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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsatz-Archiv 2017 der Bergwacht Oberstaufen

Bergwacht Oberstaufen rettet verirrte Wanderer

Zusätzlich zu den Einsätzen auf den Skipisten am Tag  mußten am Abend mehrere verirrte Personen in bitterkalter Nacht gefunden und geborgen werden

Wetter:  sternenklar, unter 10 Grad minus

Alarmierung durch die ILS Allgäu am 22.01.2017 um 18.30 Uhr

Am Sonntag, den 22.01.2017 erreichte eine Familie aus Oberschwaben gegen 15.30 Uhr den Parkplatz an der Eistobelbrücke zwischen Grünenbach und Maierhöfen. Sie wanderten durch das Eistobel vermutlich bis zum Steg am Kraftwerk und verließen dann das Tobel in westlicher Richtung. Bei einsetzender Dämmerung und aufgrund der großen Wegstrecke endete die Wanderung jedoch im Wald am sog. Staufenberg (841m) bei Grünenbach bei stockdunkler Nacht. Die Familie mit zwei Töchtern stand frierend in knietiefem Schnee im Wald und wußte nicht mehr weiter. Die Mutter war erschöpft und konnte nicht mehr alleine laufen. Geistesgegenwärtig ergriff die 17-jährige Tochter die Initiative und setzte über die Telefonnummer 112 einen Notruf an die Integrierte Leitstelle in Kempten ab. Nach telefonischer Kontaktaufnahme durch den Einsatzleiter der Bergwacht Oberstaufen konnte sie eine whatsapp-Nachricht mit ihrem eigenen Standort schicken, der wiederum von der Bergwacht ausgelesen werden. Zielsicher ging es dann in den Wald am Staufenberg. Vater und beide Töchter konnten zu Fuß gerettet werden, die Mutter erlitt eine starke Unterkühlung, wurde vom Bergwacht-Notarzt behandelt und mit dem Motorschlitten im Akja geborgen.

Einsatzleiter Dr. Herbert Mayer: Zu spät eine zu große Wanderung bei mangelnder Ortskenntnis und tiefen Temperaturen durchgeführt. Entscheidend war die Initiative der Tochter und das Beherrschen ihrer whattsapp auf dem Smartphone!“

 Einsatzende war gegen 22.00 Uhr. Im Einsatz waren 10 Bergretter der Bergwacht Oberstaufen, zwei Geländefahrzeuge und ein Motorschlitten

Bereits am Tag zuvor gegen 18.00 Uhr wurden die Staufner Bergretter zu einem verirrten Wanderer im Wald hinter Scheidegg bei Möggers gerufen. Mit Gelände-Fahrzeug und Motorschlitten im Hänger rückte die Mannschaft aus. Weitere Recherchen des Einsatzleiters ergaben, daß der Aufenthaltsort des im Wald stehenden und frierenden Wanderers zwischen Lutzenreute und deutscher Grenze sein müßte. Daraufhin wurden die Kollegen von der österreichischen Bergrettung in Bregenz informiert, die den Wanderer frierend im Wald auffanden und mit einem Traktor ins Warme bringen konnten. Die Staufner Bergwächtler konnten daraufhin ihren Einsatz kurz vor Scheidegg abbrechen. 

Auch bei diesem Einsatz war wieder die Standortbestimmung über whatsapp zielführend.

BW Oberstaufen/23.01.2017

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