es notwendig, den Namen Steingaden auch im Bereitschaftsnamen zu führen. Deshalb wurde die Bergwacht Schongau-Peiting nach 74 Dienstjahren in Bergwacht Steingaden-Peiting umbenannt. Mit diesem letzten Schritt ist die Umstrukturierung innerhalb unserer Bereitschaft vollzogen und wir können uns zukünftig wieder voll und ganz unserer Kernaufgabe – dem Rettungsdienst – widmen.

04.11.2011

Bergwacht sorgt für Sicherheit beim Klettern

Seit Monaten beobachteten die Mitglieder der Bergwacht Schongau-Peiting mit Sorge den zunehmenden Zerfall eines Felsturmes am Geiselstein. Da der Turm unmittelbar im Gratbereich des Gipfels über der Südwand stand, stellte er eine permanente Bedrohung für alle Kletterer in den Kletterrouten der Südwand dar. Die 200 Meter hohe Wand mit ihren 5 Kletterrouten im Schwierigkeitsbereich von 4 bis 7 (UIAA) ist bei Kletterern sehr beliebt und wird dementsprechend sehr häufig begangen.

In einer aufwendigen "Reinigungsaktion" wurden ca. drei Kubikmeter loses Gestein mittels Hebeisen gelöst und in die Tiefe geschickt. Anschließend seilten sich zwei Bergwachtler durch die Südwand ab, um liegengebliebene Steine zu beseitigen und die Kletterhaken zu kontrollieren. Wenn diese Aktion auch sehr schweißtreibend und nicht ganz ungefährlich war, so ist sie doch ein  nicht zu unterschätzender Beitrag zur Sicherheit beim Klettern am Geiselstein.

Es war schon immer ein Anliegen der Bereitschaft, die Zahl der Unfälle beim Klettern zu reduzieren. So wurden von Seiten der Bergwacht ca. 300 alte Felshaken in den Kletterrouten am Geiselstein durch Bohrhaken ersetzt. Die Zahl der schweren Kletterunfälle ging daraufhin stark zurück. 

 

08.10.2010

Übung in der Schnalz

Abends, 20.00 Uhr, ging folgendes Meldebild  ein: „zwei Geocacher, davon eine abgestürzt, GPS-Koordinaten vorhanden, zweite Person über Handy erreichbar.“

Nach Eingang der Meldung machten sich sieben Bergwachtler mit dem Einsatzfahrzeug und dem Mannschaftsfahrzeug auf den Weg zur Unfallstelle. Die Einsatzstelle wurde mittels der Koordinaten über die Leitstelle identifiziert.

Am Einsatzort bot sich folgendes Szenario:

Ein Geocacher, unverletzt, berichtete über den Absturz seiner Freundin im steilen Gelände, Verletzungen unbekannt. Daraufhin wurden zwei Mann mit Material zur medizinischen Erstversorgung zur verletzten Person vorausgeschickt.

Während der Erstversorgung bereitete der Rest der Rettungsmannschaft die Gebirgstrage zum Ablassen vor. Diese ist eines der wichtigsten Rettungsmittel abseits befestigter Rettungswege.

Aufgrund folgenden Verletzungsbildes: ein im Arm steckender Ast, verschiedene Schürfwunden, Unterkühlung, Verdacht auf eine Beckenverletzung und nicht verfügbarem Notarzt, wurde ein schnellstmöglicher Transport ins Krankenhaus nötig.

Insgesamt verlief die Übung recht gut und das Zusammenspiel der Bergwachtler war optimal. In der Nachbesprechung konnten noch einige Verbesserungsvorschläge eingebracht werden.

An dieser Übung waren insgesamt 10 Bergwachtler beteiligt.

MM

25.06.2010

Übung mit der Drehleiter

Das ganze Jahr über sollte auch der Hubschraubereinsatz in der Bergwacht, speziell der Umgang mit der Seilwinde und die dazugehörigen Kommandos geübt werden. Da es jedoch eine kostspielige Sache ist mit einem Hubschrauber vor Ort zu üben, ließ sich einer unserer Ausbilder etwas Besonderes einfallen.

Mit Hilfe der Drehleiter der Peitinger Feuerwehr lässt sich der grundsätzliche Ablauf beim auf- und abwinchen genauso einüben. Alle aktiven Mitglieder konnten so ihre Kenntnisse auffrischen und die Anwärter einen weiteren Teil der Ausbildung mitnehmen.

MM

29.09.2010

Höhlenretter üben schwierigen Patientenbergung

Erstmalig führte die Bergwacht Bayern diesen Fortgeschrittenenkurs durch. Sie reagierte damit auf neue Erfordernisse, die die Änderung des bayerischen Rettungsdienstgesetzes mit sich brachte: Die Bergwacht muss auch die Hilfeleistung in wasserführenden Schluchten und in Höhlen sicherstellen.

Daher wurden in den letzten Jahren in allen Bergwachten, in deren Dienstgebiet Höhlen sind, entsprechende Rettungsstrukturen aufgebaut: die „Höhlenrettungswachen“. Parallel zur technischen Ausstattung musste die entsprechende Spezialistenausbildung definiert und organisiert werden.

Unter Leitung von Artur Hofmann (Höhlenbeauftragter der Bergwacht im Hochland) hatten Höhlenretter der Bergwacht Rosenheim, zusammen mit Rettern anderer Bereitschaften, die Inhalte des zweiten Ausbildungsabschnittes erarbeitet.

Die neue „Rettungswache Samerberg“ in Grainbach bot sich als idealer Standort für die Theorieausbildung an. Als ortsnahe Unterkunft für praktische Übungen in der Spielberghöhle stellte die Bergwacht Rosenheim ihre Diensthütte zur Verfügung.

Im Laufe des Wochenendes wurden unter fachkundiger Anleitung Felsbrocken zerlegt, Seilbahnen über Höhlenklüfte aufgebaut und spezielle Rettungstragen zum Transport durch engste Höhlengänge und tiefe Höhlenschächte eingesetzt. Die 19 Kursteilnehmer waren trotz Nässe und Kälte mit Konzentration und großem Einsatz bei der Sache.

Besonderen Spaß machte ihnen die technisch anspruchsvolle Höhlenbefahrungstour am Sonntag: Kanonenrohrgang – Schwarzer Mann – Überstiegschacht – Briefkastlschlitz …, die Namen der Höhlenpassagen sprechen für sich!

Bei der Schlussbesprechung werteten die Teilnehmer den Kurs als vollen Erfolg. Artur Hofmann bedankte sich bei der Bergwachtbereitschaft Rosenheim für die freundliche Aufnahme. Das erfahrene Höhlenretterteam der Bergwacht Rosenheim hatte den größten Teil der Ausbildungsgrundlagen erarbeitet und fünf Ausbilder gestellt. Dafür sprach Hofmann seine besondere Anerkennung aus. 

Autor: BW RO (AS)

18.09.2010

Vorbereitung zur Sommerprüfung 2010

Die Bergwachtbereitschaft Schongau-Peiting konnte 2010 drei Anwärter zur Sommerprüfung des 

Bergwachtabschnitts Hochland entsenden.

Diese fand im Alpspitzgebiet statt und beinhaltet folgende praktische Prüfungsbereiche:

-          planmäßige Bergung, d.h. Aufbau des Speleoseils, Umbau zum Aufziehen mittels Flaschenzug, Stand mit drei Fixpunkten und Stand an Blockverankerung

-          behelfsmäßige Bergung, d.h. Schweizer Flaschenzug, Seilverlängerung oder Zwei-Mann-Bergungsmethode

-          Naturschutz, d.h. Kenntnis des eigenen Dienstgebiets und Naturkunde vor Ort

Weiterhin eine theoretische Prüfung zu folgenden Bereichen:

-          Bergrettung allgemein, schwerpunktmäßig Verhalten bei Luftrettung, Aufbau und Organisation
der Bergwacht, Wetterkunde, Kenntnisprüfung der Einsatzausrüstung

-          Naturschutz, d.h. Fauna und Flora, Rechtskunde

Im Rahmen dieser Prüfungsbereiche gehört natürlich nochmals die Überprüfung der allgemeinen
Kletterfähigkeiten (4. bis 5. Grad)  und der Bewegung im Gelände dazu.

Insgesamt nahmen knapp 40 Prüflinge an dieser Sommerprüfung teil, gesamt waren es knapp 80 Anwärter zur Sommerprüfung 2010

MM

28.03.2009

Fliegende Kisten am Schnaidberg

Beim siebten Kanapee-Schlittenrennen südlich von Peiting im Ortteil Ramsau zeigten die 19 Teams mit ihren Fantasiebauten in rasanter Fahrt gewagte Sprünge über die Schanze. Auf der gut präparierten, zirka 250 Meter langen Rennstrecke bewiesen Mannschaften wie „Holzhackerbuam“, „Sonnenanbeter“, oder „Die wilden Weiber“ ihren Mut. So mancher Schlitten war nach dem Rennen nicht mehr ganz fahrtauglich, mancher Pilot entpuppte sich als Bruchpilot.

Neben dem Hornschlitten-Rennen in Garmisch-Partenkirchen und dem Schnabler-Rennen in Gaißach erfreut sich mittlerweile das Gaudirennen auf Peitinger Flur großer Beliebtheit und hat sich zu einem Pistenspektakel gemausert. Die Organisation dieses Rennens liegt in den Händen der örtlichen Landjugend.

Lautstark und gut gelaunt feuerten die Zuschauer die Fahrer in ihren tollkühnen Kisten an. Und das zeigte vor allem bei den „Edelweiß-Rotkreuzrittern“ der Bergwacht Schongau-Peiting Wirkung. Sie fuhren mit 17,47 Sekunden im zweiten Rennen Bestzeit.

Quelle: www.merkur-online.de

03.10.2008

Neues Gipfelkreuz auf dem Geiselstein

 

Auf dem Geiselstein im Kenzengebiet hat die Bergwacht Schongau-Peiting ein neues Gipfelkreuz aufgestellt. Nach über 20 Jahren war das Gipfelkreuz auf dem Geiselstein auf Grund der Verwitterung zerbrochen. 

Dementsprechend beschloss die Bergwacht Schongau-Peiting ein neues Kreuz aufzustellen. Der stellvertretende Bereitschaftsleiter Michael Schmid, ein gelernter Zimmerer, fertigte das zirka 3,50 Meter hohe Kreuz an. 

Vom Wankerfleck bewegte sich die BW-Mannschaft über den Jägersteig zum Geiselsteinsattel. Ein Voraustrupp kümmerte sich um die notwendige Sicherung mit Kletterseilen durch den Normalweg auf der Nordseite des Geiselsteins. Die zwei Teile wurden dann anschließend durch die Steilwand hinaufgetragen. 

Am Gipfel montierte die Mannschaft das Kreuz an der vorgesehenen Halterung und stellte es auf. Nachdem die Fixierungen und die Stahlseile befestigt waren, wurde der Kasten für das Gipfelbuch montiert und die Aktion Gipfelkreuz war beendet. 

Quelle: Schongauer Nachrichten

23.10.2007

Die Bergwacht Schongau-Peiting wird 70

Peiting - 70 Jahre Bergwacht Schongau-Peiting: Dieses Jubiläum feiert die Rettungsorganisation heuer. 70 Jahre, in denen sich viel verändert hat, wie Bereitschaftsleiter Michael Schmid zurückblickt. Was heute zum Standard gehört, gab es in den Anfangsjahren einfach nicht. Keine Rettung per Hubschrauber, kein Funk und Handy, wenig technische Ausrüstung.

Entstanden ist die Bergwacht aus dem Rettungswesen des Deutschen Alpenvereins, dem sogenannten Grünen Kreuz. Zunächst gehörten der hiesigen Bergwacht nur Schongauer an. Allerdings wurden die Schongauer dann zum Krieg eingezogen, die Peitinger Bergleute dagegen nicht, weil man sie im Bergwerk brauchte. In der Folge sind verstärkt die Peitinger zur Bergwacht gestoßen, und heute setzt sich die Bergwacht Schongau-Peiting etwa zur Hälfte aus Peitingern und zu 30 Prozent aus Schongauern zusammen, der Rest kommt aus dem Umland. 55 Aktive im Alter zwischen 20 und 75 Jahren gehören der Bergwacht an.

Das Einsatzgebiet erstreckt sich über das Kenzengebiet in den Ammergauer Alpen. Im Winter betreut die Bergwacht außerdem das Skigebiet am Buchenberg in Buching.

Wer die Bergwacht aktiv unterstützen will, muss eine umfangreiche Ausbildung absolvieren und viel Freizeit investieren. Er muss gut klettern können, einen alpinen Eignungstest bestehen, einen alpinen Sanitätskursbesuchen und eine Hubschraubergrundausbildung absolvieren. Schließlich geschehen 70 Prozent der Bergungen per Hubschrauber. Drei Jahre dauert die Ausbildung, und auch danach müssen sich die Bergwachtler durch Übungen und Weiterbildungen auf dem aktuellen Stand halten.

Die Ausbildung ist deshalb so anspruchsvoll und umfassend, weil der Bergwachtler unter Umständen alleine oder zu zweit ist und die Erstversorgung machen und selbst entscheiden muss. Schon was den Einsatzort angeht, unterscheide sich die Bergwacht stark von anderen Rettungs- organisationen, so Michael Schmid. Der Bergwachtler könne in den Alpen nicht so schnell jemanden zu Hilfe holen. Auch die Anforderungen an technisches Wissen, körperliche Fitness und Eigenengagement seien hoch.

In fünf Dienstgruppen haben die Bergwachtler jeweils an fünf Wochenenden Sommerdienst und an drei Wochenenden Winterdienst. Falls unter der Woche ein Bergunfall passiert, wird einer der zehn Bergwachtler alarmiert, die einen Alarm-Pieps haben. Dann landet der Hubschrauber auf dem Fußballplatz in Peiting und nimmt von dort den oder die Bergwachtler auf.

Aus diesen Gründen sei es auch nicht so einfach, Nachwuchs zu akquirieren, gesteht Bereitschaftsleiter Michael Schmid: „Die jungen Leute, die klettern können, wollen frei sein und sich nicht bin den, damit sie weiter ihre Touren machen können.“

Zirka zehn Einsätze hat die Bergwacht im Sommer, darunter drei bis fünf lebensbedrohliche. „Heute haben die Leute oft Handys dabei, das erleichtert uns die Arbeit sehr“, sagt Michael Schmid. Die Bergwacht ist aber nicht nur nach Unfällen tätig, sondern auch prophylaktisch. In den vergangenen Jahren haben die Bergwachtler die Kletterrouten saniert. Die alten Haken wurden herausgehauen und durch Edelstahlbohrhaken ersetzt, die nicht mehr rausfallen können. An die 800 Bohrhaken haben die Bergwachtler im Kenzengebiet gesetzt. Schließlich gehört das Kenzengebiet zu den schönsten und beliebtesten Klettergebieten in den deutschen Alpen. Und damit es ein sicheres Gebiet bleibt, dafür sorgt die Bergwacht Schongau-Peiting.

Quelle: Schongauer Nachrichten

16.08.2007

Speleoübung oberhalb vom Lido

(Badestelle auf der Schongauer Seite des Lechs)

Um Rettungseinsätze reibungslos abwickeln zu können, ist es wichtig regelmäßig Übungen durchzuführen.

Das Meldebild lautete: „Eine verletzte Person, welche sich durch Hilferufe bemerkbar machte,
wird am Steilhang vermutet.“

Ursprünglich sollte diese Übung in Zusammenarbeit mit der Leitstelle Oberland durchgeführt werden, leider war dies auf Grund der erhöhten Realeinsatzdichte zu dem Zeitpunkt nicht möglich. Daher wurde die Leitstelle von einem Ausbilder unserer Bereitschaft „ersetzt“.

Vor Ort versuchten die eintreffenden Einsatzkräfte als erstes die verletzte Person zu lokalisieren.
Nach Lokalisierung der genauen Unfallstelle, wurden zwei Ersthelfer mit medizinischer Ausrüstung über leichteres Gelände zum Verletzten vorausgeschickt.

Auf Grund der festgestellten Verletzungen wurde eine Bergung mittels Gebirgstrage nötig. Zusätzlich war es erforderlich die Einsatzkräfte mit Hilfe eines Seilgeländers zu sichern.

Daraufhin begannen zwei Bergwachtler den Aufbau des Speleoseils um die Gebirgstrage mit dem Verletzten zu bergen.

Nach erfolgreicher Bergung wurde der Patient für den Transport mit dem RTW der Straßenrettung übergeben.

Insgesamt nahmen 14 Bergwachtler an der Übung teil. Bei der Nachbetrachtung der Übung hat sich herausgestellt, dass selbst bei hochsommerlichen Temperaturen kurze Hosen für Einsätze ungeeignet sind.

MM

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