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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

26.02.2017

Vorhaltedienst im Skigebiet Eschach

21./22.1.2017

Bei besten Schnee- und Wetterverhältnissen herrschte Hochbetrieb auf den Ski- und Rodelpisten des Eschacher Skigebietes.

Bis zum Sonntag 15:00 Uhr gab es keine Vorfälle, dann mussten aber zeitgleich zwei jeweils vierjährige Buben medizinisch versorgt werden.

Für einen der Verunfallten forderten die Rettungssanitäter sogar den Notarzt über den in Kempten stationierten Rettungshubschrauber Christoph 17 an.

 

Bei Traumverhältnissen bilden sich lange Schlangen an den Liftanlagen
Christoph 17 startet
Christoph 17
Christoph 17 fliegt zum nächsten Einsatz

11.12.2016

Winterübung der Dienstgemeinschaft Memmingen-Landsberg

Am Sonntag, den 11.12.2016 fand das erste Treffen der neu gegründeten Dienstgemeinschaft Memmingen-Landsberg statt.

An den Schwärzenliften des Dienstgebietes Eschach bei Buchenberg trafen sich die Kameradinnen und Kameraden zur ersten gemeinsamen Winterübung.

Das gegenseitige Kennenlernen der Bereitschaftsmitglieder sowie das Erkunden des Liftgebietes war ein Bestandteil dieses Treffens.

Die praktische Verletztenversorgung im Pisteneinsatz bildete den Schwerpunkt der Stationsausbildung.

 

Der neue Bergwacht-Stützpunkt im Liftgebiet
Die Eschachlifte (li.) und Schwärzenlifte (re.) im Skigebiet Eschach
In der Gletscheralpe
Stationswechsel
Beschneite Piste der Schwärzenlifte
Verpacken eines Verunfallten
Der Blick auf Kempten
Akiatransport
Akiatransport

27.06.2015

Sommerübung 2015 der Dienstgemeinschaft Immenstadt-Landsberg

Bis 8:00 Eintreffen der Kameradinnen und Kameraden der Bereitschaften Immenstadt, Kempten und Landsberg am neuen Bergwachtdepot der Bergrettungswache Immenstadt.

 

Ausbilder Elmar wiederholt im Lehrsaal das im Rahmen der Erstversorgung eines Patienten anzuwendende ABCDE-Schema.

 

Danach Einteilung der Übungsteilnehmer in drei Gruppen und Fahrt zu den einzelnen Stationen:

- verletzter Kletterer, im Seil hängend, am Rottachberg,

- abgestürtzter Gleitschirmflieger, in einer Fichte hängend, unterhalb der Kanzel am Immenstädter Horn,

- schwerverletzter Mountainbiker, unter seinem Rad begraben, am Mittag.

 

Nachfolgend einige Bilder, welche die Bergung des Drachenfliegers zeigen.

 

Nachmittags endet die Übung, nach dem "Verklauben" des Materials, im Depot mit einer deftigen Wurstsemmelbrotzeit.

 

 

Vorbereiten der Gebirgstrage
Montage des Rades
Einhängen der Bremse
Die Retterin besteigt den Baum
Besteigen des Baumes mit "Baumsteigeisen"
Sichern des Retters
Der Gleitschirmpilot wird abgelassen
Die Retterin lässt sich ab
Zum Abtransport fertige Gebirgstrage mit Rad
Ablassstand für die Gebirgstrage im Steilgelände
Tragemannschaft
Ablassen der Gebirgstrage mit dem Verletzten
Mannschaft an der Bremsplatte
Im Steilgelände
Im Steilgelände
Im Steilgelände
Im Steilgelände
Im Steilgelände
Im Steilgelände
Wechsel der Mannschaft an der Trage
Wechsel der Mannschaft an der Bremse
Abseilen der Retter
Ab ins Gebüsch
Such den Retter

17.01.2015

Winterübung 2014/15 der Dienstgemeinschaft Immenstadt-Landsberg

Gemeinsame Winterübung der Dienstgemeinschaft Immenstadt-Landsberg sowie Kameraden aus Kempten an der Nordseite des Immenstädter Horn

8:00 Treffen aller Teilnehmer im Depot Immenstadt.

Einteilung der Mannschaft in drei Gruppen:

Gruppe 1 mit Gebirgstrage und Dyneemaseil am Immenstädter Horn

Gruppe 2 Unterricht über LVS und Kameradenhilfe im Depot

Gruppe 3 mit Gebirgstrage und Dyneemaseil am Immenstädter Horn

 

Nach ca. zwei Stunden wechseln die einzelnen Gruppen durch

05.07.2014

Sommerübung 2014 der Dienstgemeinschaft Immenstadt-Landsberg

Gemeinsame Sommerübung der Dienstgemeinschaft Immenstadt-Landsberg an der Nordseite des Immenstädter Horn

8:00 Treffen aller Teilnehmer im Depot Immenstadt.

Vor sechs Wochen fand an der Nordseite des Immenstädter Horn eine Vermisstensuche statt. Leider wurde der vermisste Mann bis jetzt nicht gefunden.

Im Rahmen der aktuellen Übung sollten neben der Verletztenversorgung und dem Einsatz von Gebirgstrage und Dyneemaseil auch die Steilbereiche der bereits abgesuchten Primärgebiete nochmals durchsucht werden.

Im Depot fand deshalb vor der Gruppeneinteilung ein Unterricht zur Einsatztaktik bei Vermisstensuchen statt.

Außerdem wurde der Versuch vorgestellt, das Funkgerät eines Einsatzfahrzeuges als Funk-Relaisstation zu betreiben und damit den Funkbetrieb im Einsatzgebiet störungsfrei zu gewährleisten.

Danach erfolgte die Einteilung der anwesenden Bergwachtler in drei Gruppen mit je einem Einsatzleiter und einem Ausbilder als Begleitung.

 

Anfahrt mit vier Einsatzfahrzeugen über Rieder zur Hütte Alte Brände und Anmarsch zum "Einsatzgebiet Spießhütte".

Die angenommene Alarmierung der Leitstelle lautete:

Eine jugendliche Person abgestürzt, Verdacht auf Becken- und Oberschenkelbruch;

ein Jugendlicher abgestürzt, Verdacht auf Unterarm- und Unterschenkelfraktur;

ein Jugendlicher unverletzt, aber "blockiert".

 

Die Gruppe 1 versorgte den Verunfallten mit Beckenbruch. Aufgrund der Schwere der Verletzungen hatte  neben der optimalen Versorgung der Verletzungen vorallem die schnelle Durchführung des Abtransportes mit Gebirgstrage und Dyneemaseil höchste Priorität (Crashbergung).

Gruppe 2 musste den Unterarm-/Unterschenkel des in einem Felsspalt steckenden Jugendlichen versorgen, diesen dann in die Gebirgstrage lagern und über mehrere Standplätze mit dem Dyneemaseil abseilen.

Gruppe 3 barg den desorientierten Jungen mit der Kongwindel aus dem Absturzgelände und brachte ihn sicher ins Tal.

 

Kurzzeitig erschwerte Regen die Durchführung der Übung.

 

Fazit der Übung:

Die vermisste Person wurde leider nicht gefunden,

alle Gruppen bewältigten die ihnen gestellten Aufgaben erfolgreich,

alle Beteiligten erreichten trotz widriger Geländeverhältnisse ohne Verletzungen das Tal,

der Funkverkehr während der Übung verlief dank Relaisschaltung störungsfrei.

 

Um 12:30 Uhr hatten die Einsatzmannschaften den Parkplatz im Tal erreicht und wurden mit den Einsatzfahrzeugen ins Depot gebracht. Dort stärkten sich alle Teilnehmer und das Material wurde gesäubert.

Ankunft im Übungsgebiet und Aufteilen der Ausrüstung
Suchkette bei der Vermisstensuche
Retter an der Gebirgstrage auf dem Weg zum Verletzten
Erstversorgung des Verletzten im Tobelloch
Unsere Einsatzleiterin als Ersthelferin beim Blutdruckcheck
Ankunft der Gebirgstragenmannschaft
Die Vakuumschiene zur Versorgung der Unterschenkelverletzung wird gereicht
Beengte Verhältnisse am Unfallort
Versorgung des Verletzten mit Unterarmschiene und Armtrageschlinge
Schienung des gebrochenen Unterschenkels im engen Felsenloch
Platzieren der Gebirgstrage
Vorbereiten zur Bergung des Verletzten
Der Verletzte wird aus dem Loch geborgen
Schonende Bergung des Verletzten
Schonende Bergung des Verletzten
Schonende Bergung des Verletzten
Lagern des Verletzten in die Gebirgstrage
Lagern des Verletzten in die Gebirgstrage
Einpacken des Verletzten in die Gebirgstrage
Vorbereitungen zum Ablassen der Gebirgstrage
"Die Sonne scheint" trotz Dauerregen!
Der Abtransport kann beginnen
Ablassstand mit der Riggingplatte, zwei Dyneemaseile mit doppeltem HMS
Gebirgstrage und begleitende Retter im steilen Waldgelände
Ablassstand mit der Riggingplatte, zwei Dyneemaseile mit doppeltem HMS
An der Bremse
Gebirgstragenmannschaft im Tobel
Nachbesprechung
Abrücken der Einsatzgruppen

22.06.2014

Einsatzreiches Dienstwochenende für die Landsberger Bergwacht

Der Landsberger Bereitschaftsleiter Markus Oswald berichtet von seinem einsatztreichen Bergwachtdienst;

 

Das  Dienstwochenende vom 21./22.6.2014 gestaltete sich arbeitsintensiv und abwechslungsreich, zeigte aber leider auch die traurigen Seiten des Lebens.

 

Wir, die beiden Landsberger Bergwächtler Markus und Michi, versahen zusammen mit zwei Immenstädter Kameraden am Samstag und Sonntag den Sommerrettungsdienst im Immenstädter Dienstgebiet.

 

Nach dem üblichen Durchchecken des Einsatzgerätes im Bergwacht-Einsatzfahrzeug zu Dienstbeginn wurden von uns drei Anhänger mit Brennholz vom Bauplatz der neuen Bergrettungswache zum Hof des derzeitigen Bergwachtdepots gefahren. Dort wurde es von weiteren Kameraden gleich gespalten.

 

Nach diesem kurzen Arbeitseinsatz fuhren wir mit unserem Geländefahrzeug zum Bergwacht-Rettungstützpunkt "Alpe Seifenmoos".

 

Dort erhielt unsere Rettungsmannschaft eine Einsatzmeldung von einer bewusstlosen Person nach Radsturz.

Kurz vor dem Talende des Fahrwegs im Steigbachtal verlor eine Frau in der Abfahrt die Kontrolle über ihr Fahrrad und stürzte über die Böschung in das Bachbett.

Der ebenfalls hinzualarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod der 33- jährigen feststellen.

 

 

Neben der Betreuung der weiteren drei Personen der Radfahrergruppe blieb uns dann, nach Freigabe durch die Polizei, nur die traurige Pflicht der Bergung der Verunfallten.

 

Doch es blieb nicht viel Zeit zum Nachdenken!

 

 

 

Gerade hatten wir unsere Gerätschaften am Depot wieder einsatzklar gemacht, als der nächste Notruf eintraf.

 

 

Ein weiterer Radsturz, nur etwa 700 Meter weiter talaufwärts.

Aufgrund des Lagebildes wurde wiederum der Notarzt hinzugezogen. Eine schmerzhafte Schulterverletzung wurde versorgt und dem Rettungswagen übergeben.

 

Am Sonntagnachmittag waren wir dann noch bei einem weiteren Einsatz im Bereich Schlettermoos / Siedelalpe gefordert.

 

 

Eine ältere Dame stürzte beim Abstieg und verletzte sich am Knöchel/ Sprunggelenk.

Nach Erstversorgung und Schienung des verletzten Beines erfolgte der Abtransport über einen „Wanderpfad“.

Im Tal angekommen wurde die Patientin an den Notarzt und den Rettungsdienst  übergeben.

 

 

21.12.2013

Winterübung 2013/14 der Dienstgemeinschaft Immenstadt/Landsberg im Dienstgebiet Thaler Höhe

Ausreichende Pistenverhältnisse bei unserer Winterübung in der Thaler Höhe!

Das Wetter: Für eine Winterübung traumhaft! Sonnenschein und milde Temperaturen!

6:30 Uhr: Treffen der Landsberger Bergwachtler am Turm, Beladen des Einsatzfahrzeuges und Fahrt nach Immenstadt.

8:00 Uhr: Zusammentreffen mit den Immenstädter Kameraden im Depot Immenstadt, Einteilung der Gruppen und gemeinsame Fahrt ins Dienstgebiet Thaler Höhe.

Die Gruppen üben auf den folgenden Stationen:

- Patientencheck und -versorgung nach "ABCDE-Schema"

- Verletztenversorgung auf der Piste und Abtransport mit dem Akia,

- Ablassen eines Akias mit dem Dyneemaseil,

- Lawinenverschüttetensuche mehrerer Verschütteter mit VS-Gerät, Sonde und Schaufel,

- planmäßige Suche mit Sondiermannschaft mit anschließendem Freilegen der         georteten Person durch eine Schaufelmannschaft.

Bis 15:00 Uhr treffen sich dann alle Teilnehmer im Depot zum Übungsabschluss mit Brotzeit.

16:00 Uhr: Heimfahrt der Landsberger Mannschaft, Ankunft um 17:30 in Landsberg.

 

Vielen Dank an die Immenstädter Kameraden für die wie immer tolle Organisation der Übung!!

Patientencheck und -versorgung nach dem "ABCDE-Schema"
Dyneemaseil als Nachfolger des Statikseiles
Ablassen des Akias mit dem Dyneemaseil
Doppelter Bremsknoten im Stahlkarabiner in der Riggingplatte
Umbauen vom Ablassen zum Aufziehen mit dem Flaschenzug
Ankunft des Retters mit Akia beim Patienten
Patientencheck
Versorgung des Patienten
Das Skigebiet Thaler Höhe
Versorgung des Patienten auf der Piste
Sondieren eines Verschütteten
Gruppenphoto Dienstgemeinschaft Immenstadt/Landsberg




22.12.2012

Winterübung 2012/13 der Dienstgemeinschaft Immenstadt/Landsberg in Ratholz

Beste Pistenverhältnisse bei unserer Winterübung in Ratholz!

Das Wetter passt ausnahmsweise auch: Zwar kein wolkenloser Himmel, aber kein Regen, kein Sturm, kein Schneetreiben!

6:30 Uhr: Treffen der Landsberger Bergwachtler am Turm, Beladen des Einsatzfahrzeuges und Fahrt nach Immenstadt.

8:00 Uhr: Zusammentreffen mit den Immenstädter Kameraden im Depot Immenstadt, Einteilung der Gruppen und gemeinsame Fahrt ins Dienstgebiet Ratholz-Alpsee-Bergwelt.

Durchführen der Übung mit folgenden Stationen:

- vier Gruppen üben die Verletztenversorgung auf der Piste und den Abtransport mit dem Akia,

- eine Gruppe am Quad mit anschl. Fahrtraining,

- zwei Gruppen trainieren die Lawinenverschüttetensuche mit VS-Gerät, Sonde und Schaufel sowie die planmäßige Suche mit Sondiermannschaft mit anschließendem Freilegen der georteten Person durch eine Schaufelmannschaft.

Bis 14:00 Uhr treffen sich dann alle Teilnehmer in der "Oberen Kalle" zum Übungsabschluss bei einem leckeren Mittagsmenue.

16:00 Uhr: Heimfahrt der Landsberger Mannschaft, Ankunft um 17:30 in Landsberg.

 

Vielen Dank an die Immenstädter Kameraden für die super Organisation der Übung!!

Absaugen der Vakuum-Beinschiene
Nachspannen der Klettbänder
Nachspannen der Klettbänder
Johannes auf dem Quad
Gernot gibt Gas!
An der VS-Suche-Station
Sondiermannschaft
Sondieren am Sondierband
Gernot bei der VS-Kameradensuche
Johannes bei der VS-Kameradensuche

28.10.2012

Hallentraining am Hubschrauber und Baumbergung

Das Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung in Bad Tölz, in dem die Schulungen für Einsatzkräfte der Bergwacht Bayern in der Luftrettung stattfinden, wurde um zwei Baumbergestationen sowie eine Hochabseilstelle für die Ausbildung am neuen Dyneemaseil erweitert.

Die Mitglieder der Bergwachtbereitschaft Landsberg konnten die jährlichen Pflichtausbildungen im ZSA an zwei Sonntagen absolvieren.

An zwei Baumstämmen (Buche und Fichte) wurde die Bergung von in den Baumwipfeln hängenden Gleitschirmpiloten trainiert.

An der Hochabseilstelle erfolgte die Einweisung im Gebrauch des neuen Dyneemaseiles.

Beim Hubschraubertraining wurde im Zirkelverfahren der Doppelwinch der Retter sowie der Einzelwinch mit Verletztem aus der Schrägwandstation geübt. 

 

Aufstieg des Retters mit dem Baumbergeset
Ausbilder Marc als verunfallter Gleitschirmpilot
Versorgung des Verunfallten in der Schrägrampe
Entgegennahme des Windenhakens
Aufwinchen des Rettters am Bergesack
Aufwinchen an der Außenwinde
Ablassen von zwei Rettern
Blick von der Hochabseilstelle in die Halle
Ausbildung am Dyneemaseil
Ablassen von drei Personen mit dem Dyneemaseil

06.01.2012

Winterübung 2011/12 der Dienstgemeinschaft Immenstadt/Landsberg in Ratholz

Die Wintersaison beginnt immer mit einer gemeinsamen Winterübung im Dienstgebiet. Am ursprünglich vorgesehenen Termin 17.12.2011 fehlte dazu aber der Schnee.

Beim Ausweichtermin jedoch hatten wir wieder bestes Winterübungswetter: Pulverschnee und stürmisches Schneetreiben.

6:30 Uhr: Treffen der Landsberger Bergwachtler am Turm, Beladen des Einsatzfahrzeuges und Fahrt nach Immenstadt.

8:00 Uhr: Zusammentreffen mit den Immenstädter Kameraden im Depot Immenstadt, Einteilung der Gruppen und gemeinsame Fahrt ins Dienstgebiet Ratholz-Alpsee-Bergwelt.

Durchführen der Übung mit folgenden Stationen:

 vier Gruppen Verletztenversorgung auf der Piste und Abtransport mit dem Akia,

 eine Gruppe Bedienung des Quad mit anschl. Fahrtraining,

 eine Gruppe Lawinenverschüttetensuche mit VS-Suche, Sonde und Schaufel und anschließendem Freilegen der georteten Person durch eine Schaufelmannschaft.

 

Um 14:00 Uhr sind alle Stationen von den Teilnehmern durchlaufen.

Verladen der Geräte und Rückkehr ins Depot Immenstadt. Dort wird die Ausrüstung "verklaubt", danach stärken sich die Teilnehmer mit Getränken und Heißwurst.

 

16:00 Uhr: Heimfahrt der Landsberger Mannschaft, Ankunft um 17:15 in Landsberg.

 

Danke an die Immenstädter Kameraden für die Organisation der Übung!!

Zum Einsatzbeginn wird der Akja gecheckt
Anfahrt zum Einsatzort
Versorgung einer Unterarmfraktur mit der SAM-Splint-Schiene
Anlegen einer Armtrageschlinge mittels Dreiecktuch
Die Verletzung ist versorgt, der Verunfallte wird dann mit dem Akja ins Tal gebracht
Einweisung am Quad
Bedienung der Seilwinde am Quad
Die Sonne "scheint"!
Fahrtraining auf dem Quad
Das sichere Fahren des Quad erfordert viel Erfahrung
Flo erläutert die Feinsuche mit dem VS-Gerät
Feinsuche mit der Lawinensonde

09.07.2011

Sommerübung 2011 der Dienstgemeinschaft Immenstadt-Landsberg

Gemeinsame Sommerübung der Dienstgemeinschaft Immenstadt-Landsberg an den Südflanken von Stuiben und Gündeleskopf

8:00 Treffen aller Teilnehmer im Depot Immenstadt. Einteilung der zwei Gruppen mit je einem Einsatzleiter und einem Ausbilder als Begleitung. Anfahrt mit je zwei Geländefahrzeugen über das Steigbachtal zur Alpe Gund bzw. über das Gunzesrieder Tal zur Rindalpe.

Bei bestem Wetter (aus Teilnehmersicht gesehen!) erfolgt der Aufstieg der Einsatzkräfte zum Gipfel des Stuiben und zum Südgipfel des Gündeleskopf. Dort wird die Erstversorgung eines Verletzten geübt. Beim Verunfallten am Gündeleskopf wird der Patientencheck, die Blutdruckkontrolle, das Anlegen einer Stifneck-Manschette sowie das Assistieren beim Anlegen einer Infusion geübt. Für den nachfolgenden Abtransport wird die Gebirgstrage mit Rucksäcken und Seilen gefüllt und somit das Gewicht eines Unfallopfers simuliert.

Jeder Gruppe stehen jeweils eine Gebirgstrage, zwei 100m-Statikseile, zwei Bremsplatten, drei 60m-Bergseile sowie Schlingenmaterial und Karabiner zur Verfügung. Die Steilstufen müssen durch Abseilen überwunden werden. 

Die einzelnen Gruppen haben, je nach Gelände, bis zu zehn Statikseil-Ablassstände zu errichten, bis flacheres Gelände erreicht wird und der Abtransport ohne Seilsicherung erfolgen kann.

Die Gruppe am Gündeleskopf erreicht im Waldbereich die Stelle, wo am Samstag, den 15. Mai 2011 ein Nachteinsatz stattfand. Nachfolgend der Bericht von der Internetseite der Kameraden aus Immenstadt:

"Immenstadt - Über fünf Stunden benötigten Einsatzkräfte der Bergwacht Immenstadt, um einen abgestürzten Wanderer und dessen zwei Begleiter zu retten.

Drei Wanderer aus Norddeutschland gingen am Samstag von der Bergstation am sog. Mittag in Richtung Hochgrat. Wegen dem einsetzenden Regen am Nachmittag beschlossen sie, am Buralpkopf nach Süden ins Gunzesrieder Tal abzusteigen. Dabei kamen sie im Bereich der Roten Wand vom Weg ab. Im unwegsamen Gelände, das mit bis zu 30 Meter hohen Felsstufen durchsetzt ist, stürzte ein Wanderer mehrere Meter ab und zog sich eine schmerzhafte Oberarmbruch zu.

Gegen 21.30 Uhr wurde die Bergwacht alarmiert. Bei Dauerregen wurde eineaufwändige Bergungsaktion eingeleitet. Die Einsatzkräfte standen teilweise bis zu den Knien im wasserführenden Tobel um den zwischenzeitlich unterkühlten und verletzten Wanderer mit der Gebirgstrage ins Tal zu bringen. Dort übernahm der angeforderte Notarzt die weitere Versorgung.

Zeitgleich wurden auch die zwei Begleiter gesichert ins Tal gebracht.
Gegen 02.30 Uhr konnten die 12 Bergrettungskräfte Einsatzende melden."

An dieser Stelle wird von der Gruppe unter Anleitung von Ausbilder Hannes eine Seilbahn aufgebaut, mit deren Hilfe die Gebirgstrage über einen tiefen Tobel gelassen wird.

Um 13:00 bzw. 15:00 haben die Einsatzmannschaften den Talgrund des Gunzesrieder Tales erreicht und werden mit den Einsatzfahrzeugen ins Depot gebracht. Dort stärken sich alle Teilnehmer und das Material wird gesäubert.

Der Blick über die Südflanke des Gündeleskopf ins Gunzesrieder Tal
Patientencheck am "Unfallopfer"
Anpassen der Stiffneck-Halsmanschette
Anlegen der Halsmanschette
Messen des Blutdrucks
Anlegen einer Infusion
Der Ablassstand mit Statikseil und Bremsplatte
Ablassen der Gebirgstragenmannschaft
Im oberen Wandbereich
Ablassen über die Statikseil-Bremsplatte
Die Bergretter an der Gebirgstrage
Bau der Statikseil-Seilbahn
Ablassen der Trage an der Seilbahn
Die Gebirgstrage an der Seilbahn über dem Tobel

20.01.2011

Hallentraining am Hubschrauber und Seilbahnbergung

Das Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung in Bad Tölz, in dem die Schulungen für Einsatzkräfte der Bergwacht Bayern in der Luftrettung stattfinden, wurde um eine Simulationsanlage zur Seilbahnevakuierung erweitert.

An zwei Vierersesseln sowie an zwei Sechs-Personen-Kabinen kann sowohl das Ablassen der Fahrgäste auf das Gelände sowie die Bergung mit der Seilwinde in den Hubschrauber trainiert werden.

An dem Ersten von zwei jährlichen Pflichtausbildung für alle aktiven Einsatzkräfte nahmen am 20. 1. 2011 sieben Landsberger Kameraden teil.

An der Seilbahn wurde das Ablassen von Fahrgästen auf den Boden geübt. Beim Hubschraubertraining wurde der Doppelwinch der Retter sowie der Einzelwinch mit Verletztem durchgespielt.

 

Einweisung durch ZSA-Ausbilder Herbert Streibel
Christian auf der Stütze des Sesselliftes
Belasten des Seilfahrgerätes mit Hilfe einer Trittleiter
Anbringen der Sicherung für die zu rettenden Fahrgäste
Anlegen der Kong-Rettungswindel
Ablassen des ersten Fahrgastes
Ablassen des zweiten Fahrgaste
Der Blick aus dem Sessel
Der Retter "fährt" zum nächsten Sessel
Michi steigt über seine Trittleiter in das Fahrgerät an der Gondel
Anfahrt zu Gondel
Auf dem Dach der Gondel
EC135 Ausbildungshubschrauber
Winch mit Bergretter und Verunfalltem im Luftretttungssack
Simon an der Antirotationsleine
Blick von der Seilbahn zum Hubschrauber
Doppelwinch
Zirkeltraining: Absetzen im Dopplwinch, danch Aufwinchen Retter mit Verunfalltem
Unter der Hubschrauberzelle

18.12.2010

Winterübung 2010/11 der Dienstgemeinschaft Immenstadt-Landsberg am Mittag

Am Samstag, den 18.12.2010 fand die gemeinsame Winterübung der Dienstgemeinschaft Immenstadt-Landsberg im Skigebiet der Mittaglifte statt. Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung des Tages:

Ab 6:15 Uhr Treffen der Landsberger Kameraden am Bergwachtturm und Beladen der Fahrzeuge. 6:40 Uhr Abfahrt Richtung Immenstadt.

Um 7:50 Uhr Ankunft am Depot Immenstadt. Ab 8:00 Uhr gemeinsames Betrachten eines Lehrfilmes über den Einsatz des Lawinenverschütteten-Suchgerätes 'Recco'. Danach Einteilung der Einsatzgruppen durch die Immenstädter Ausbilder.

Fahrt zum Skigebiet Mittag, Verladen der Akjas in den Lift und Auffahrt zur Gipfelstation. Dort werden die einzelnen Gruppen auf folgende Stationen aufgeteilt: Verletztenversorgung auf der Piste, Recco-Suchsystem, Einweisung auf dem Einsatz-Quad, VS-Suche bei Mehrfachverschüttung.

In Dreiergruppen werden bis zum Nachmittag diese Stationen durchlaufen. Um 15:00 Uhr findet die Übung im Immenstädter Depot mit einer Brotzeit ihren Ausklang.

Heimfahrt der Landsberger Kameraden , 17:00 Uhr Ankunft am Turm.

Blick vom Mittag nach Osten zum Grünten
Im Bereich der Gipfelstation
Aufteilen der Akjas auf die Einsatzgruppen
Der Blick über Sonthofen Richtung Hindelang
Verletztenversorgung in den Einsatzgruppen
Anlegen einer Schiene bei angenommener Unterarmfraktur
Zusammenbau des Akjas nach dem Transport im Sessellift
Bergwachtmann mit Akja fertig zur Anfahrt zum Verunfallten
Paule bei der Feinsuche mit dem VS-Gerät
Ausgraben des durch VS-Gerät und Sonde lokalisierten Verschütteten
Belades eines Akjas auf das Einsatz-Quad
Einweisungsfahrt auf dem Quad
Christoph gibt Gas!
Einweisung auf dem Recco-System
Der Blick über den Sonnenhang auf den Grünten
Auf der Piste Richtung Mittelstation

10.07.2010

Sommerübung 2010 der Dienstgemeinschaft Immenstadt-Landsberg

Gemeinsame Sommerübung der Dienstgemeinschaft Immenstadt-Landsberg an der Nordseite des Immenstädter Horns.

7:30 Treffen aller Teilnehmer im Depot Immenstadt. Einteilung der drei Gruppen mit einem Einsatzleiter und einem Ausbilder als Begleitung. Anfahrt über das Steigbachtal zum Holzlagerplatz. 

Szenarien: Jede Gruppe wird zu einem Absturz einer Person im Steilgelände gerufen. Die Verunfallten sind verletzt, aber ansprechbar. Die Abtransporte erfolgen mit der Gebirgstrage und über das Statikseil durch die Abstürze der Nordseite des Immenstädter Horns.

Jeder Gruppe stehen jeweils eine Gebirgstrage, zwei 100m-Statikseile, zwei Bremsplatten, drei 60m-Bergseile sowie Schlingenmaterial und Karabiner zur Verfügung. Die Steilstufen müssen durch Abseilen überwunden werden. 

Die einzelnen Gruppen haben je nach Gelände bis zu sechs Statikseil-Ablassstände zu errichten, bis flacheres Gelände erreicht wird und der Abtransport ohne Seilsicherung erfolgen kann.

Um 13:00 haben alle Gruppen das Tal erreicht und werden mit den Einsatzfahrzeugen ins Depot gebracht. Dort brotzeiten und Abschlussbesprechung.

Einsatzbesprechung am Holzlagerplatz
Nach der ersten Steilwand
Retter an der Trage
Beim Verletzten
Statikseilstand mit Abseilstelle
Herb an der Statikseilbremse

Am Freitag, den 8.1.2010 konnten sieben Aktive der Bergwachtbereitschaft Landsberg in der Hubschraubersimulationsanlage der Bergwacht Bayern in Bad Tölz die praktische Luftrettung üben.

Das Einweisen eines Hubschraubers, die Selbstsicherung in der Maschine und Kontaktaufnahme mit der Crew über internen Sprechfunk, das Abwinchen von zwei Bergrettern mit dem Bergesack, die Versorgung eines Verunfallten, das  Aufwinchen des Verunfallten unter Einsatz der Antirotationsleine und schließlich der Doppelwinch der beiden Bergretter: dieser Ablauf wurde an der "flugfähigen" Hubschrauberzelle geübt.

Am Standsimulator konnte außerdem noch die Situation des "gefesselten Hubschraubers" simuliert werden: ein oder zwei Bergretter werden mit der Winde abgelassen, diese sichern sich an einer Felswand mit ihren Selbstsicherungen. Für Sekunden ist der Hubschrauber nun über die Windenleine und den Bergretter am Fels fixiert.

Diese gefährliche Situation wird vom Bergwachtmann mit dem Griff der Hand an seinen Hals ("Maschine gefesselt") angezeigt. Der Luftretter in der Maschine hätte aber die Möglichkeit, das Windenseil bei Gefahr zu kappen. Sobald sich der Bergretter aus dem Windenhaken geklinkt hat, besteht keine Gefahr mehr für Maschine und Crew.

 

Einen Pressebericht über diese Übung finden Sie unter  "Wir über uns"  "Heute"

Die Halle der Hubschraubersimulationsanlage
Doppelwinch mit Bergesack
Blick in Richtung Standsimulator
Doppelwinch am Standsimulator
"Maschine gefesselt"

19.12.2009

Winterübung 2009/10 am Skilift Thaler Höhe

winteruebung_2009.pdf

20.02.2009

Lawineneinsatz am Hochgrat

Am 18. Februar 2009 ereignete sich am Hochgrat bei Oberstaufen ein Lawinenunglück mit einem Verschütteten. Trotz sofortiger Suche durch Mannschaften der Bergwachtbereitschaften Oberstaufen und Immenstadt konnte der Verschüttete nicht geortet werden. Am Donnerstag, den 19.2.2009 suchten nochmals 49 Bergwachtmänner sowie elf Einsatzkräfte der Polizei bis zum Einbruch der Dunkelheit nach dem Lawinenopfer. Die Bergwacht Landsberg beteiligte sich mit fünf Einsatzkräften an dieser Suche. Sie wurden am Mittwochabend von den Immenstädter Kameraden alarmiert und um Mithilfe gebeten. Am Abend mussten die Suchen aufgrund der enormen Schneehöhen ergebnislos abgebrochen werden.

Die Mannschaften warten auf den Flug auf die Lawine
Landung des Polizeihubschraubers
Auf dem Weg zum oberen Lawinenkegel
Die 'Obere Suchmannschaft' sammelt sich
Anflug zum Winch eines Lawinenhundeführers aus dem Lawinengraben
Sondieren am 'Oberen Suchbereich'
Der Sammelplatz unterhalb der Oberen Lawine
Abschlussbesprechung auf der Oberen Lawine

22.06.2008

Simon Preiß absolvierte Sommerrettungslehrgang

Bergwacht Sommerrettungslehrgang

 15.-21.6.2008

von Simon Preiß

 

Sonntag, 15.6.08

Heute nun sollte ich die letzte Hürde auf  dem langen Weg zum ausgebildeten Bergwachtmann in Angriff nehmen, den einwöchigen Sommerrettungslehrgang der Bergwacht Allgäu auf dem Prinz-Luitpold-Haus bei Hinterstein.

Früh morgens ging es los, denn um 8.30 war Treffpunkt am Busbahnhof in Bad Hindelang.

Dort angekommen wurde das Gepäck für eine Woche auf die Geländewägen verteilt. Bevors schließlich losging mussten wir noch auf die „Hindelanger“ warten, die, obwohl sie die allerkürzeste Anreise hatten, merkwürdigerweise als letzte erschienen.

Ziel war die Materialbahn  des Luitpold-Hauses, dort luden wir unsere doch sehr schweren Rucksäcke in die Seilbahn und begannen den ca. einstündigen Anmarsch zur Hütte.

Dieser war, da ohne Gepäck und bei (noch) strahlendem Sonnenschein, eine gute Einstimmung auf die kommende Woche in den Bergen.

 Auf der Hütte angelangt bezogen wir unser Gemeinschaftslager und nach einer kleinen Stärkung zu Mittag begann der Lehrgang mit der offiziellen Begrüßung durch unseren Lehrgangsleiter Hannes Rädler.

Danach stand bereits das erste Ausbildungsthema auf dem Programm: Sicherungstheorie und Ausrüstung. Die theoretischen Ausbildungen fanden innerhalb der Hütte in einem abgetrennten Ausbildungssaal statt.

Der Nachmittag brachte immer schlechteres Wetter. Als wir nach dem Abendessen zur ersten Praxisstation, den Sturzversuchen auf den Schneefeldern unterhalb des Wiedemerkopfes, erscheinen sollten, war das schöne Wetter vom Vormittag bereits einem Sturm mit Dauerregen gewichen. Gnädigerweise wurde diese Ausbildung auf den nächsten Tag verschoben, sodass wir noch ein paar Stunden länger trockene Schuhe und Klamotten hatten.

Stattdessen  erhielten wir noch eine Theorieeinheit über Gebirgsluftrettung.

 

Montag, 16.6.08 

Das Wetter war auch heute keineswegs besser als am Tag zuvor. Aber  nun gab es keinen Aufschub mehr, der straffe Zeitplan bot keine weitere Möglichkeit zu einer Änderung.

Also verließen wir die Hütte nach dem Frühstück und einer kurzen theoretischen Unterweisung im Verankerungsbau, um das Bremsen im Firn nach einem Sturz zu trainieren.

Obwohl dies eine „nasse Angelegenheit“ war, hatten fast alle ihren Spaß dabei, ein steiles Schneefeld hinunterzurutschen, mal kopfüber, mal rückwärts .Nicht selten kam es zu Überschlägen, die aber alle glimpflich ausgingen.

Zum Mittagessen gingen wir wieder zurück in die Hütte, und am Nachmittag, frisch gestärkt und in frischen trockenen Klamotten begann die Ausbildung an vier Stationen:  Verankerungsbau, der Umgang mit der Gebirgstrage und dem Luftrettungsbergesack sowie das Verhalten beim Windenvorgang am Hubschrauber.

Abends erhielten wir noch eine Theorielektion über Behelfsmäßige Bergrettung.

DAS Prüfungsthema das von fast allen am meisten gefürchtet wurde, und bei dem einige noch ziemliche Probleme hatten. Deswegen wurde dieser Abend von einigen genutzt dies noch einmal selbständig zu üben. Auch die Fußballfans unter uns kamen auf ihre Kosten. Auf einer eigens mitgebrachten SAT-Anlage und einem kleinen Fernseher konnten sie die Spiele der deutschen Elf mitverfolgen.

 

 

Dienstag, 17.6.08

Nach einem Unterricht über Alpine Gefahren begann die „Stationsausbildung“: Dabei galt es vier verschiedene Stationen zu bewältigen die jeweils einen halben Tag dauerten.

Meine erste Station  am Dienstagvormittag führte mich Richtung Kreuzspitze. Auf halbem Weg dorthin übten wir den Verankerungsbau im Fels mit mobilen Sicherungsmitteln (Klemmkeile, Köpfelschlingen) und führten schließlich eine Bergung  mit der Gebirgstrage und dem Statikseil durch.

Die zweite Station am Nachmittag sollte in der steilen Schneerinne des Wiedemerkopfes stattfinden, mit dem kompletten Material (Gebirgstrage, Statikseil, Verankerungsmaterial…)  stiegen wir die Wiedemerrinne nach oben. Dort angelangt sicherten wir die Trage mit dem „Patienten“ an einer Pickelverankerung, die wir mit drei Eispickeln im Schnee angelegt hatten. Anschließend fuhren wir die ca.350m lange Rinne mithilfe der Bremsplatte ab.

Da unser Statikseil an dem die Trage lastete nur 100m lang war mussten wir noch 3 weitere Pickelverankerungen bauen  bis wir schließlich wieder die Hütte erreicht hatten.

Und nach 2 Tagen Regen zeigte sich nun auch noch für wenige Stunden die Sonne, sodass prompt alle ihr nasses Gewand zum trocknen ins Freie legten.

Doch die nächsten Wolken ließen nicht lange auf sich warten, sodass der für Mittwoch geplante Flugtag mit dem SAR-Hubschrauber aus Penzing  auf Donnerstag verschoben wurde. Der Tag endete wieder mit dem üblichen Theorieunterricht, diesmal war es Funkwesen. Überschattet wurde der Dienstag allerdings noch von einem Unfall.

Eine Anwärterin war vor dem Abendessen noch schnell die Wiedemerrinne hinaufgestiegen  um diese anschließend mit Firngleitern abzufahren. Dabei verlor sie die Kontrolle auf dem harten Schnee und schlitterte ungebremst in eine Randspalte. Mittels Gebirgstrage konnten wir sie jedoch schnell bergen  und nach einer Versorgung durch unseren Lehrgangsarzt war klar dass eine weitere Behandlung im Krankenhaus stattfinden muss. Der Abtransport erfolgte nun mit dem Christoph 17  aus Kempten.

 

Mittwoch, 18.6.08

Da der Hubschrauber nun abbestellt war, wurde mit der Stationsausbildung fortgefahren.

Und die spannendste erwartete mich an diesem Vormittag. Gemeinsam mit 2 Ausbildern stiegen wir hinauf zur Hochabseilstelle. Schon der Name versprach eine aufregende Ausbildung. Der Zustieg erfolgte über einen seilversichterten Schrofenvorbau. Oben angelangt bauten meine Kameraden und ich eine Ausgleichsverankerung an 3 Bohrhaken  und bereiten alles darauf vor, zwei Personen mit dem Statikseil 100m über eine senkrechte Felswand abzulassen. Der Tiefblick aus der Wand war tatsächlich grandios. Unten angelangt stiegen wir noch einmal den Weg hinauf um selbst die Bremsplatte zu bedienen während  zwei andere Anwärter über dem Abgrund hingen.

Die letzte Station sollte in einem Klettergarten in der Nähe der Hütte stattfinden. Dort übten wir behelfsmäßige Bergemethoden. Zum einen den Schweizer Flaschenzug, mit dem man verletzte Kletterer mit einfachen Mitteln und ohne professionelle Hilfe bergen kann, sowie die Seilverlängerung. Abschließend probierten wir unter fachlicher Anweisung durch unsere Ausbilder noch die Zwei-Mann-Bergemethode. Dabei wird eine verletzte Person auf dem Rücken des Retters aus absturzgefährdetem Gelände geborgen.

Den Rückweg zur Hütte konnte ich ganz bequem zurücklegen, nämlich fest eingeschnürt in einer Biwaksackschleife.

Das Wetter hatte sich inzwischen gebessert, so konnten wir die Zeit  vor dem Abendessen noch entspannt auf der Sonnenterrasse der Hütte verbringen. Doch die Erholung war nur von kurzer Dauer den für heute war noch eine nächtliche Einsatzübung angesetzt.

Unser Verletzter lag unterhalb der Kreuzspitze in einer Randkluft. Also mussten wir zu allererst das ganze Material  ca. 1h bei „Bergwachttempo“  hinauftragen.

Nach der medizinischen Versorgung wurde der Patient in der Gebirgstrage über eine Firnflanke hinabgeseilt. Durch den schneereichen Winter war unser kompletter Abstieg noch schneebedeckt, was für uns bedeutete unzählige Pickelverankerungen zu schaufeln. Im Schein der Stirnlampen erreichten wir nun gegen halb 1 wieder sicher die Hütte.

 

Donnerstag, 19.6.08

Obwohl alle nur wenig geschlafen hatten, war man am Donnerstag schnell hellwach und voller Vorfreude denn heute sollte der Hubschrauber kommen.

Gegen halb 10 traf die Maschine am Luitpold-Haus ein. Zuerst erhielten alle eine kurze Sicherheitsunterweisung  durch die Besatzung, danach übten wir das Ein- und Aussteigen  im Schwebeflug und dann den Winchvorgang  mit der Stahlseilwinde des Hubschraubers. Der Hauptteil der Übung bestand nun daraus, in 3er Gruppen mit einem Luftrettungssack in der Umgebung der Hütte abgesetzt zu werden einen Patienten zu versorgen und vom Helikopter mittels heraufwinchen wieder abgeholt zu werden. Mit meinen Kameraden Maggy  aus Hindelang und Borgi aus Hinterstein saß ich nun auf einem kleinen Schneefeld oberhalb der Hütte. Maggy war unser Patient den wir sicher im Bergesack verpackten und auf die Rückkehr des Helikopters warteten, der uns wieder zurück zur Hütte bringen sollte. Als wir drei nun sicher in den Hubschrauber hinaufgewincht worden waren, drehte der Pilot ab und setzte uns wieder am Landeplatz ab. Da der Treibstoff auf 2.5 h Flugzeit begrenzt war, verließ uns die Maschine leider schon wieder viel zu früh.

Der Nachmittag war uns nun freigestellt, da es schön sonnig war verbrachten wir ihn im Freien mit Lernen für die morgigen Prüfungen.

Doch davor stand noch einmal ein Fußballabend vor dem Fernseher an.

 

Freitag, 20.6.08

Nun war es soweit, die Prüfungen standen vor der Tür.

Aber nach einer Woche voller Ausbildung und der Prüfungsvorbereitung am Tag zuvor war ich ganz guter Dinge. Zu allererst mussten wir die Theorieprüfung schreiben, naja eigentlich mussten wir nur Multiple Choice Fragen beantworten =). Anschließend stand die Luftrettungsprüfung auf dem Programm. Dabei mussten wir zum einen Fragen z.B. zur Beschaffenheit eines Hubschrauberlandeplatzes beantworten, zum andern den richtigen Umgang mit dem Windenhaken und dem Luftrettungsbergesack demonstrieren.

Vor dem Mittagessen war für Madeleine, meiner Prüfungspartnerin, und mich noch die Prüfung in behelfsmäßiger Bergrettung angesetzt. Dabei musste ich die zuvor erlernten Flaschenzüge und Rettungsmethoden vorführen, während Madeleine den Verletzten spielte.  Vor unserer letzten Prüfung in organisierter Bergrettung hatten wir noch eine Verschnaufpause. Erst nach Mittag traten wir zu dieser an. Hier sollten wir den korrekten Umgang mit der Gebirgstrage und den Aufbau einer Blockverankerung mit einem Bergseil zeigen, und abschließend  noch eine Dreipunktverankerung bauen. Eine Last, in meinem Fall mein Ausbilder Peter, ein Stück mit dem Statikseil ablassen und ihn anschließend  per Flaschenzug wieder hinaufwuchten. Auch am Freitag hatten wir wieder super Wetter, sodass wir die bestandenen Prüfungen schön feiern und eine tolle und lehrreiche Woche gut ausklingen lassen konnten. Krönender Abschluss war dann unser Kameradschaftsabend, der wegen einzuhaltender Hüttenruhe in den benachbarten Winterraum ausgelagert werden musste, was der Stimmung und dem Alkoholpegel jedoch keinen Abbruch tat. Mitgefeiert haben natürlich auch unsere Ausbilder, sichtlich erleichtert über das Ende des Lehrgangs.

 

Samstag. 21.6.08

Nun war der Lehrgang endgültig vorbei, ein letzter Prüfstein war nur noch der Abstieg zur Materialbahn, der für viele aufgrund des Restalkohols ziemlich anstrengend war.

Danach gings wieder ab nach Hause.

An der Gebirgstrage
Ablassen der Gebirgstrage durch die Wiedemerrinne
Vorbereitungen an der Hochabseilstelle
Statikseil-Bremsplatte
Flaschenzug mit Totmannsicherung beim Retter
Mark und ich beim Abfahren
Blick aus der Hochabseilstelle
Die Bell UH-1D des LTG61 am Landeplatz
Einweisen der Maschine
Einsteigen im Schwebeflug
Bergretter beim Einzelwinch
Aufwinchen an der Außenwinde der Bell UH-1D
Aufwinchen eines Verunfallten im Bergesack
Retter mit der Antirotationsleine
Nach meinem Übungsflug

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