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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Unsere Chronik

Chronik der Bergwachtbereitschaft Kempten

Gegründet am 19. Mai 1925 als Ortsgruppe Kempten in der Bergwacht Abteilung Allgäu. Die Bergwachttruppe setzte sich aus Mitgliedern der Sektion DOeAV und dem Touristenverein "Die Naturfreunde" aus Kempten und Hegge zusammen. Leiter der Ortsgruppe war Apotheker Emil Schirmer.

Bereits 4 Monate später, nach der Eingliederung einer Gruppe aus Pfronten, war die Kemptener Ortsgruppe schon die stärkste in der Abteilung Allgäu. Dies verdeutlichte sich dann auch im Jahre 1927 als der Sitz der Leitung nach Kempten verlegt und ein alpiner Sanitätsdienst aufgenommen wurde. Eine wichtige Aufgabe war damals: Schutz der heimatlichen Flora. 1927 war auch das Jahr als in Kempten die ersten Sanitätskurse unter Generalarzt von Kolb abgehalten wurden (GUD - Gebirgsunfalldienst im Zeichen des Grünen Kreuzes). Als zentraler Rettungsstützpunkt diente den Kemptenern die Alpe Fahnengern.

Um im Gebiet der Höfats den Pflanzenschutz noch intensiver betreiben zu können, errichteten die Kemptener im Jahre 1934 ein ständiger Zeltposten auf dem Gufelgrat in 1970 Metern Höhe, den in der Anfangszeit der Kemptener Toni Hiller im wahrsten Sinne des Wortes ständig bewohnte.

1938 mußte der hochverdiente Apotheker Schirmer aus politischen Gründen die Leitung an den Pflanzenschutz-Referenten Georg Frey abgeben. Ab 1939 regelmäßiger Winterdienst am Grünten und der Bau der Kiefer-Diensthütte.

Im November 1945 Wiederaufnahme der BW-Arbeit unter Georg Schwarzmann und nun im Zeichen des Roten Kreuzes.

Die Bereitschaft Kempten zählte 1955 wieder 80 Mitglieder, der erste Spritzenkurs wurde absolviert und die ersten Sprechfunkgeräte verwendete man auf den ständigen Posten und im Hörnerdienst.

Bei der großen, dramatischen Rettungsaktion 1957 in der Eiger-Nordwand, waren auch zwei Kemptener Bergwachtler maßgeblich beteiligt: Martin Weixler und Emil Proksch. Nachfolger des 1964 verstorbenen Georg Schwarzmann wurde Fritz Hieber, der bis zu seinem Tod durch eine Eislawine am Montblanc, den Abschnitt Allgäu leitete. Max Nieberle und später Martin Doll führten die Bereitschaft Kempten.

Zusammen mit der Bereitschaft Neu Ulm planten die Kemptener die noch heute bewährte Alu-Biwakschachtel an der Höfats. Bereitschaftleiter zu dieser Zeit Kurt Bogner.

Unter den Bereitschaftsleitern Hermann Zettl, Sepp Freisinger und Hermann Wipper konnte der medizinische und rettungstechnische Bereich auf einen hohen Stand gebracht werden; zahlenmäßig viele Einsätze, besonders im Winterdienst machten dies notwendig. Eine kameradschaftliche Verbindung zur Südtiroler Bergrettung in Welschnofen wird aufgenommen und bis heute intensiv gepflegt.

Alle zwei Jahre trifft man sich mal in Südtirol, mal im Allgäu und unternimmt gemeinsame Touren mit anschließendem Kameradschaftsabend.

Nach umfangreicher Selbsthilfe und Eigenleistungen konnte 1980 ein Depot mit Unterrichts-, Aufenthaltsraum, Büro und Garagen an der Bodmanstraße in der Kemptener Innenstadt bezogen werden.

Mit Bereitschaftsleiter Alfred Weizenegger, der das Amt von Hermann Wipper übernahm, ging es in die Achtziger- und Neunziger-Jahre.

12 Jahre führte er die Bereitschaft Kempten und übergab 1993 an Günther Walther. Auch er war 12 Jahre Bereitschaftsleiter. Sie legten großes Augenmerk auf die sogenannten Vorhaltedienste auf den Hochgebirgshütten im Sommer und den Rettungsdienst auf den Skipisten am Grünten und in Missen im Winter.

Auch waren es immer wieder Veranstaltungen, die zur Sicherstellung der Finanzierung aller gestellten Aufgaben im Bereich Ausbildung, Nachwuchs und den gesamten Dienstbetrieb beitrugen.

1997 stand ein weiterer Umzug in das Rettungs- und Sozialzentrum (RSZ) an der Haubenschloßstrasse in Kempten an, wo mit viel Arbeit und Eigenleistung ein geeignetes Gebäude als Unterkunft für die nächsten Jahrzehnte umgebaut wurde.

Im Jahr 2000 konnte die Jubiläumsfeier anlässlich des 75 jährigen Bestehens auf der Kemptner Hütte gebührend abgehalten werden.

Zwei Jahre später war es dann der traditionelle Bergwachtstützpunkt Alpe Fahnengern, der dieses Jubiläum hatte.

Im April 2004 war dann mit Stina Wolters die erste Bergwachtfrau in der Bergwacht Kempten aktiv.

Fabian Zahnd, der 2005 das Führungsamt übernahm, leitete ebenfalls mit viel Einsatz und Geschick bis Anfang 2010 die Bereitschaft.

Durch die Umstrukturierung der Bayerischen Bergwacht fallen die Vorhaltedienste auf den Hochgebirgshütten weg. Personell konnten auch die kleineren Skilifte nicht mehr mit einem Vorhaltedienst beschickt werden. Im Winter wird das Skigebiet Grünten aber weiterhin von der Kieferhütte aus weiterhin im Auftrag der Bergwacht Sonthofen rettungstechnisch betreut.

 

2010 übernahm Tobias Roth die Bereitschaftsleitung für 6 Jahre.

Das Gemeindegebiet Buchenberg wird nun durch die Bergwachtbereitschaft Kempten in Zusammenarbeit mit der Bergrettungswache Immenstadt betreut. Dazu wurde ein Allradfahrzeug (ein VW Amarok) und ein Quad, welches auch per Hänger transportiert werden kann, in Betrieb genommen.

Ausgerechnet der erste Einsatz im neuen Dienstgebiet war ein tödlicher Unfall eines jungen Waldarbeiters!

 

Seit Februar 2017 steht Felix Vetter als Leiter der Bereitschaft vor. 

 

Er wird unterstützt vom stellvertretenden Leiter Florian Striegl.

Die erste Herausforderung für die Bereitschaft ist die Einführung des Digitalfunks.

 

 

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